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  • Bedeutung abstrakter und informeller Kunst

  • Gast, 1 Bedeutung abstrakter und informeller Kunst
    die bedeutung von abstrakter und informeller Kunst Rezension meiner Ausstellung meine Antwort 1 darauf meine Antwort 2 darauf
  • Doktor Unbequem
    da tun mir ja die augen weh, wenn ich´s lesen wollte...!
    was mag das bedeuten?
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  • Gast, 3 Geltungsdrang?
    Wie schön für Dich, aber was soll ich damit anfangen, außer dass ich jetzt weiß, dass man Dich in der Zeitung erwähnt hat? Schreib doch einen Beitrag im Forum zu abstrakter und informeller Kunst, wenn es Dir wichtig ist,
  • siku
    die bedeutung von abstrakter und informeller Kunst Rezension meiner Ausstellung meine Antwort 1 darauf meine Antwort 2 darauf


    die Schrift ist zu klein, um zum Lesen einzuladen. - Wer sich mit dem Informel nicht schon vorher beschäftigt hat, wird die eingestellten Texte wohl kaum lesen. Frage deshalb:
    warum wurde die Texte eingestellt?

    Ich werde dennoch mal "ein Fass aufmachen", um eine evtl. Diskussion anzuregen.

    Zitat des letzen Satzes des zweiten Widerspruchs" des Künstlers:
    "„Dem Informel und ganz allgemein der abstrakten Kunst gehört die Zukunft“, so jedenfalls behauptet das auch der Quantenphysiker Prof.Dr. Thomas Görnitz“, die Kunst in der Zukunft kann nur abstrakt sein“"


    Kann man von der Aussage eines Physikers, der dazu noch 1943 geboren, in seiner Schaffenszeit eigentlich zur Nachkriegsgeneration gehört, allgemein Gültigkeitsansprüche für die Kunst ableiten?

    Die Bedeutung für das Informel bestand primär darin, einen künstlerischen Neuanfang nach 45 zu schaffen, mit dem deutsche Maler künstlerisch Anschluss an die internationale Kunst fanden..
    Betrebungen zur Abstraktion begannen schon vor dem 2. Weltkrieg, diese wurden nach dem Verbot durch die Nazis nach dem Krieg intensiviert, sie boten auch die klare Abgrenzung zu der von den Nazis propagierten Kunst.

    Die Darstellung der Zeit kann nicht den Anspruch eines vollständigen Inhalts erheben. Zeit ist in allen künstlerischen Darstellungen präsent: von der Antike bis heute.
    Physikalische Neuheiten, das Verhältnis Mensch - Kosmos wurde in den 50er/ 60er Jahren argumentativ inhaltsbildend für das Informel.
    Dagegen wird das rein Malerische, der gestalterische Freiraum mit Form und Farbe weniger thematisiert, aber gerade hier liegt ja der Reiz informeller Malerei. - Halten Künstler dieses Argument vielleicht für zu profan, nicht inhaltstragend genug?

    Farbe auf Leinwände "malen" kann ja jeder "das macht mein Kind auch", ist es dieser Allgemeinplatz, der das Argument der freien Malerei eher ab- als aufwertet, bzw. die Angst der Künstler davor, ihre Arbeiten könnten inhaltlich einem allgemeinem künstlerischen Anspruch nicht standhalten?
    Bei informeller Malerei muss der Betrachter dieses Gespür für die gestalterische Form und den Ausdruck der Farbe mal selbst empfinden, da hilft eine Gebrauchsanleitung von Künstlern und Kunsttheoretikern mit gewichtigen Evolutionstheorien nicht wirklich weiter. Hier ist von Seiten der Künstler Vertrauen in die Rezptionsfähigkeit der Betrachter gefragt, dieser müssen sich die Künstler stellen.

  • Doktor Unbequem
    Vielleicht ist es auch nicht verkehrt, den Unterschied zwischen
    Formlosigkeit und Unförmigkeit
    zu definieren...
    :))
    Signatur
  • Gast, 3
    Danke @ Siku für die Zusammenfassung.

    Freie Malerei entsteht aus dem Prozess und viele nehmen an, dass man dabei "nichts können" muss. So wie es für den Betrachter keine Gebrauchsanleitung gibt, gibt es die für den Erschaffenden auch nicht.

    Trotzdem muss dieser ein gutes Gespür für Farben, Formen, Dynamik, Komposition und ggfs. Perspektive haben.

