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  • Bewerbungsmappe Kunststudium

  • Gast, 1 Bewerbungsmappe Kunststudium
    Hallo liebe Alle!

    Ich habe mich nach ewigem Bauch-, Herz- und Kopfgefühlshinundher dazu entschieden mich für ein Kunststudium zu bewerben. Bisher habe ich Richtung Kulturwissenschaften studiert (mit Schwerpunkten auf Soziologie und Volkswirtschaft) weil es für mich ganz doof gesagt der einfachste Weg war zu dem Zeitpunkt. Ich wusste schon in der Schule damals, dass ich später auf jeden Fall etwas mit Kunst machen will, da mich andere Dinge noch nie SO interessiert und glücklich gemacht haben. Bin dann aber nach meinem Kopf gegangen der sagte "davon wirst du eh niemals leben können, bringt nix, versuchs gar nicht erst!" Vor ein paar Wochen bin ich dann "aufgewacht" und mein Herz hatte meinem Kopf den Mund verboten (entschuldigt bitte die übertrieben bildliche Sprache!). Ich fühle mich wahnsinnig gut seit ich die Entscheidung für mich getroffen habe nun doch in Richtung Kunst zu gehen!
    Bewerben möchte ich mich an mehreren Standorten um meine Chancen auf Aufnahme zu erhöhen, jedoch favorisiere ich bisher die HfbK Dresden sowie die HfbK Hamburg. Ich habe nun etwa ein dreiviertel Jahr Zeit um meine Mappen zu erstellen und habe auch noch vor zu diversen Mappenbesprechungen zu gehen um eventuelle Vorlieben der Hochschulen herauszufinden.
    Was mir nun sehr, sehr weiterhelfen würde, wäre auch ein bisschen Feedback, Tipps, Kritik, Anregungen von all den Künstlern (ob nun studiert oder nicht ist egal) hier auf kunstnet zu den Arbeiten die ich bei mir hochgeladen habe (weitere folgen!).

    Ich freue mich über jede Antwort!
  • El-Meky
    El-Meky Hallo Maria

    Ich habe keine Ahnung, was so alles in eine Mappe rein sollte.
    Aber, könnte ich entscheiden, würde ich dich nehmen,
    weil ein gewisses 'eigenständiges' Talent zu erkennen ist, welches gefördert werden sollte.
    Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass du einen Studienplatz findest
    und lobe deine Bauchentscheidung gegen den 'Kopf/Verstand'!
    Gruß Ella

    Signatur
  • Gast, 1 Hallo Ella
    Schön von dir zu hören! Ich danke dir!
    Beste Grüße
  • Martin Mißfeldt
    Martin Mißfeldt
    Ich habe da mal vor ein paar Jahren etwas zu geschrieben: https://www.martin-missfeldt.de/bewerbungsmappe-kunst-tipps-mappenberatung.php

    Sehr wichtig ist, dass die Auswahlkommission den Eindruck bekommt, dass Du noch was lernen willst und kannst. Das musst Du mit Deinen Werken plausibel darlegen :-)

    Viel Erfolg.
    Gruß, Martin
    Signatur
  • siku
    geh vielleicht mal in Kürze in eine Sprechstunde an den von dir favorisierten Unis, unbedingt!,
    damit du hier keiner Illussion unterliegst. Gibt es kein anderes Studienfach, z.B. Kulturwissenschaften Hildesheim, oder ähnlich.
    Frag mal die Parkgalerie. Ich halte deine Idee nicht für glücklich, oder hast du noch andere Arbeiten als die hier eingestellten?
    Wo wohnst du - Kassel ginge vielleicht.
  • Gast, 1 Antwort
    Vielen Dank Martin für den Link, da ist ja echt einiges zu finden! Klasse!
    Inwiefern kann ich selbst denn meine Arbeiten beurteilen ob sie ausstrahlen, dass ich noch was lernen will/kann? Hast du dazu vielleicht noch 'nen Tipp? Ist ziemlich schwierig zu beurteilen. Ist damit die Vielfältigkeit/Experimentierfreudigkeit gemeint?

    @siku Das mit den Sprechstunden bzw zu den Unis zu gehen habe ich noch vor! Wieso hälst du die Idee für nicht gut? Also was an meinen Arbeiten vermittelt dir das Gefühl, dass ich es nicht einmal versuchen sollte? Es wäre sehr schön direkt dazu mal etwas zu hören, damit ich daraus lernen und mich verbessern kann. Etwas anderes möchte ich nicht machen, nein.
  • Martin Mißfeldt
    Martin Mißfeldt
    Ich finde die Arbeiten alle ganz gut geeignet, um sich damit für ein Kunststudium zu bewerben. Vielleicht soltest Du auch die UdK Berlin in Betracht ziehen - oder zumindest eine Akademie / Uni, wo es eine Tradition der figurativen Malerei gibt (ev. Braunschweig, Münster).
    Nach kurzem Überfliegen würde ich sagen: mehr mit Bildgrößen probieren (z.B. Zeichnung auf A1 oder sogar A0 Format). Zeichnungen mit Tusche und Feder sind auch immer ganz gut, weil man dabei nicht mogeln kann :-)

    Außerdem sind Bildserien auch immer ganz schön, um zu sehen, dass Du Dich auch an Themen "abarbeiten" kannst (über mehrere Wochen). Technische Experiemente sollte ebenfalls als Serie erstellt werden, weil sie sonst zu leicht "genialisch" (effekthascherisch) wirken könnten. Das sollte man vermeiden, weil es "zu fertig" wirkt. Falls Du Skizzenbücher erstellst (Zeichnen unterwegs), ist das auch immer ein ganz gutes Signal, dass es Dir ernst ist.

