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  • Wie erkennt / definiert man schlechte Kunst?

  • 7akx3tx
    das ist auch gut

    Mein zweites Leben
    trotzdem find ich at er mit "paula und opa" seine eigene Messlatte sehr hoch angesetzt
  • Roderich
    Roderich
    "Paula und Opa" ist auch echt spannend, man denkt man betrachtet es zeitgleich aus mehreren perspektiven und die einzelnen Elemente befinden sich scheinbar auf mehreren ebenen, wie beim parallax Scrolling in den goldenen 80'ern.
    eines der besten werke im KN.
  • nighthawk
    nighthawk
    Peter mit Kleinkind und


    Rutschpartie in der russischen Polarnacht

    finde ich von ihm richtig gut - ein wenig verwirrt mich zwar was er sonst so eingestellt hat, aber das schmälert meine Begeisterung an den beiden Sachen kein bisschen.


    ja klar, dich verwirrt sicher vor allem auch die frage: wieso hat der alte mann seinen sixpack am body, und ich meinen nur im kühlschrank?
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  • Roderich
    Roderich
    meinen Kakao hol ich mir immer im tetra pack. ;)
    Signatur
  • Roderich
    Roderich
    aber mal ernsthaft NightHawk, findest du den Qualitätsunterschied zwischen "Rutschpa..." und den anderen Sachen von ihm nicht auch seltsam? ich würde mir das bild sofort ins Wohnzimmer hängen, was ich bei kaum einem bild tun würde, welches ich im kn bisher gesehen habe.
  • 7akx3tx
    rutspa ist kein tolles bild finde ich. das ist nur nicht gelungen
  • Roderich
    Roderich
    ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, das ist gar nicht von ihm, wenn ich es nicht besser wüsste.
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  • 7akx3tx
    doch doch. die art wie er farbe aufträgt deckt sich mit dem
  • 7akx3tx
    aber rodi du hast echt ein sehr seltsamen kunstgeschmack ( vorsichtig ausgedrückt )
  • Roderich
    Roderich

    aber rodi du hast echt ein sehr seltsamen kunstgeschmack ( vorsichtig ausgedrückt )


    das mach ich wie bei den Damen, da höre ich auf meinen bauch.

  • nighthawk
    nighthawk

    aber mal ernsthaft NightHawk, findest du den Qualitätsunterschied zwischen "Rutschpa..." und den anderen Sachen von ihm nicht auch seltsam? ich würde mir das bild sofort ins Wohnzimmer hängen, was ich bei kaum einem bild tun würde, welches ich im kn bisher gesehen habe.

    mach ihm ein kaufangebot, da freut er sich sicher drüber!
    er malt doch nur zum spaß, oder so. wie war doch noch das sprichwort mit dem blinden huhn? wenn du aber als huhn satt werden willst, musst du sehen lernen. mit den künstlern ist es genauso.


  • 7akx3tx
    oh Gott jetzt krieg ich langsam angst! ich will den Klassiker haben..naja mal sehen wer mehr kohle hat ;)
  • Roderich
    Roderich

    oh Gott jetzt krieg ich langsam angst! ich will den Klassiker haben..naja mal sehen wer mehr kohle hat ;)


    ich habe weder Platz noch Geld (wobei für ein kleines bild eigentlich immer platz zu finden sein sollte....).

  • Paco
    Paco
    Den Piotr kannte ich bisher auch noch nicht.
    Witzig finde ich bei den Diskussionen der Werke auf seinen Seiten immer sein beschwichtigendes "Nein, keine Angst. Ich mach trotzdem weiter." - sehr sympathisch.

    Eigentlich wollte ich für mich persönlich ja Mitglieder bei der Qualitätsbewertung raushalten, aber wo Ihr das jetzt schon mal gemacht habt, würde ich vielleicht auch noch die Migräne-Zeichnung von ihm aufs Tapet bringen:
    Pünktlich zum Valentinstag

    Ich glaube, es ist nicht ehrenrührig, wenn man sagt, dass das Bild handwerklich nicht gut gelungen ist (hat er ja auch selbst eingeräumt): Die Proportionen stimmen nicht, die Schraffur ist ungelenk und unregelmäßig etc.

