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  • Kunst darf nicht verboten werden

  • otto_incognito
    otto_incognito
    Komische Sache. Entweder hat das "Bildverbot" sehr persönliche Gründe, die hier für
    den Petitionsaufruf unterschlagen wurden, oder vielleicht handelt es sich bei dem Auf-
    ruf zur Petition eher um eine Art Politperformance,quasi als Versuch zu einer innovativ
    weltbewegenden Kunstrichtung...ach,ja....nene ;)

    P.S.
    Fand ich gerade in der Mitteldeutschen Zeitung, Merseburg,anno 2014:

    "Im konkreten Fall hatte eine junge Frau eine Unterlassungsklage gegen die Franklebener Künstlerin Julia Wegat eingereicht. Diese hatte sie zweimal porträtiert. Ein Bild war nun in der Ausstellung „Märchenbilder“ gezeigt worden. Dazu hatte es sowohl in der Einladung wie in einem Pressebericht geheißen, dass hier Kinder im Kontext von Gewalt und Missbrauch präsentiert werden. Dagegen wehrte sich die junge Frau. Sie wollte ihr Bild nie mehr in diesem Zusammenhang veröffentlicht wissen. (mz)"

    manoman, das ist zwei Jahre her, ein bißchen hysterisch wirkt der Petitionsaufruf jetzt aber schon.
  • julia_wegat
    julia_wegat
    @siku: deshalb werden die peronen ja vorher gefragt. sollte ich den wunsch haben, dich zu malen, würde ich dich immer vorher fragen und wenn du ablehnst würde ich dich nicht malen. so einfach ist das.
  • julia_wegat
    julia_wegat
    @Der nette Onkel Doktor Unbequem: ja steht im text. die eltern waren mit einerr besprechung der ausstellung in der presse nicht zufrieden. in diesem pressartikel war auch das streitgegenstädnliche billd abgelbidet.
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  • julia_wegat
    julia_wegat
    @otto_incognito; gerichtlche vorgänge dauerrn nun einmal so lange. verfassungsbeschwerde wurde im juli diesen jahres eingereicht und darauf richtet sich die petition.
  • siku
    @siku: deshalb werden die peronen ja vorher gefragt. sollte ich den wunsch haben, dich zu malen, würde ich dich immer vorher fragen und wenn du ablehnst würde ich dich nicht malen. so einfach ist das.


    @ Julia, sollte es sich bei dem Bild "Aschenputtel" um ein reales Mädchen handeln, das noch zur Schule geht, wäre die Darstellung mit der Titelbezeichnung zumindest empathielos, gefragt oder ungefragt. - wer möchte schon ein "Aschenputtel" sein, oder so einen Spitznamen erhalten.
    Das Bild ist harmlos, nur der Kontext geht m.E. so nicht, zumal dann nicht, wenn das Bild in einer Kunstrezension einer Tageszeitung in der Stadt M. besprochen wurde. Dazu bedarf es keines Bilderverbotes, das dieser Kontext: Bild - Titel unglücklich ist, müsste doch auch die Künstlerin einsehen können.