    Aber was noch ganz wichtig ist: such die die Motive / Inspiration in Deinem echten Leben. Eifere nicht irgendwelchen Vorbildern in der Kunstgeschichte hinterher. Überlege stattdessen, was die Motive aus Deinem persönlcihen Lebensumfeld sind, die Dich inspirieren. Denn das wird es sein, was Deinen künstlerischen Werdegang ausmacht...

    Nochmal viel Erfolg :-)
  • siku


    @siku Das mit den Sprechstunden bzw zu den Unis zu gehen habe ich noch vor! Wieso hälst du die Idee für nicht gut? Also was an meinen Arbeiten vermittelt dir das Gefühl, dass ich es nicht einmal versuchen sollte? Es wäre sehr schön direkt dazu mal etwas zu hören, damit ich daraus lernen und mich verbessern kann. Etwas anderes möchte ich nicht machen, nein.


    nein, deine Arbeiten vermitteln mir nicht das Gefühl, dass du es nicht versuchen solltest.
    Nicht das Studium sollte "die schönste Zeit des Lebens sein", sondern das Berufsleben danach! Da du schon mit Kulturtheorien angefangen hast, würde ich das, vielleicht in einem ähnlichen Studienfach weiter durchziehen, mindestens parallel, falls möglich. Was willst du mit freier Kunst anfangen? Es gibt doch noch andere Studienrichtungen: Kunst auf Lehramt, angewandte Grafik, bei xing gibt es eine Gruppe Kulturmanagement/ Artsmanagement schau doch dort mal rein. -

    Heute muss ja gleich alles diesen Knalleffekt haben, um überhaupt wahrgenommen zu werden, und den vermitteln mir deine Arbeiten nicht, deshalb sind sie aber nicht schlecht.
    Ich will dir die Freude an Kunst nicht mies machen, sondern nur anregen, mal mit einem sachlichen Blick in die Zukunft zu schauen.
    Es hilft dir doch nicht, wenn all die Leute, die auch irgendwann mal von einem Kunststudium geträumt haben : "toll" schreiben.

    Dafür wird es gleich wieder "rot" regnen ;-).

  • Martin Mißfeldt
    Martin Mißfeldt
    Da hat siku natürlich recht - eine sichere Zukunft hast Du mit einem Kunststudium sicherlich nicht. Zeitgenösssiche Kunst wird im Wesentlichen von einem Kunstmarkt diktiert, der keinerlei hähre Ziele mehr verfolgt. Die bewunderten Künstlerbiografien der Vergangenheit sind heute oft Spielbälle des Marktes.
    Ich habe keine aktuellen Zahlen dazu, aber seinerzeit haben es ca. 10% der Kunstabsolventen geschafft, die ersten Jahre über die Runden zu kommen. Langfristig waren es 2-3 %, die sich als Künstler etablieren konnten. Das ist in der Tat keine sichere Perspektive...

    Aber: wenn man mit Leidenschaft bei der Sache ist, kannst Du sehr viel lernen, was Dir später nützlich sein kann. Aus mir ist auch kein Künstler geworden, aber hey: ich bin zufrieden :-)
    Signatur
  • otto_incognito
    otto_incognito


    @Maria Kitzing,

    erstmal Hallo und zu deinen Bildern - mein erster Eindruck insgesamt ist der, daß du tendentiell
    die Themen und Genres abarbeitest, und das ist jetzt gar nicht despektierlich gemeint, sondern
    nur in Hinblick darauf, wie sie als Bestandteile einer Bewerbungsmappe wirken könnten.
    Ich erzähle mal was aus meinem Nähkästchen: ich habe mich seinerzeit selbst für ein Kunst-
    studium beworben und mußte mir dazu eben auch eine Bewerbungsmappe zusammenbasteln.
    Aus dem Studium ist dann aus privat/wirtschaftlichen Gründen leider oder gottseidank (weiß
    nicht sogenau) nichts gworden, aber mit meiner Mappe habe ich bestanden.
    In dieser Mappe waren auch so ein paar Übungen, was Technisches, zwei Portraits und ein
    Faltenwurf von Irgendwas. Damit war nichts zu reißen, auch wenn es so ganz ordentlich
    gemacht war und das wußte ich.
    Aber das Eigentliche war, daß ich hemmungslos gemacht habe, was mir damals gerade am
    meisten Spaß gebracht hat. Und zwar habe ich mir aus Pappe ein wirklich überdimensionales
    Heft zusammengeklebt und vollgemalt und in die Seiten verschieden geformte Löcher geschnitten,
    derart, daß beim Umschlagen der Seite ein Teil des vorigen Bildes auf der nächsten Doppelseite
    wieder ein Teil des nächsten wurde und soweiter, das ganze Heft durch und somit ein einziges Bild
    und gleichzeitig eine Bildergeschichte wurde. Und ich schwöre. das Teil war alles andere als
    technisch ausgereift, es troff geradezu von Fehlern, aber es hatte, hat es jetzt noch, eine gewisse
    ( vielleicht sogar etwas kindliche:D ) Leidenschaftlichkeit und Charme.
    Das erzähle ich mal so , in welche Richtung eine Mappe gehen kann und darf.

