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  • Urheberrecht bei Druckgraphik von einer Vorlage

  • Paco
    Paco
    Ich hab den Eindruck, je mehr ich darüber nachdenke, desto diffuser werden für mich die Grenzen ...
    Die Darstellung sollte m.E. schon mehr zu bieten haben als einen reinen Realismus, ansonsten wäre es ja ein Rückfall in den Naturalismus der Akademie-Maler, deren Hauptanliegen es war, den Gegenstand möglichst naturgetreu abzubilden, während die Impressionisten schon anfingen, den Bildgegenstand neu zu sehen und zu abstrahieren (in bewusster Abgrenzung zur Fotografie (bzw. wahrscheinlich auch beeinflusst von der verwackelten, unscharfen Foto-Ästhetik)).
    Ich finde, dass man freilich auch heute noch realistsch / naturalistisch malen kann, aber die möglichst realistische Darstellung sollte m.E. nicht bloßer Selbstzweck sein bzw. die einzige Leistung des Bildes darstellen. Ansonsten müsste es für mich als anachronistisches vormodernes Bild eingestuft werden (wär vielleicht so ähnlich wie Tübke, der vor 50 Jahren Gemälde ganz im Stil der Renaissance malte (obwohl er natürlich die Inhalte aus seiner Zeit einbrachte)).
    Ansonsten hat das für mich was von den Trompe-l’œil-Gemälde: Der Graphiker schnitzt wochenlang so penibel am Holzstock herum (und gibt sich nicht eher zufrieden), bis sich das Auge des Betrachters täuschen lässt und in der Graphik ein wirkliches Foto zu sehen glaubt und sich beeindruckt zeigt von den handwerklichen Fähigkeiten des Künstlers, den Druckstock so täuschend echt zu schnitzen.
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  • heinrich
    Seit dem Mittelalter hat sich der Teufel in der Druckfarbe angesiedelt.
  • Seite 2 von 2 [ 22 Beiträge ]

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