  • julia_wegat
    julia_wegat
    das bild "aschneputtel" ist nicht das stereitgegenständliche. und dass über kunst nicht immer alle einer meinung sind, das es interpretationsspielräume gibt und auch viele leute dieselben bilder gut, schelecht, scheußlich, unapssend, daneben, großartig, erhellend, grauslg, ekelhaft...und, und, und, finden, ich denke das liegt in der natur der sache und so sollte es auch sein, in einer gesellschaft die meinungsfreiheit für wichtig hät, zumindest.
    und auch nur darum geht es hier: es sollte keine kunst verboten werden dürfen, meiner meinung nach nicht. das bedeutet NICHT, dass der künstler keinen einschränkunngen unterworfen werden darf und entgegen aller anderen rechte, rücksichtslos kunst herstellen darf. aber, und das gerade in diesem falle, sollte es kein mittel der wahl sein, kunst zu verbieten, da es hier auch andere möglichkieiten gegeben hätte, alle zu ihrem recht kommen zu lassen; denn kunst, egal welche ist ein trägerr und mittel der meinungsfreiheit, wie dein kommi eben schön bewiesen hat :)
  • otto_incognito
    otto_incognito
    @julia_wegat
    Ein kurzer Satz zu all den vielen Worten -
    Du hättest den tatsächlichen Streitgrund ( Konterfei eines real existierenden jungen Mädchens taucht in einer Ausstellung im Zusammenhang mit dem Thema Gewalt und Mißbrauch auf) redlicherweise beim Aufruf zu deiner Petition benennen können, anstatt diese dermaßen zu einem Politikum semihistorischen Ausmaßes aufzublasen.
    Signatur
  • julia_wegat
    julia_wegat
    es IST ein politikum, wie jede verfassungsbeschwerde. und die rechtfertigung findet sich nicht zuletzt in dieser diskussion. und - randbemerkung - es war keine ausstelung zum thema gewalt und missbrauch sndern zum thema märchenbilder. das und die gründe für das verbot sind im begleittext zur petition sehr deutlich benannt. und wenn manch ein zeitgenosse dies anders sieht - tja, auch das gehört zur meinungsfreiheit. und wenn das das verbot von kunst rechtfertigt, dann ist meiner meinung nach, eben bald schluss mit meinungsfreiheit. und wenn das geschieht - wir wissen alle, wo das endet...und dann, sorry, dann sind wir wieder in der historie.
  • absurd-real
    Naja wenn deine Aussagen in deinen Bildern ebenfalls so schwammig sind, dann wundert es mich auch nicht wenn ein Pressefutzi in deinen Kinderakten u.a. Missbrauch interpretierte.Würde ich bei einigen deiner Werke übrigens auch so. Und das Märchen allgemein - gerade Grimms und die alten- von Gewalt und Missbrauch erzählen/warnen sollen ist auch nix neues.
    Mein Eindruck ist du legst es drauf an, indem du provozierst, und tust danach so als seist du das unschuldige Schäfchen...
    Signatur
  • julia_wegat
    julia_wegat
    und deshalb sollte man bilder verbieten dürfen????
    hm - sonderbar....
  • siku
    das bild "aschneputtel" ist nicht das stereitgegenständliche. und dass über kunst nicht immer alle einer meinung sind, das es interpretationsspielräume gibt und auch viele leute dieselben bilder gut, schelecht, scheußlich, unapssend, daneben, großartig, erhellend, grauslg, ekelhaft...und, und, und, finden,


    Aschenputtel ist es nicht? ...welches bild ist dann der Anstoß für den Rechtsstreit? Du machst hier aus der von dir genannten Gerichtssache ein "sagenumwobenes Geheimnis".
    Es geht auch nicht generell um Kunstverbot, von deinem Fall ausgehend. Deine Bilder, die ich im Netz gefunden habe sind heutzutage harmlos, eher nichtssagend. "Hänsel und Gretel" vielleicht ein total verharmloster Schiele, der würde auch Anzeige auf Ideenklau stellen können.
    Hier wird das Nichts zum Streit um Kunstfreiheit hochstilisiert. Für einen grundsätzlichen Streit um künstlerische Freiheit sind deine Bilder als Beispiel ungeeignet zu harmlos. Übrigens für ein Streitgespräch im kn auch, hier gibt/ gab es diesbezüglich ganz andere Haudegen.

    Wenn du das im Zusammenhang mit der Klage betreffende Bild nicht nennen willst, dann ist dieser Thread eher eine Kinderei.

    PS: dein Plakat ist ebenso nebulös wie deine Beiträge in diesem Thread: Welches Bild wurde "seit"1938" als erstes verboten. Du vergisst den 2. Weltkrieg. Dein harmloses Plakat wird 2016 nicht auf einem Kunst-Verbot-Index landen. (kopfschüttel)

  • julia_wegat
    julia_wegat
    das streitgegenständliche bild ist VERBOTEN!!!!!!!! das ist das problem! die abbildung würde mich 25.000,-€ strafe kosten. daher das große geheimnis und daher die klage.
    seufz*
  • Der nette Onkel Doktor Unbequem
    Hallo Julia!

    Ich würde ja befürchten, dass das ganze Ding nach hinten los geht.

    Nur wenige Menschen mögen in den Zusammenhang von Missbräuchen o. Ä. geraten.
    Verständlicher Weise. Man weiss nie, was durch den "Stille-Post-Effekt" daraus wird,
    aber sehr wahrscheinlich nichts Schönes. Peng, ist das Modell der missbrauchte Freak,
    den man eher meidet...

