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  • Mal was philosophisches

  • philodof Mal was philosophisches
    Hallo, mich würde für ein Schulprojekt interessieren, was ihr als Künstler über Ästhetik und Kunst denkt:
    1. Was bedeutet es für euch eine ästhetische Erfahrung zu machen? Habt ihr schonmal eine gemacht, wenn ja, wo?
    2. Was ist für euch der Unterschied zwischen künstlerisch und ästhetisch?
    3. Und zuletzt gibt es einen Unterschied zwischen einer ästhtischen und einer künstlerischen Erfahrung?
    Herzlichen Dank! :)
  • Roderich
    Roderich
    kunst hat mit kunst nur bedingt etwas zu tun - punkt.
  • siku

    Hallo, mich würde für ein Schulprojekt interessieren, was ihr als Künstler über Ästhetik und Kunst denkt:
    1. Was bedeutet es für euch eine ästhetische Erfahrung zu machen? Habt ihr schonmal eine gemacht, wenn ja, wo?

    2. Was ist für euch der Unterschied zwischen künstlerisch und ästhetisch?
    3. Und zuletzt gibt es einen Unterschied zwischen einer ästhtischen und einer künstlerischen Erfahrung?
    Herzlichen Dank! :)


    soll der Nick richtungsweisend sein??
    Bevor du hier abfragst, kläre die Begriffe "deiner Begierde" erstmal für dich selbst.


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  • K_nav_nnamreH

    Bevor du hier abfragst, kläre die Begriffe "deiner Begierde" erstmal für dich selbst.



    Und wenn du für dich den Begriff "Begierde" auch noch nicht klar gemacht hast, frag mich du geiler Forder.schinken.
    Ich kann dir da Sachen erzählen, die gehen im Zweifelsfall auf keine Kuhhaut.
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Ich mache dauernd ästhetische Erfahrungen und auch oft künstlerische Erfahrungen und im Glücksfall ästhetische Kunsterfahrungen.

    Ästhetik kann man in vielen Dingen erkennen, wenn man mit offenen Augen und Gespür durch die Welt geht. Mit offenen Augen findet man viele ästhetische Dinge, mit Gespür die Ästhetik in und hinter den Dingen. Wenn man der gespürten und verborgenen Ästhetik nachgeht und ihr nachforscht, dann macht man künstlerische Erfahrungen.

    Aber Kunst behandelt natürlich nicht nur Ästhetik, aber doch einen maßgeblichen Teil. Früher war Ästhetik eng in die Kunst eingewoben, heute weniger, aber immer noch maßgeblich.

    Wie in der Ästhetik, so auch in der Kunst, denke ich, dass das Subjektive eine große Rolle spielt. Künstlerische Beschäftigung und künstlerisches Forschen, Lernen und Denken schult und formt eigenes ästhetisches Empfinden und ändert dann sicher im Laufe der Zeit auch ästhetisches Empfinden durch gewonnene Kenntnis und Erfahrungen. So geht es mir zumindest.

    Die Natur ist eine der größten Künstlerinnen, die ich kenne und strebt fast immer nach Ästhetik, wobei sie streng mathematisch vorgeht. Eine mathematische Ästhetik, die bei mir dann wieder weniger ausgebildet ist, aber die ich dennoch fühle und teilweise sehe. Die Natur ist wohl der Architektur darin sehr verwandt.

    Aber das ist, wie gesagt/geschrieben rein persönliche Ansicht und Erfahrung. Ich denke oft darüber nach, da Ästhetik in meinem Malen und Zeichnen sehr wichtig ist.

    Vielleicht ist in der Kunst eine Ästhetik, die sowohl mathematisch als euch subjektiv empfindsam ist, am erfolgreichsten, um Menschen emotional zu berühren und zu fesseln. Hier wage ich mich aber schon ziemlich ins mutmaßerische Grübeln, aber ich werde diesen Gedanken die nächsten Jahre mal weiterdenken und künstlerisch durchprobieren...
  • siku



    Und wenn du für dich den Begriff "Begierde" auch noch nicht klar gemacht hast, frag mich du
    geiler Forder.schinken.
    Ich kann dir da Sachen erzählen, die gehen im Zweifelsfall auf keine Kuhhaut.


    das glaube ich dir sofort Herrman, bei dir paart sich ja auch Nutella mit Hirngrütze, oder mit anderen Worten: Herr Wuzzle und die Frau BlauEi - eine angehme Nachttruhe
  • Doktor Unbequem



    Ich kann dir da Sachen erzählen...


    Bitte nicht!
    Deine Leichenteil- und Darmfantasien braucht kein Mensch.
    Ausser ein paar speziellen Ellies vielleicht...