    Warum merkt man als Betrachter auf einen Blick, dass das Bild nicht "gut", nicht "stimmig" ist ? Merkt man da eine Unsicherheit im Duktus oder haben die verzogenen Proportionen einen Maximalwert überschritten, ab dem uns unser Gehirn funkt: "So nicht!" oder wie kann man sich das vorstellen?
    Im Unterschied dazu gibt es ja unzählige andere Künstler, die ebenfalls Werke mit völlig unrealistisch verzogenen Proportionen erstellen und wo einem das trotzdem hochästhetisch und stimmig erscheint.

    Auf der anderen Seite:
    Mein negatives Urteil zu dieser Zeichnung war in Bruchteilen gefällt und dessen bin ich mir auch völlig sicher.
    Anders wäre es dagegen gewesen, wenn er noch Dinge (z.B. an den Rändern) eingefügt hätte, die man nicht auf Anhieb hätte deuten können: mythische Fabelwesen, vielleicht noch Flecken (mit einer Beuys entlehnten Argumentation, dass diese Flecken für das menschliche Auge noch gar nicht zu entschlüsseln seien, sondern erst, sobald Lebewesen diese kodierte 5. Dimension wahrnehmen könnten o.ä.), dazu noch zur Abrundung einen Titel, der den Bildungsbürger im Künstler raushängen lässt, kurz:
    Je mehr solcher nicht-erklärbarer Elemente ein Künstler hinzufügt, desto mehr gerät der Betrachter ins Wanken und ich denke, dass sich viele Künstler das auch bewusst zunutze machen.
  • 7akx3tx
    das ist deswegen schlecht weil es sehr konkret gezeichnet ist. hätte er die Sachen nur angedeutet wäre es nicht so aufgefallen.
  • Roderich
    Roderich



    Warum merkt man als Betrachter auf einen Blick, dass das Bild nicht "gut", nicht "stimmig" ist ? Merkt man da eine Unsicherheit im Duktus oder haben die verzogenen Proportionen einen Maximalwert überschritten, ab dem uns unser Gehirn funkt: "So nicht!" oder wie kann man sich das vorstellen?
    Im Unterschied dazu gibt es ja unzählige andere Künstler, die ebenfalls Werke mit völlig unrealistisch verzogenen Proportionen erstellen und wo einem das trotzdem hochästhetisch und stimmig erscheint.




    ist wohl vergleichbar mit dem als "uncanny valley" bezeichnetem Effekt.
    kann sich jemand an die Computerspiele von psygnosis zur 16 bit-Ära erinnern? die sahen auf Standbildern imposant aus, da die verwendeten sprites eine, für die zeit, ungewöhnlich hohe Auflösung hatten, in Bewegung sahen die aber deutlich hölzerner und unrealistischer aus, als die deutlich niedriger aufgelösten die man damals gewöhnlich vorgesetzt bekam.
    Fazit: entweder sehr wage oder eben sehr real darstellen, sonst findet unser Gehirn es "hässlich".
  • Paco
    Paco
    Danke, Nighthawk, dass du als richtiger Künstler zugibst, ähnliche Probleme bei der Beurteilung mancher Werke der zeitgenössischen Kunst zu haben.

    Zu deinem Vergleich mit der Musik: Gibt es dort nicht auch ähnliche Probleme mit den Qualitätskriterien?
    Beispielsweise bei den Hubschrauber-Konzerten von Stockhausen, Schwitters Ursonate (eine in formaler Hinsicht echte Sonate oder einfach eine Laut-Aneinanderreihung?), Zwölftonmusik etc.

    Ich denke, da ist die musikalische Entwicklung parallel zur bildenden Kunst gelaufen und auch im Musik-Bereich haben die Komponisten versucht, die Begriffe von Musik bewusst bis zur Schmerzgrenze zu erweitern.