    Gruß, Otto

    Mein Motto:
    Ich befinde mich in dauerndem Streit mit oTTo.
    Gruß,OttO
  • Gast, 1
    @siku: Nein alles gut! Wie ich ja bereits ganz oben geschrieben habe, freue ich mich über jede Antwort! Dein erster Kommentar war mir aber zu "hingeworfen", damit konnte ich nichg so viel anfangen, deshalb hatte ich nochmak nachgefragt. ;)

    Mir ist durchaus bewusst, dass die Chancen von der freien Kunst allein später einmal leben zu können gegen 0 gehen, aber allein das Schaffen macht mich glücklich, ich habe andere Dinge ausprobiert (sicher noch nicht alles, dafür bin ich zu jung) die mich nicht glücklich gemacht haben. Ich möchte das studieren um meinem Innersten Freude zu schaffen indem ich mich mit dem Beschäftigen kann, was mir Spaß macht, ohne nebenher von Volkswirtschaft oder Ähnlichem abgelenkt zu werden (wie es im letzten Studium war, gemalt habe ich ja nebenbei trotzdem).
    Es ist ja nun auch nicht so, dass mir die Idee Kunst zu studieren erst gestern mal in den Sinn gekommen ist und ich dann mal eben alle Bilder hier hochgeladen habe und nun darauf warte, ganz viele "toll's" abzusahnen :D
    Ich bin ein sehr grüblerischer Mensch und wäge seit seit weit über 'nem Jahr ab was mir in meinem zukünftigen Leben wichtiger sein soll: Sicherheit oder Freude - und ich habe mich aus meinem Innersten heraus und nach vielen langen Gesprächen mit mir vetrauten Menschen (von denen mir auch einige ehrlich gesagt haben, dass sie die Entscheidung nicht besonders gut/klug/nachvollziehbar finden würden) für die Freude entschieden. Und damit fühle ich mich sehr befreit. Ich habe nur dieses eine Leben und ich möchte es so früh wie möglich nach meinen Wünschen gestalten. Ich muss finanziell nicht von meiner Kunst leben können, solang ich es emotional und gefühlsmäßig kann, reicht mir das aus! Ein Brotjob nebenher findet sich immer!
    Ist nett von dir, dass du dich um meine Zukunft sorgst, aber das musst du nicht und das will ich nicht. Ich tu es schließlich auch nicht! ;)

    Und wie bereits oben geschrieben, hatte ich Kulturwissenschaften angefangen weil es am bequemsten war, habe aber feststellen müssen das das einfach nicht meins ist und ich möchte damit weder weiter machen, noch in diesem Bereich arbeiten.

    Ich danke euch für eure Ratschläge!

    @Otto Das klingt wirklich spannend! Das sind so Sachen auf die muss man ja trotzdem erst einmal kommen! An welchen Hochschulen hattest du dich beworben bzw an welcher wurde deine Mappe angenommen?
  • Gast, 6
    Hallo Maria, nun sind sie da, die Kommentare. Daher:


    Entscheiden ist, dass du genügend Mut hast, vermiefte Erwachsenratschläge a la Siku, die dir lediglich ihre erstarrte Realitätswahrnehmung auch für dich verbindlich verkaufen wollen, nicht allzu ernst zu nehmen.

    Es geht um deinen Lebensentwurf und nicht, ob du einem Kunstmarkt, der sich selbst immer verändert und keine Gottheit ist, in den Arsch passt. Die Zeiten ändern sich und du dich mit ihnen. Keine Sikus und keine Lebensberater, gesponsert von der Sparkasse Leverkusen, können dir in deinen entwicklungsfähigen Kopp gucken. Vielmehr haben auch die ihre psychischen Dispositionen, Wege als nicht gangbar zu erklären oder warum sie ihn nicht selbst gegangen sind.

    Deine Arbeiten haben ansatzweise Humor und bleiben offen genug, um den Betrachter nicht gefangenzunehmen - aber eben nicht immer. Ich weiss es nicht, es ist ja dein Weg (nimm also meinen Kommentar auch nicht zu ernst), aber entdecke dich da selbst und nehme Ratschläge anderer nicht gewichtiger als winzige Bausteine für die eigene Welterarbeitung. Hab Mut, dich in all deinen "Unzulänglichkeiten" in ein Thema zu stürzen, was dir etwas bedeutet.

    Mach dich transparent, in dem du Dinge nicht in Perfektion sterben lässt, sondern sie als Dokumentation deiner Suche festhält. Das hat was mit Redlichkeit zu tun und die kann man nicht simulieren - schon garnicht, indem man Ratschlägen von Besserwissern hinterherkriecht.

    Ottos Kommentar fand ich super, Sikus für den Müll.

    LG, Hermann
  • Gast, 1
    Hallo Hermann!

    Ich danke danke danke dir für deinen Beitrag! Damit hast du mir den Abend versüßt!
    Viele liebe Grüße
  • Roderich
    Roderich
    wenn du es schaffst das sogar das blaue ei etwas konstruktives schreibt - kannst du es weit bringen im leben.
    viel glück auch von mir. :)
    Signatur
  • otto_incognito
    otto_incognito



    @Otto Das klingt wirklich spannend! Das sind so Sachen auf die muss man ja trotzdem erst einmal kommen! An welchen Hochschulen hattest du dich beworben bzw an welcher wurde deine Mappe angenommen?