  • Doktor Unbequem
    Ästhetik - ein leicht misszuverstehender Begriff.
    Auszug Wiki:

    Ästhetik (von altgriechisch αἴσθησις aísthēsis „Wahrnehmung“, „Empfindung“) war bis zum 19. Jahrhundert vor allem die Lehre von der wahrnehmbaren Schönheit, von Gesetzmäßigkeiten und Harmonie in der Natur und Kunst.
    Ästhetik bedeutet wörtlich: Lehre von der Wahrnehmung bzw. vom sinnlichen Anschauen. Ästhetisch ist demnach alles, was unsere Sinne bewegt, wenn wir es betrachten: Schönes, Hässliches, Angenehmes und Unangenehmes. Eine Lehre, die sich nur mit schönen Dingen beschäftigt, heißt Kallistik.

    Alltagssprachlich wird der Ausdruck ästhetisch heute meist als Synonym für schön, geschmackvoll oder ansprechend verwendet. In der Wissenschaft bezeichnet der Begriff die gesamte Palette von Eigenschaften, die darüber entscheiden, wie Menschen wahrgenommene Gegenstände bewerten.

    In der Philosophie wird das Wort oft abweichend gebraucht. Ästhetik bezeichnet dort entweder die Theorie der sinnlichen Wahrnehmung allgemein (nicht nur von Kunst), oder aber eine philosophische (oder etwa soziologische) Theorie von Kunst bzw. Design. Nach einigen (insbesondere Immanuel Kant folgenden) Auffassungen entscheiden über ästhetische Bewertungen nicht einfach rein subjektive Kategorien wie „schön“ und „hässlich“, die wegen bestimmter Eigenschaften dem Gegenstand beigelegt werden. Entscheidend sei vielmehr die Art und Weise der Sinnlichkeit oder Sinnhaftigkeit.
    ... ...
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  • heinrich
    Jens Erdmann, du bist so witzig...
    :-}

    Aber ich würde in deinem Kommentar
    "Natur" auf "Schöpfer"
    und "Mathematik" auf "Schöpfungsgesetze" tauschen...
  • heinrich
    @philodof;

    1.Natürlich...und überall...

    2. Kein Unterschied...

    3. Nö.
  • siku

    Die Natur ist eine der größten Künstlerinnen, die ich kenne und strebt fast immer nach Ästhetik, wobei sie streng mathematisch vorgeht. Eine mathematische Ästhetik, die bei mir dann wieder weniger ausgebildet ist, aber die ich dennoch fühle und teilweise sehe. Die Natur ist wohl der Architektur darin sehr verwandt.


    ...und wer ist "die Natur", könnte es nicht auch "der Natur" heißen, der liebe Onkel, der Wälder, Wiesen und Blumen, Kreise, Quadrate und Dreiecke schuf?
    Die Natur kann erst dann eine Künstlerin sein, wenn sie nicht Natur ist, denn Kunst entsteht nicht aus Natur, sondern sie wird von Menschen gemacht oh weh ;-)
    Ein Bild:
    Es muss in einem anderen sein unnd aus etwas anderem sein, ald das andere ist, dessen Bild es ist. Sonst kannes überhaupt nicht sein. Im Unterschied zum wahren Sein, das ist, was es ist, dies oder ein anderes, ist das, was ein Bild ist immer zugleich ein und dasselbe und zweierlei. (Platon, Timaios)
    Also: Natur ist - was es ist, Kunst ist zweierlei, aber nicht eins :-)

  • Roderich
    Roderich
    im grunde genommen gibt es nichts unnatürliches, das verhält sich da ähnlich wie beim unkraut.
    Signatur
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Jens Erdmann, du bist so witzig...
    :-}

    Aber ich würde in deinem Kommentar
    "Natur" auf "Schöpfer"
    und "Mathematik" auf "Schöpfungsgesetze" tauschen...


    Ja, stimme dir zu Heinrich, Schöpfung und Schöpfungsgesetze passt besser.

    Überhaupt sieht man in dieser Diskussion, wie wichtig es ist, immer die richtigen Begriffe zu verwenden, um auch im Denken und Grübeln richtig zu liegen, oder sich genau ausdrücken zu können. Leider sind manche Begriffe mehrfach belegt, je nach Fachgebiet. Um so allgemeiner Begriffe sind, um so größer sind die Klippen, an denen man Schiffbruch erleiden kann. Ich muss mich hier als nicht immer begriffssicher einstufen.

    Über Schöpfung habe ich auch schon öfter nachgedacht, sie ist ja meiner Ansicht nach mit dem Schaffen verwandt. Natur schöpft und Kunst schafft, wäre das eine zumutbare Annäherung?