    Manche denken auch, dass man bei freier Malerei nichts lernen muss, sondern einfach drauf los malt. Leider sehen diese Bilder dann auch so aus.

    Es sind keine festen Regeln, aber es gibt Ansätze mit denen man arbeiten kann: Z.B. vom Chaos zur Ordnung oder umgekehrt, Dynamik versus Statik, flächig oder mit Tiefe.
  • b29
    b29
    Solche Schubladen schon auf zu machen ist mir suspekt.
    Taugt doch alles nichts. Theoretischer Firlefanz.
  • Gast, 3
    Na ja, so ein bisschen Theorie und Hintergrundwissen schadet nicht. Außerdem ist das keine "Schublade", sondern eine Richtung in der Malerei. Darüber kann man sich doch unterhalten. Wir sind ja hier immerhin in einem Kunstforum, auch wenn man das manchmal vergessen könnte :-).
  • VBAL
    VBAL
    Man, wer das Argument "das macht mein Kind auch" vorbringt, ist sowieso nicht ernst zu nehmen.
  • Doktor Unbequem
    auch nicht wenn´s wahr ist?
    :))
  • siku
    Man, wer das Argument "das macht mein Kind auch" vorbringt, ist sowieso nicht ernst zu nehmen.

    könnte man so sehen, das war mal ein Motto einer Ausstellung über das Informel, ich fand den provokativen Titel richtig gut.

    Der Themenersteller hat sich ja sofort nach den ersten Beiträgen verabschiedet.
    Verstehen kann ich schon, dass hier eine Diskussion gescheut wird, wo "wir hier ganz allein unter uns sind" ;-). Dann macht es aber keinen Sinn, solche angriffsfähigen Texte hier einzustellen; dass seine Position nicht widerspruchsfrei ist, müsste der Künstler bereits selbst erkannt haben.

  • siku

    auch nicht wenn´s wahr ist?
    :))

    auch nicht, wenn's wahr wäre! Es ist aber sowieso nicht wahr. Wer den Unterschied zwischen Künstler, Kinder, Affen erstellte Kunstwerke nicht erkennen kann, muss halt seinen Blick in der kn-Galerie schärfen.

  • Doktor Unbequem



    auch nicht, wenn's wahr wäre! Es ist aber sowieso nicht wahr.
    :)))

    Verstehe! - Motto: "Was nicht sein darf, darf nicht sein!"
    Das klingt zwar nicht christlich, aber doch sehr katholisch...
    ^__^
  • VBAL
    VBAL
    He Tom, was wäre denn, wenn es wahr wäre? Würde das die Qualität mindern? Das ist doch völlig belanglos, ob dein Kind das auch machen kann.(immer voraus gesetzt es könnte es)
  • Doktor Unbequem
    Das Bild des "Künstlers" für weniger Wert erachten als das des Kindes wäre vielleicht!
    (das liesse sich ja auch noch diskutieren, zB von wegen Authentizität etc... ^_^) nicht ganz korrekt.
    Aber wenn "man" dafür jedoch eine erheblich grössere Geldmenge geben muss als für das eines Kindes, kommt mancher doch in´s Grübeln und sich vielleicht "etwas" abgezockt vor.
    Was dann natürlich innen wie aussen durch mentales Illusionsgeblubber kompensiert werden muss. (Institutionelle Käufer mal aussen vor, die ticken ja noch bisserl anders...)

    Weil was nicht sein darf...
    ;))
    Signatur
  • magnusmalfix
    magnusmalfix



    auch nicht, wenn's wahr wäre! Es ist aber sowieso nicht wahr. Wer den Unterschied zwischen Künstler, Kinder, Affen erstellte Kunstwerke nicht erkennen kann, muss halt seinen Blick in der
    kn-Galerie schärfen.



    ... Ja... wobei die größten "Affen" hier in aller Regel gar keine eigenen Werke einstellen :D

    Aber mal Spaß beiseite, es ist doch ein interessantes Thema, und tatsächlich denke ich könnten einige Kinderwerke "hoch" bewertet werden. Zwar in der Regel nur als Zufallsresultate, aber eben besonders durch das Fehlen jeglicher Orientierung in einer besonderen Weise.
    Trotzdem frage ich mich, ob nicht informelle Kunst durch diese "bewusste Zufälligkeit" (zumindest in der Teilwirkung) sich nicht doch der reinen Dekoration hingibt.
    Freilich kann der geschulte Blick und weitere Kenntnis zu dem Künstler bei einem kunstbebildeten Rezipienten ein "Kunstgefühl" auslösen, die Frage, die ich mir aber stelle ist immer wieder, für wen oder was ist das Werk gemacht?