    Ich hatte damals einen paradiesischen Leerlauf in meinem Leben und nahm das als Gelegenheit,
    meinen alten Traum, Kunst zu "studieren", in die Tat umzusetzen. Beworben habe ich mich damals
    an der Aka Düsseldorf, weil das nicht so weit weg ist von Köln. Nur leider endete mein kleines, kurzes
    Paradies und die blöde Lebensrealität schlug dann doch wieder mit aller Wucht zu und ich mußte
    andere Sachen machen. Etwas bitter, zuerst - aber letztlich doch nicht so schlimm :)

    Signatur
  • Roderich
    Roderich
    @otto_incognito
    bewirb dich doch nochmal mit Castor.
    soll er deinen traum für dich leben und du mit dabei als medium und unversalübersetzer. :D
    Signatur
  • siku Hermann und die Spießer
    Hallo Maria, nun sind sie da, die Kommentare. Daher:


    Entscheiden ist, dass du genügend Mut hast, vermiefte Erwachsenratschläge a la Siku, die dir
    lediglich ihre erstarrte Realitätswahrnehmung auch für dich verbindlich verkaufen wollen, nicht allzu ernst zu nehmen.
    kluger Hermann, spendiere Maria mal was aus deiner Fäkaliensammlung - oder war es nur ein Glas Nutella?

    Es geht um deinen Lebensentwurf und nicht, ob du einem Kunstmarkt, der sich selbst immer verändert und keine Gottheit ist, in den Arsch passt. Die Zeiten ändern sich und du mit ihnen. Keine Sikus und keine Lebensberater, gesponsert von der Sparkasse Leverkusen, können dir in deinen entwicklungsfähigen Kopp gucken. Vielmehr haben auch die ihre psychischen Dispositionen, Wege als nicht gangbar zu erklären oder warum sie ihn nicht selbst gegangen sind.
    genau, dann wird sie in der gleichen Schei...e wühlen dürfen wie du, oder als Bukowski-Verschnitt enden. Das sind sonnige Lebensaussichten. - außerdem erspart das später die jährliche Steuererklärung.
    Des Kaisers Neue Kleider haben keine Taschen - aber dafür einen groß-künstlerischen Habitus.

    Deine Arbeiten haben ansatzweise Humor und bleiben offen genug, um den Betrachter nicht gefangenzunehmen - aber eben nicht immer. Ich weiss es nicht, es ist ja dein Weg (nimm also meinen Kommentar auch nicht zu ernst), aber entdecke dich da selbst und nehme Ratschläge anderer nicht gewichtiger als winzige Bausteine für die eigene Welterarbeitung. Hab Mut, dich in all deinen "Unzulänglichkeiten" in ein Thema zu stürzen, was dir etwas bedeutet.
    Amen


    Ottos Kommentar fand ich super, Sikus für den Müll.

    LG, Hermann


    och, ohne Überraschung, du leierst....


  • otto_incognito
    otto_incognito Braucht jemand einen gebrauchten Tisch?

    @otto_incognito
    bewirb dich doch nochmal mit Castor.
    soll er deinen traum für dich leben und du mit dabei als medium und unversalübersetzer. :D


    Von wegen Traum, von wegen Kunst!
    Solange Castor seine Pfoten unter meinem Tisch streckt, muß er das tun, was ich sage !!
    Ich habe ihm befohlen, eine Schreinerlehre zu beginnen !!!
    :D




    Signatur
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  • Doktor Unbequem

    Ottos Kommentar fand ich super, Sikus für den Müll.

    LG, Hermann


    huhu Klo!
    Ist ja wieder eine niedliche schwarz-weiss-sicht, die du da ablässt!

    ... und dazu immer "schön" feindbildkeime säen... ;)
  • Gast, 1 Hallo
    Eigentlich sollte es hier, wenn möglich, eher um Kommentare zu meinen Arbeiten gehen und nicht um, vermutlich gutgemeinte Ratschläge einen anderen Lebensweg einzuschlagen oder gar das Niedermachen von Kommentaren anderer (das hätte Hermann sich auch ersparen können, ich musste aber dennoch schmunzeln und abgesehen davon fand ICH seinen Beitrag sehr hilfreich, und darum geht es doch in diesem Thema oder nicht?!). Wenn ich eine Lebensberatung brauche, dann frage ich explizit danach. Und wenn zu meinen Arbeiten nichts konstruktives zu schreiben ist, dann lasst es doch einfach!?

    Wirklich geholfen um weiterzudenken haben mir bisher Martin, Otto und Hermann mit Ihren Tipps. Ich danke euch dafür!

    Beste Grüße,
    Maria
  • Doktor Unbequem


    genau, dann wird sie in der gleichen Schei...e wühlen dürfen wie Klo-Hermann, oder als Bukowski-Verschnitt enden. Das sind sonnige Lebensaussichten. - außerdem erspart das später die jährliche Steuererklärung.



    also ich denke eher, dies war der beste tipp...
    leben auf ´nem endzeitlevel sozusagen...
    Signatur
  • siku
    Eigentlich sollte es hier, wenn möglich, eher um Kommentare zu meinen Arbeiten gehen und nicht um, vermutlich gutgemeinte Ratschläge einen anderen Lebensweg einzuschlagen [...]Wenn ich eine Lebensberatung brauche, dann frage ich explizit danach. Und wenn zu meinen Arbeiten nichts konstruktives zu schreiben ist, dann lasst es doch einfach!?