    Es ist nicht das nobelste Künstler- bzw. Geschäftsgebahren,
    Darstellungen in unschönem Zusammenhang gegen den Willen Mitwirkender zu veröffentlichen.
    Auch wenn Du das "Recht" dazu hättest.
    Du wirst hinterher - und das "forever" - diejenige sein, die ein Modell vorgeführt hat.
    Ob Menschen, die davon wissen, Dir noch als Motiv dienen werden, ist fraglich.
    Sicherlich nicht mehr jeder, der es ohne diese Story täte.
    Diverse weitere Konsequenzen, z.B. Absinken der eigenen Gefühlswelten.

    Immer auf Rechte pochen ist nicht clever, "das Menschliche" geht zugrunde, bzw. es zeigt,
    dass da bei jemandem ebendieses (nur noch) hintergründigen Charakter hat.

    Mein bescheidener Rat wäre,
    den Prozess durchzuziehen und (auch) im Erfolgsfall
    von einer Veröffentlichung abzusehen
    angesichts der Selbstschutzinteressen des Modells.

    Meine - sicherlich manchmal unbequemen - Äusserungen werden hier "ganz demokratisch" mundtot gemacht. - Ist das demokratischer Faschismus oder faschistoide Demokratie?
  • julia_wegat
    julia_wegat
    womit ja mmer nooh zu beweisen wäre, dass ich überhaupt irgendjemanden im zusammenhang mit missbrauch dargestellt habe und nicht im zusammenhang mit einem märchen namens "rapunzel", oder? die dargestellte person und die eltern haben das bild vor der veröffentlichung gesehen und fanden daran nichts anstößiges. allen war der zusammenhang, in dem das bild veröffentlicht wurde bekannt, der zyklus "märchenbildere" war in der vorliegenden form mit dem streitgegenständlichen bild bereits zwei jahre lang im internet veröffentlicht und niemand fand daran etwas anstößiges.
    und: es kann hier nicht darum ggehen, gegen jemands willen etwas zu veröffentlichen. meine argumentation ist, dass es auch andere methoden gegeben hätte, befürchtugen auszuschießen, diese pperon wäre mishandelt worden. zum beispiel eine art aushang zu beginn der austellung, ähnlich, wie in filmen, die bestätigtt, dass es sich bei den dargstellten personen um modelle handelt und keinerlei misshaandlung stattgefunden hat o.ä. es hätte andere methoden und mögliichkeiten gegeben, das jeder zu seinem recht kommt, bilderverbot sollte an letzter,, wirklich an letzter stelle stehen und nicht das erste probate mittel sein, zumal in einem solch "harmlosen" (siehe auch obige kommentare), wie diesem.
  • selmer
    selmer Nicht ganz so harmlos
    Ich sehe - bei allen Einschränkungen durch unzureichende Detailinformationen - durchaus einen plausiblen Hintergrund der gerichtlichen Entscheidung: Letztlich wurde nach Meinung des Gerichtes ein sehr persönlicher Gegenstand (das eigene Bild) des Models von der Künstlerin in einen Zusammenhang gestellt, der den Persönlichkeitsrechten des Models zuwiederläuft. Das entspricht nach meinem Verständnis einer aus dem Zusammenhang gerissenen Wiedergabe von Teilen eines Textes, eines Bildes oder des gesprochenen Wortes. So entwas passiert in der heutigen Medienlandschaft dauernd und ist in vielen Fällen kein Problem (außer der damit verbundenen Fehlinformation mediengläubiger Idioten) oder sogar gewollt, solange es nicht auf den Urheber in negativem Sinne zurückfällt. Wenn Letzteres passiert, folgen Dementis und fast zwangsläufig der Rechtstreit, und die Richter sind wirklich nicht zu beneiden. Müssen sie doch in jedem Fall eine Abwägung zwischen verschiedenen Rechtsgütern - im speziellen Fall der künstlerische Freiheit und dem Recht der Person am eigenen Bild - treffen.