    Auch bei den genannten Beispielen von Schwitters, Schönberg, Stockhausen würde wahrscheinlich die Mehrheit der Bevölkerung das Gesicht verziehen, allerdings ist da die reflexartige Äußerung: "Kann der Affe im Zoo auch komponieren" nicht ganz so schnell bei der Hand - habe ich zumindest im Musik-Bereich noch nie derart oft gehört wie bei der Kunst.
    Wahrscheinlich liegt das daran, dass jeder im Kindesalter schon einmal unzählige Bilder komponiert hat, so gut wie niemand aber ein Lied oder gar eine Oper.

    es hängt aber auch natürlich jede menge schlechte kunst in museen und ausstellungen. es ist auch viel schwieriger geworden sein urteil bei kunst zu fällen als zb. bei musik. da wird selbt das schlechteste schalegerlied immer noch als musik wahrgenommen. man würde es nicht in eine reihe mit mozart stellen, dem aber auch nicht das prädikat musik absprechen. bei kunst wird zunächst verhandelt, bis dann ein gewisser konsens entsteht, erstmal. ob das dann gute oder schlechte kunst ist, ist wiederum ne andere frage. die kann man allerdings auch für sich selbst beantworten.



  • Paco
    Paco
    Spielt nicht auch die Wahl der Materialien eine große Rolle?
    Die Blei-Zeichnung sieht mir reichlich verwaschen und kraftlos aus.
    Wenn man sich die Zeichnung in tiefschwarzer Kohle vorstellt, hätte sie für meine Begriffe schon deutlich gewonnen - aber trotzdem blieben freilich die extrem verzogenen Proportionen, so dass es die Kriterien eines guten Kunstwerks wohl ebenso verpassen würde - das wäre wohl der gleiche Inhalt, nur in einer schöneren Verpackung.

    Ich denke aber schon, dass auch in der Ölmalerei z.B. ein Kandinsky Schwierigkeiten gehabt hätte, mit Aldi-Ölfarben eine ähnliche Farbbrillianz wie in seinen Werken hinzubekommen...
    das ist deswegen schlecht weil es sehr konkret gezeichnet ist. hätte er die Sachen nur angedeutet wäre es nicht so aufgefallen.


  • siku
    so, da bin ich wieder, die vorübergehende Phase schwachsinniger Beiträge vereinzelter Berliner scheint ja vorüber zu sein, oder die Stammelbrüder befinden sich gerade im Tiefschlaf.
    wie dem auch sei: hier geht's mit dem Thema Kunst weiter.


    Auch bei den genannten Beispielen von Schwitters, Schönberg, Stockhausen würde wahrscheinlich die Mehrheit der Bevölkerung das Gesicht verziehen


    Schwi ters, Schönberg, Stockhausen gehören nicht in einen Topf.


    "Die Mehrheit der Bevölkerung verzieht das Gesicht" nur dann, wenn ihr das Erlebte nicht unmittelbar, sondern mittelbar überbracht wird. Wer in einem Konzert sitzt, wird sich auch für Musik von Arnold Schönberg begeistern können.


    PS. Ratschlag an Hermann: lass die Normalo-Texte weg, die liegen dir nicht! - mach weiter mit deinem unverständlichen Gebrabbel, das ist dann wie beim Informel, da fallen die inhaltlichen Schwächen nicht so auf.

  • siku

    Spielt nicht auch die Wahl der Materialien eine große Rolle?
    [...]
    Ich denke aber schon, dass auch in der Ölmalerei z.B. ein Kandinsky Schwierigkeiten gehabt hätte, mit Aldi-Ölfarben eine ähnliche Farbbrillianz wie in seinen Werken hinzubekommen...

    Bei vielen Kunstwerken spielt die Wahl der Materialien eine große Rolle - und in der Malerei, dass Wissen mit den Umgang der Farben, deshalb sind "Anstreicher" ja auch häufig gute Künstler.

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