    Also ich stehe irgendwie immer wieder vor solchen Werken und suche nach einer Information, einer Harmonie, denke mal das hat auch etwas mit den recht individuellen Sehgewohnheiten zu tun...

    Vielleicht kommen ja noch ein paar konstruktive Beiträge dazu.


  • Doktor Unbequem


    ... und suche nach einer Information, einer Harmonie...

    Ich verstehe "Informel" wie "ohne Form",
    da gibt es k(aum)eine intellektuelle! Information,
    nur emotionale.
    Harmonie sollte ein informelles Kunstwerk deshalb schon transportieren,
    sonst macht es keinen Sinn bzw. ist kontraproduktiv.
    (ich seh schon, wie viele innerlich aaaaufschreien...)


    für wen oder was ist das Werk gemacht?

    für jeden, der damit Wahrnehmung bereichern möchte.
    :)

    Signatur
  • Gast, 3
    Aus dem Grund gibt es ja gewisse "Regeln", auch wenn es freie Malerei ist. Irgendeine Art von Harmonie sollte schon hergestellt werden für das Auge. Als Beispiel sollte ein Bild auch ruhige Flächen haben, damit das Auge sich an etwas festhalten kann. Auch die Farbkomposition spielt eine Rolle.

    Es ist nicht so, als ob man nichts können oder wissen muss, auch wenn das viele denken. Auf jeden Fall braucht man ein gutes Gefühl für Farbe und Form. Auch wenn informel "keine Form" hat, irgendwelche Formen entstehen natürlich und die muss man im Bild entdecken können. Eigentlich ist es so, dass man nach Formen sucht und die, die man findet, werden dann ausgearbeitet. Unser Gehirn ist darauf gepolt, immer irgendwelche Strukturen zu finden oder zu kreiieren. Es ist ziemlich schwierig, am Anfang eines Bildes dies eben nicht zu tun.

    Für wen das Bild gemacht ist, dass kann man bei jedem Gemälde fragen. Ich male meine Bilder erstmal für mich selbst.

  • Gast, 8
    Hmmm ... kann da nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen, die mir bewusst werden ließ,
    dass mein Intellekt während der Entstehung eines Bildwerks ohne formale Vorgaben - im Vergleich zu nach Vorlage/Form/Motiv inspirierten Umsetzungen - wesentlich mehr gefordert ist.
    Derartige, von meinen Sehgewohnheiten "losgelöste" Werke können zumindest bei mir nur in Phasen entstehen, in denen ich den Kopf absolut frei habe - fühlt sich dann jedesmal so an, als würde ich ohne Musik tanzen können ...
  • Gast, 3
    Genau, ich kann das auch nicht immer. Es hat ja auch was mit loslassen und sich trauen zu tun. Jedenfalls bei mir gibt es dabei auch oft Bilder, die ich wieder weiß übermale 😀.
  • siku

    ... Ja... wobei die größten "Affen" hier in aller Regel gar keine eigenen Werke einstellen :D
    Aber mal Spaß beiseite, es ist doch ein interessantes Thema, und tatsächlich denke ich könnten einige Kinderwerke "hoch" bewertet werden. Zwar in der Regel nur als Zufallsresultate, aber eben besonders durch das Fehlen jeglicher Orientierung in einer besonderen Weise.
    Trotzdem frage ich mich, ob nicht informelle Kunst durch diese "bewusste Zufälligkeit" (zumindest in der Teilwirkung) sich nicht doch der reinen Dekoration hingibt.
    Freilich kann der geschulte Blick und weitere Kenntnis zu dem Künstler bei einem kunstbebildeten Rezipienten ein "Kunstgefühl" auslösen, die Frage, die ich mir aber stelle ist immer wieder, für wen oder was ist das Werk gemacht?