    Wirklich geholfen um weiterzudenken haben mir bisher Martin, Otto und Hermann mit Ihren Tipps. Ich danke euch dafür!
    Maria


    Hallo liebe Alle!
    Ich habe mich nach ewigem Bauch-, Herz- und Kopfgefühlshinundher dazu entschieden mich für ein Kunststudium zu bewerben. Bisher habe ich Richtung Kulturwissenschaften studiert (mit
    Schwerpunkten auf Soziologie und Volkswirtschaft) weil es für mich ganz doof gesagt der einfachste Weg war zu dem Zeitpunkt. Ich wusste schon in der Schule damals, dass ich später auf jeden Fall etwas mit Kunst machen will, da mich andere Dinge noch nie SO interessiert und glücklich gemacht haben. [...]
    Ich freue mich über jede Antwort!


    du freust dich offensichtlich nicht über jede Antwort, dann füge beim nächsten Versuch Streicheleinheiten einzuholen.
    z.B. hinzu
    "Bitte nur Zustimmung und lustige Antworten - und bloß nicht an der Realität kratzen"

    Hier im Forum wird eben nicht nur geschrieben: super, toll, würde ich auch so machen - dafür gibt es schon kn-Galerie.

    Viel Glück für deinen künstlerischen Lebensweg - das wirst du brauchen
  • Gast, 9 selektives Lesen verhindert natürlich klares Verstehen
    Liebe Siku, leider hast Du wieder einmal aus dem Zitat ausgeblendet, was zum Verstehen des Gemeinten maßgeblich ist.

    "Was mir nun sehr, sehr weiterhelfen würde, wäre auch ein bisschen Feedback, Tipps, Kritik, Anregungen von all den Künstlern (ob nun studiert oder nicht ist egal) hier auf kunstnet ZU DEN ARBEITEN, die ich bei mir hochgeladen habe (weitere folgen!).

    Ich freue mich über jede Antwort!"

    Wie klar muss sich jemand für Dich denn noch ausdrücken?

    PS Hast Du mir nicht neulich erklärt, wie gut echte Künstler verdienen oder ansonsten subventioniert werden?
  • Martin Mißfeldt
    Martin Mißfeldt
    Hallo Maria,
    diese Forum hier muss man "lesen" lernen. Ich erwähne das nur deshalb, weil viele destruktive Kommentare hier offensichtlich exemplarisch dafür sind, wie sich (gescheiterte) Künstlerlaufbahnen entwickeln können. Ob diese Leute Kunst studiert haben oder nicht, weiß ich nicht. Aber sie nehmen sich teilweise sehr wichtig und haben großes Vergnügen daran, sich selber auf Kosten anderer in der Vordergrund zu drängen.

    Kurzum: einfach herausfiltern, was Dich weiterbringt - und alles andere ignorieren. Das Ignorieren unangemessener Kritik ist eh eine wichtige Übung für Künstler :-)
  • siku
    Liebe Siku, leider hast Du wieder einmal aus dem Zitat ausgeblendet, was zum Verstehen des Gemeinten maßgeblich ist.

    "Was mir nun sehr, sehr weiterhelfen würde, wäre auch ein bisschen Feedback, Tipps, Kritik,
    Anregungen von all den Künstlern (ob nun studiert oder nicht ist egal) hier auf kunstnet ZU DEN ARBEITEN, die ich bei mir hochgeladen habe (weitere folgen!).

    Ich freue mich über jede Antwort!"

    Wie klar muss sich jemand für Dich denn noch ausdrücken?

    PS Hast Du mir nicht neulich erklärt, wie gut echte Künstler verdienen oder ansonsten subventioniert werden?


    dir persönlich habe ich wohl kaum etwas erklärt, der Beitrag müsste allgemein formuliert gewesen sein. Vielleicht suchst du mein Zitat ja mal raus, wenn dir das so wichtig erscheint.

    Ich habe mich schon zu der Frage von Maria geäußert, meine Antwort gefiel ihr offensichtlich nicht, dann hat sie nachgefragt. Die Antwort darauf war aber offensichtlich schon schlimmer als mein erster Beitrag. - in diesem Thread soll es offensichtlich laufen wie in der Galerie: nur Zustimmung bitte. - Dann sollte man die Frage auch so formulieren.

    Wer so dünnhäutig ist und auf meine harmlosen Beiträge gleich so zickig reagiert wie Maria, sollte sich tatsächlich fragen, ob er den Kunstbetrieb aushält.

  • Doktor Unbequem



    PS Hast Du mir nicht neulich erklärt, wie gut echte Künstler verdienen oder ansonsten subventioniert werden?


    vll. liegt die betonung auf "echte" ?!
    ^^
    Signatur
  • otto_incognito
    otto_incognito
    Hä?

    Ah!

    Falsche Taste gedrückt... :)

    Signatur
  • otto_incognito
    otto_incognito





    Wer so dünnhäutig ist und auf meine harmlosen Beiträge gleich so zickig reagiert wie Maria, sollte sich tatsächlich fragen, ob er den Kunstbetrieb aushält.