    Es geht aber nicht mehr nur allein um die anfängliche Zustimmung des Models, dem das Bild ja offenbar sogar gefallen hat, und der öffentlichen Präsentation dieses Bildes. Es geht im Kern weniger um das Bild selbst als vielmehr um die Folgen, die sich aus der Präsentation in einem neuen Kontext für die abgebildete Person ergeben haben. Wenn das Gericht diese als schwerwiegend und die Persönlichkeitsrechte verletzend einstuft, so bleibt ihm keine andere Wahl als das Zeigen des Bildes zu verhindern. Es ist schlicht eine Frage des "Opferschutzes", da ausufernde Diskussionen, bei denen das Bild immer wieder in den strittigen Kontext gebracht wird, eine Entschärfung der Situation für die abgebildete Person schlichtweg unmöglich macht. So etwas ist für die Betroffene deshalb nicht harmlos, sondern - subjektiv - existenziell. Es handelt sich bei der Entscheidung des Gerichts daher nicht um eine mit Bilderverbot verbundene Zensur der künstlerischen Freiheit, sondern um eine notwendige Maßnahme zum Schutz einer Person, die mit den negativen Folgen einer durch die Künstlerin getroffenen Entscheidung leben muss.
    Mein Vorschlag: Zeige Größe! Schenke dem Model das Bild und lass' es selbst entscheiden, in welchem Kontext es dieses Bild zeigen will - oder eben auch nicht. Dein Seelenfrieden hängt nicht wirklich von diesem einen Bild ab, der Deines Models offenbar schon.
  • julia_wegat
    julia_wegat
    ist ein guter beitrag + kann ich von der sache her so zustimmen. nur zwei anmerkungen: was ist mit weiteren bildern wenn der kontext dem modell nicht gefällt. und dann weitere bilder thema eines rechtstreits werden und daraufhin verboten werden. zeige neben größe nun auch noch fantasie und male nie mehr menschen, die es wirklich gibt??? zumal in diesem falle die wahrnehmung von "kindesmissbrauch" im zusammenhang mit diesem bild/ der ausstellung weder von mir, noch vom ausstellungsveranstalter, sondern durch einen presseartikel hergestellt wurde??? das hätte eben auch folgen für andere künstler und auch für die rechtsprechung, vielmehr die gesetze. und nichts mehr und nichts weniger wird hier verlangt. eine überprfung dieser gesetze.
    und: die gerichte haben sich bislang hier zum thema grundrechte gar nicht geäußert, sondern den fall als eine einzelentscheidung, der grundrechte nicht berührt, behandelt. die behandlung dieser frage steht also - folgerichtig - noch aus.
  • O0O 0O0 man, lüg Dir doch nicht selbst die Hucke voll
    Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass Du das höchstens Deiner Großmutter erzählen kannst, dass Du bei der gewählten Thematik (Mädchen im Märchen) und der Art der Darstellung (Mädel mit gebrochenem Arm) nicht an Missbrauch gedacht hast. Lächerlich. Oder aber Du wärst völlig unreflektiert bei Deiner Arbeit.
    Bei künftigen Bildern a) ehrlich sein gegenüber dem Modell b) sicherstellen, dass die Thematik verstanden wurde und der Wille weit genug reicht und c) einen entsprechend ausgefeilten Freigabevertrag machen. d) Minderjährige nicht un-unkenntlich gemacht in zweifelhafte Szene setzen.
    Dann klappt es auch mit Modell.
    LG Ju
  • otto_incognito
    otto_incognito scandal sells
    @julia_wegat -
    du bestehst zäh und beharrlich auf deinem "Recht", vielmehr auf dem "Unrecht", das
    dir und der Kunscht isgesamt in Zukunft angetan werden könnte.
    Mal andersherum gedacht - du maltest einfach statt realer Portraits frei erfundene
    Gesichter (so schwer ist das nicht!) in deine Bilder hinein, die dann frei für jeden
    Kontext wären und keiner würde sich mehr aufregen.
    Das Problem wäre dann nur, daß du auch keinen Grund mehr hättest, deine "Aufregung"
    in die Öffentlichkeit zu tragen.
    Signatur
  • xt3xka7
    xt3xka7
    schön guten tag !
  • otto_incognito
    otto_incognito
    Einen gepflegten Feiertag wünsche ich ebenso -
    Und dazu noch ganz allgemein grüße ich das
    Göttliche in dir und mir und jedem in dieser
    Runde!
    :D
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