    Die Idee mit dem "Kinderinformellen" ist ja unausrottbar: nun habe ich blöderweise dieses Stichwort hier wiederbelebt. :-((
    Schade, dass der Threadersteller seine Artikel wieder herausgenommen hat: ich dachte bei seinen Arbeiten spontan an den Künstler Hans Hartung. Hier mal einen aufschlussreichen Text über das Informel.
    https://www.zeit.de/1989/51/abstraktion-und-wohlgefallen

    - Dazu sind Kinder vom Intellekt und von der malerischen Ausführung nicht in der Lage. Informel ist ja nicht nur schöne Farbpinselei.
    Dazu gehört auch die gestische Abtraktion, die in einem intuitiven Prozess entsteht, der auf die reine Ausdrucksgestalt zielt, das können nur "geübte" Künstler leisten:
    (kleine anmerkung für den evtl. Sturm der Entrüstung: hier ist nix irgenwo abgeschrieben!)

  • magnusmalfix
    magnusmalfix
    @ Siku

    Ich hab das jetzt mal im ersten Suchlauf willkürlich rausgenommen ...

    🔗

    " Empfindungen und das Unbewusste werden spontan unter Vermeidung jeder rationalen Kontrolle durch Auftragen von Flecken auf eine Leinwand dargestellt. Hierbei sollen spontane Emotionen und physische Spannungen den Künstler leiten. Tachisten lehnen die bewusste Formgestaltung ab und bekennen sich zur Spontaneität des Schaffensakts, zur Malerei als Ausdruck menschlicher Bewegungsrhythmen und Handlungsimpulse. Der Tachismus versucht, Empfindungen als Spiel des Zufalls durch spontanes Auftragen von Farbklecksen ohne überlegte Kompositionsprinzipien wiederzugeben. Man spricht dabei von der surrealistischen Schöpfungskraft des Unbewussten."

    Ich formuliere mal etwas spitz...
    Wenn ich unter Vermeidung jeglicher rationaler Kontrolle Farbe auftrage, wie kann ich dann einen "eingeübten Prozess" als ein qualitativen Bestandteil eines Werkes postulieren, der den Unterschied zwischen Kindermalerei und informeller Kunst determiniert. Schließt sich das nicht irgendwie aus?

    Gut, das Zitat oben ist natürlich in der Komlexität der Dinge völlig unzureichend, aber ich denke den Gedanken kann man schon mal verschwenden :D



    Signatur
  • siku
    @ Siku

    Ich hab das jetzt mal im ersten Suchlauf willkürlich rausgenommen ...
    " Empfindungen und das Unbewusste werden spontan unter Vermeidung jeder rationalen Kontrolle durch Auftragen von Flecken auf eine Leinwand dargestellt. Hierbei sollen spontane Emotionen und physische Spannungen den Künstler leiten. [...]
    Gut, das Zitat oben ist natürlich in der Komlexität der Dinge völlig unzureichend, aber ich denke den Gedanken kann man schon mal verschwenden :D


    Hallo Magnus, mit den Begriffen ist das so eine Sache: so wenig es "Die Romantik" in der Malerei gibt, so wenig gibt es auch "Das Informel" (das ist allerdings dann doch etwas übersichtlicher, da nicht so komplex wie der Begriff Romantik).
    Die von dir zitierte Textstelle des K an t Gymnasiums erinnert mich mehr an den psychischen Automatismus wie ihn Andre Breton verstand:
    Ziat aus wiki ²1924 verfasste er das Manifest des Surrealismus, in dem er Surrealismus als einen „reinen psychischen Automatismus“ definierte. ².

    Dieses automatisierte Unbewußte findet man auch im Informel wieder, aber nicht nur: schau vielleicht mal in nachfolgenden Link.
    http://www.stiftung-informelle-kunst.de/informelle-kunst.html
    Aufschlussreich finde ich auch den von mir bereits verlinkten Text über Hans Hartung.
    Vielleicht schreiben Kunsttheoretiker hier doch etwas aufschlussreicher als die Kunstexperten eines Gymnasiums. Deren Text könnte vielleicht mal überarbeitet werden. ;-)
  • magnusmalfix
    magnusmalfix Kalkuliertes Kleckern :)
    Danke Siku für deine Sicht, immer wieder aufschlussreich. Ich denke im Grunde wie Maribu, hinter dem ganzen Eruptivem steckt am Ende des Tages viel Erfahrung und es wird dann doch recht kalkuliert gekleckert. Aus meiner ganz persönlichen Sicht geht das jedoch oft einfach "auf die Tischdecke" :D
    Nur wenige Arbeiten geben mir eine emotionale Information, wie Tom das treffend genannt hat, aber so soll es ja sein in der Kunst. Schönen Tag zusammen...

    Signatur
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