    Leider bin ich noch nicht soweit mit meiner Kunst, um irgendetwas als geschaffen bezeichnen zu können. Vieles kommt mir "nur" gemacht, aber noch nicht "geschaffen" vor. Kunst schaffen, als schöpferischer Akt des Menschen, ein schöner Gedanke. Noch interessanter die Vorstellung, dass der Mensch in der Lage war, sich Schöpfer seiner selbst vorzustellen, zu beschreiben, zu dichten und bildnerisch abzubilden. Da kommt wohl das Göttliche im Schaffen, sozusagen die Schöpfung, durch die Hintertür wieder in die Kunst...

    Man müsste schon Philosoph sein, um die Gedanken genau fassen und beschreiben zu können...
  • K_nav_nnamreH



    ...und wer ist "die Natur", könnte es nicht auch "der Natur" heißen, der liebe Onkel, der Wälder, Wiesen und Blumen, Kreise, Quadrate und Dreiecke schuf?

    Die Natur kann erst dann eine Künstlerin sein, wenn sie nicht Natur ist, denn Kunst entsteht nicht aus Natur, sondern sie wird von Menschen gemacht oh weh ;-)
    Ein Bild:
    Es muss in einem anderen sein unnd aus etwas anderem sein, ald das andere ist, dessen Bild es ist. Sonst kannes überhaupt nicht sein. Im Unterschied zum wahren Sein, das ist, was es ist, dies oder ein anderes, ist das, was ein Bild ist immer zugleich ein und dasselbe und zweierlei. (Platon, Timaios)
    Also: Natur ist - was es ist, Kunst ist zweierlei, aber nicht eins :-)



    Mein Eindruck: Wenn du dir nach einer üppigen Bregenwurst verdauungsfördernd noch einen pichelst, bleibst du fiehlosohfiesch auf halber Strecke (hicks) zwischen eitler Hochschulfiehihilosopie (die schon etwas riecht), ahakademischmisch eingelegter Zitatensammlung aus dem Gurkenglas altvorderer Ärmelschoner und den eigenen Arschbacken stecken.

    Hihi, H

  • Jupe
    Ich leide, seit ich bei KN bin, ja nur mehr sühn-ästhetisch beim Anblick reifer Bananen.
    Die Bedeutung dieser Erfahrung darf aber nicht unterschätzt werden, schwingt sie doch in jedem Pinselstrich mit und verursacht künstlische Krämpflein, sodass die eigenen Schöpfungen im Schatten von bazilluskranken Gurkengläsern den Unterschied zu künstlerischen Erfahrungen eklatant hervorheben :P
  • heinrich
    Sehr schön,
    wirkt bewusstseinerweiternd,
    eigene "Kunstwerke" durch die Prisma des Gurkenglases anzusehen...

    :-}
    Signatur
  • Doktor Unbequem




    Mein Eindruck
    ...


    Was soll uns all das sagen?
    (Ausser dem Schrei nach Hilfe, die eh nicht angenommen würde...)
  • noracosa
    noracosa
    Interessant.... wie ich mich so durch die Themen lese, bekomme ich je länger den Eindruck, man möchte sich vom intellektuellem und philosophischen in der Kunst distanzieren. Dazu ist manchem nicht mal die eigene Würde zu schade. Es klingt in meinen Ohren so wie der Fuchs, der sagt, die Trauben seien sauer da er nicht vermag an diese heran zukommen. Dem Fuchs wäre bestimmt damit geholfen würde er mit seiner Nase in der Erde schnüffeln, die im von Natur aus näher liegt. Er würde so keinen Frust aufbauen müssen. Zudem sollten Füchse, wie auch Hunde, keine Trauben essen da diese Gift für sie sind. Wenn man alle drei Primärfarben in gleichen Teile mischt, erhält man ein schönes Braun. Damit könnte man doch schon mal anfangen und sich, willeicht, langsam, auf höhere Ebenen heran entwickeln. .
    Signatur
  • Filou
    Filou Förchen
    Leider ist das kn Forum nicht die ganz große Bühne aber immerhin ist es eine Bühne. Worüber einige sehr sehr froh sind. In diesem Theater ist die Frage nach Sinnhaftigkeit nicht unrelevant, doch führt es zu keiner Antwort weil hier die meisten User kein Interesse mehr an Wahrheiten haben. Hauptsache das Ego wird aufgeblasen bis man über den Dingen steht und auf allen anderen herablassend sehen. Es wäre schon eine Menge wenn man sich seiner eigenen unwichtigkeit bewusst werden würde dadurch. Aber man kann ja nicht immer alles erwarten.
    Das erschreckende an der Wahrheit ist nicht sie selbst sondern vielmehr wie Menschen damit umgehen.

    Der schöpferische Geist kennt kein Ende.
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