    So zickig oder dünnhäutig kommt die mir gar nicht vor.
    Allerdings kann man ihrem Eingangspost deutlich entnehmen, daß sie das Für und Wider
    einer Künstlerlaufbahn schon recht lange überdacht und auch mit Leuten durchdiskutiert
    hat, also daß sie Argumente a la siku wahrscheinlich schon bis Zum.Geht.Nicht.Mehr gehört
    hat und hier mal auf unzensierte + vielleicht persönlichere Kommentare gehofft hat.
    Wer natürlich gewohnt ist, nur Angelerntes weidezukäuen, wird so ein Anliegen schnell
    mal überlesen.
    p:s: die aktuelle Zukunft scheint mir insgesamt so ungewiß wie die Jahrzehnte zuvor nicht,
    das spricht schon fast wieder für ein Risiko, der eigenen Neigung zu folgen. Aber das ist
    nur eine Hypothese von mir ;)


    Signatur
  • Gast, 1


    Wer so dünnhäutig ist und auf meine harmlosen Beiträge gleich so zickig reagiert wie Maria, sollte sich tatsächlich fragen, ob er den Kunstbetrieb aushält.



    Ist das dein Ernst? :D
    Okay dann versuche ich dir mal auf anderem Wege entgegenzukommen. Du hast absolut Recht siku! Ich werde wohl das tun, was du mir geraten hast und einfach Kulturwissenschaftlerin werden. Bringt ja auch nix, jetzt hier auf alle anderen gutgemeinten Tipps zu hören, wenn ich doch die wahre Realität schon von dir auf dem Silberteller serviert bekommen habe. Ich DANKE dir tausendfach!
    Besser? ;-)
  • nighthawk
    nighthawk
    moin maria,
    ich hab mir mal deine galerie angeschaut und würde dir raten, dich nicht so auf hamburg oder dresden zu versteifen. diese hochschulen sind ziemlich überlaufen, weil an attraktiven standorten gelegen, ziehen sie irgendwelche hipster-kids wie das licht die motten an. außerdem laufen da echt schräge, völlig verkorkste typen als professoren rum, die fast nie da sind und sich auch sonst nicht für ihre studenten interessieren, und so unangenehme arschkriecherheinis als assistenten haben. ich habe mal einen getroffen, der mal ne zeit lang bei daniel r. in b. studiert hat. er hat ihn im ganzen studium nur zwei mal gesehen, oder so. war nicht so toll, meinte er.
    such dir einen netten, gemütlichen laden irgendwo in der provinz: kiel oder münster zb, oder kassel wurde hier auch schon erwähnt. wirst ein nettes, angenehmes studium haben, und später die besten erinnerungen daran. denn darum geht es eigentlich, mehr als schöne erinnerungen wirst du aus so einem kunststudium nicht mitnehmen können.

    ja, sonst in meinem studium, so vor 10 jahren, waren 70-80% frauen. in meinem meisterschülerjahrgang waren von 10 leuten ganze 3 männer. und das war schon viel. oft hattest du nur einen, und selbst der war dann meistens schwul. bei den mädels habe ich durchweg immer die gleiche vorgehensweise beobachtet. die schnappten sich irgendwann mal im verlauf des studiums einen angehenden mediziner, bwler oder jurastudenten als freund. kurz vor dem diplom wurde geheiratet und bei der meisterschülerprüfung standen sie mit dickem bauch da, oder hatten schon ein baby im tragetuch. danach hab ich nie was von denen gehört. das studium hat sich aber trotzdem voll gelohnt für sie, denke ich. deswegen weiß ich nicht, was die ganzen besorgten tanten hier haben. die wahrscheinlichkeit, dass du mit deinem kuwi-studium später halbtags als aushilfskraft bei aldi arbeitest, ist genau so groß. wir sind ja schließlich nicht mehr in den 70-ern, wo jeder verkiffte hippie nach 18 sem. philosophie und politikwissenschaften eine festanstellung beim städtischen grünflächenamt bekam und dann seine abgebrochene kunstgeschichtsstudentin heiratete. danach war alles klar: haus, auto, zwei urlaube im jahr und das ganze wohlstandsprogramm bis zur rente, dann wurde von der ausgezahlten lebensversicherung ein wohnmobil gekauft, um damit noch mal die ganzen schönen urlaubsorte mit den tollen erinnerungen aufzusuchen. wenn du so eltern hast, kannst dich gleich bei ihnen bedanken, für die schöne kindheit und die verkorkste zukunft, weil sie deine ressourcen in ihrem unbedachten wohlstandswahn gleich mitverbraucht haben. du hast definitiv die arschkarte gezogen, dich erwartet jetzt maloche zum mindestlohn in unsicheren arbeitsverhältnissen bis zur rente, die du nicht bekommst, wegen den ganzen verwöhnten, hedonistischen, zum großen teil kinderlos gebliebenen "babyboomern", die dann auch noch da sind und sich nicht die butter vom brot nehmen lassen werden, weil sie dann politisch die mehrheit bilden. wenn du nach 1980 geboren bist, wirst du schon bei den nächsten bundestagswahlen zu den 15% der wahlberechtigten gehören. die über 50-jährigen zu den 50% (hab ich mal vor kurzem in einer schlauen zeitung gelesen.)
    die richtung ist dann ziemlich klar, denke ich. du wirst einkommenstechnisch in den nächsten 20 jahren sowieso nicht zu den gewinnern zählen. und das ganz egal, was du studiert hast. also kannst du auch getrost künstlerin werden. :)

    ich selbst bin immer noch dabei und auch recht erfolgreich für meine verhältnisse. sprich, ich muss nichts anderes machen als malen. das habe ich mir so eingerichtet. habe aber auch zwischendurch von hartz 4 gelebt und muss auch heute noch manchmal rumrennen und wohngeld, kinderzuschlag uns so weiter beantragen, weil ich zwei kinder habe und eine lustige langzeitstudentin als ehefrau, und somit praktisch alleinverdiener bin. ja, es geht alles.
    ich habe aber auch nie was anders gewollt, mich nie jahrelang rumgeplagt mit so doofen gedanken wie: "Ich habe mich nach ewigem Bauch-, Herz- und Kopfgefühlshinundher dazu entschieden mich für ein Kunststudium zu bewerben." alter!
    ich musste umwege gehen und erst andere dinge machen, weil man mich nicht gleich rangelassen hat. ich habe zwölf ablehnungen oder so kassiert an diversen kunsthochschulen. also mit "bauch- herz- und kopfhinundher" wirst du nicht glücklich im kunstbetrieb, du musst dir deiner sache schon sehr sicher sein.
  • Gast, 1 Hallo @nighthawk !
    Schön von dir zu hören und wirklich schön dass du es geschafft hast deinen Traum zu leben! :)

    Du hast Recht, um etwas durchzuziehen muss man sich seiner Sache vollkommen sicher sein. Wenn ich ganz ehrlich bin schlummert in mir aber auch schon immer das "etwas anderes als Kunst will ich nicht machen". Während der Schulzeit wollte ich unbedingt in einen Kunstleistungskurs, hat aber nicht geklappt da zu wenig Leute sich anmeldeten. Nach meinem Abi wollte ich ein FSJ Kultur im Kunstmuseum machen, hat geklappt. Danach wollte ich Kommunikationsdesign studieren, da ich dachte das hätte noch am ehesten etwas mit Kunst zu tun, weil ich mir einredete (vermutl auch durch Kommentare von außen), dass es sich nicht lohnen würde es mit einem reinen Kunststudium zu probieren. Hatte mich aber zu wenig informiert über KD und auch nicht richtig vorbereitet etc, weshalb ich innerhalb von 2 Jahren mit 4 Bewerbungen abgelehnt wurde. Inzwischen hatte ich dann das KuWi Studium begonnen, was ursprünglich nur erstmal als Überbrückung gedacht war. Zwischenzeitlich hab ich mich dann aber ein wenig selbst verloren und kam vor einiger Zeit wieder zu mir und habe mich noch einmal intensivst selbst gefragt, warum ich es nicht mit Kunst probiert habe und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich JETZT dafür entscheide, da es höchste Zeit ist und ich mich später schwarz ärgern würde, wenn ich es nicht einmal versucht hätte!

    Achso und danke noch für die Tipps zu den Hochschulen! Ja ich habe mich da jetzt auch noch nicht so dran festgebissen, die beiden wären mir nur von der Stadt her am liebsten, vor allem DD. Aber wie gesagt, ich habe ja noch etwas Zeit und schaue während der Mappenentstehung zu welcher Hochschule ICH wohl am besten passen würde und nicht umgekehrt. :)
    Liebe Grüße
  • Gast, 11 HFBK ist beste...
    look some friends...;-))))

    HFBK HAMBURG | BE PART OF ART
  • synafae
    synafae
    Ja, einfach machen. Ich komme ebenfalls so klar, auch wenn die Medaille zwei Seiten hat, wie nighthawk schon beschrieb. Denn es ist nicht nur eitel Sonnenschein, sondern das Geld muss man sich schon hart erarbeiten (wobei es auch recht wahrscheinlioch nicht unbedingt regelmäßig fließen wird). Malen, Illustrieren, Zeichnen, aber es könnte sich später auch in eine andere Richtung entwickeln oder erweitern, wie bei mir geschehen. Ich gebe z.B. neben der Malerei und Illustrierung noch Weiterbildungs-Seminare in Grafikprogrammen oder kam über Umwege dazu, Plastiken für Geschäftsleute herzustellen. Immer ne gute Einnahmequelle ist auch Layouten. Du siehst hier - und das noch in kleinen Ansätzen - wie weit das Feld der künstlerischen Gestaltung geht. Ob du dich nun einer Sache verschreibst, oder offen für mehrere Sparten bleiben willst, es geht einiges...
    Indem wir uns um Originalität bemühen, können wir uns beim Leben bedanken.
  • nighthawk
    nighthawk
    Schön von dir zu hören und wirklich schön dass du es geschafft hast deinen Traum zu leben! :)

    na ja, ich wäre sonst irgendwann mal als penner unter der brücke gelandet, bei meinem charakter. so gesehen, war das kein traum sondern die pure notwendigkeit.
    Danach wollte ich Kommunikationsdesign studieren, da ich dachte das hätte noch am ehesten etwas mit Kunst zu tun, weil ich mir einredete (vermutl auch durch Kommentare von außen), dass es sich nicht lohnen würde es mit einem reinen Kunststudium zu probieren. Hatte mich aber zu wenig informiert über KD und auch nicht richtig vorbereitet etc, weshalb ich innerhalb von 2 Jahren mit 4 Bewerbungen abgelehnt wurde.

    das hab ich auch mal studiert zwei jahre lang. wurde gleich genommen, erstaunlicherweise. aber das war ein großer fehler. habe dadurch meinen bafög-anspruch verloren.

    sonst mach das wie du denkst. verlieren kannst du nicht viel dabei. das habe ich dir ja schon erklärt, was dich in zukunft als jungen menschen erwartet, wenn es so weiter läuft, wie es läuft. das war kein spaß. :)



  • Gast, 1
    @nighthawk Notwendigkeit find ich gut! ;)

    Darf ich dich fragen wie du dann im Kunststudium über die Runden gekommen bist ohne Bafög? Kann man sich die Kurse selbst ein bisschen so schieben, dass dann noch 'n kleiner Job dazwischen passt bzw wie war das bei dir?

    @synafae Das klingt trotzdem total interessant! Ich gehe auch nicht davon aus, später einmal wohlhabend in meinem Atelier zu sitzen und mich zu freuen, aber ich möchte mich dennoch kreativ ausleben können, in welcher Sparte auch immer. Kann mir zB auch gut vorstellen, später nebenbei Kurse zu geben/anderen zu helfen oder Ähnliches (soetwas habe ich während meines FSJ's auch schon ein bisschen gemacht und das war echt schön eigentl.) :)
  • magnusmalfix
    magnusmalfix So lasset uns ein Apfelbäumchen pflanzen....
    Nighthawk, das klingt ja alles sehr bedrohlich..... dennoch, früher gab es Pest, Kriege und was weiß ich sonst noch für Risiken des Lebens. Wer sich nicht in Gefahr begibt, der kommt darin um.... :)
    Also sage ich dir Maria: ... einfach machen, alles kommt von selbst, insbesondere wenn man ein "halbvolles Glas" dabei hat :D
    sei frohen Mutes, denn wenn es läuft kommt so oft noch Glück dazu... Du scheinst im Kopf flexibel und nicht romantisch verklärt, unbedingt ein Richter werden zu wollen. Dann kann es eigentlich nur gelingen. Viel Vergnügen :)




    Signatur
  • nighthawk
    nighthawk

    Darf ich dich fragen wie du dann im Kunststudium über die Runden gekommen bist ohne Bafög? Kann man sich die Kurse selbst ein bisschen so schieben, dass dann noch 'n kleiner Job dazwischen passt bzw wie war das bei dir?

    das einkommen speiste sich aus verschiedenen quellen: meine mutter hat mich unterstützt, auch mein opa überraschenderweise, obwohl er immer geschimpft hat, dass ich so ein "hausfrauenstudium" mache, statt was vernünftiges, maschinenbau zb. aber es gab immer geld, bei jedem besuch und das nicht zu knapp. ich habe im sommer in einer fabrik gearbeitet und habe schon sehr früh versucht meine sachen zu verkaufen, was auch ganz gut klappte (auch um meinem opa es zu beweisen). einmal habe ich ein bild für 1500€ verkauft, hab das stolz meinem opa berichtet, er glaubte mir nicht. ich habe ihm ein kontoauszug mit der summe gezeigt und meinte, es gibt leute, die noch viel mehr geld für kunst auszugeben bereit sind. er meinte nur, er wäre froh nicht mehr so lange in dieser bekloppten welt leben zu müssen, wo irgendwelche perversen leute mit zu viel geld, einem rotznasigen drittsemestler, der bedauerlicherweise auch noch sein enkel ist, für ein stück bemalter leinwand einen ganzen monatslohn bezahlen.
    ich glaube, er war mächtig stolz auf mich.

    ja, zu den kursen brauchte man eigentlich gar nicht zu gehen, wichtig war das wöchentliche plenum mit dem professor. da saßen wir immer, tranken kaffee, aßen kekse und unterhielten uns über dies und das. einmal da saßen wir alle schon, der prof. machte die keksdose auf und stellte fest, dass sie leer war. er stand auf, entschuldigte sich, bat uns kurz auf ihn zu warten, setzte sich in seinen wagen, fuhr zum nächsten supermarkt und holte eine neue. er war wie eine mutti zu uns. man musste halt irgendwann mal genug scheine haben, um zum diplom zugelassen zu werden.

    ps. es gab zum beispiel "technikscheine" so für maltechnik, radierung oder siebdruck und so. ein kommilitone von mir der klangkunst studierte und nicht malen konnte, bekam welche vom prof. wenn er ihm die tischlampe reparierte oder ein paar neue programme auf seinem mac installierte (technikscheine halt). für mich wurde extra ein schein erfunden, weil mir noch einer fehlte, dachte sich mein maltechnikehrer einen schein für "altmeisterliche lasurenmalerei" aus. ging alles durch beim prüfungsamt, weil interessierte sowieso niemanden.

  • Gast, 1
    @magnusmalfix Schöne Worte, Ich dank dir! :)

    @nighthawk Ohh ich mag deinen Schreibstil, das Lesen deiner Storys macht echt Freude! :D



    man musste halt irgendwann mal genung scheine haben, um zum diplom zugelassen zu werden.

    Inwiefern das? Bezahlt man für seinen Abschlusstitel? (Im Ernst, über Diplom usw habe ich mich bisher noch nicht so sehr informieren können)
    Macht es eigentlich einen Unterschied als Künstler mit Diplom abzuschließen oder mit Bachelor/Master of Fine Arts?

  • nighthawk
    nighthawk
    Nighthawk, das klingt ja alles sehr bedrohlich.....

    was denn, der weltuntergang? otto von bismarck pflegte immer zu sagen, wenn der kommt, sollte man nach mecklenburg gehen. da passiert alles 100 jahre später. :)

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