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  • Welcher Künstler ist das?

  • PaulWupp
    PaulWupp Welcher Künstler ist das?
    Hallo,

    kann mir da vielleicht jhemand sagen welcher Künster das ist. ich kann die Unterschrift leider nicht entziffern und im netzt finde ich keine ähnliuche. Habe das Bild nun bei meinen Eltern entdeckt und würde gerne mehr darüber wissen,.

    LG Paul

    Titel

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  • efwe
    efwe
    sorry---ein ausgefuchster, schlechter Künstler- der name ist irrelevant, spar dir die mühe.
  • PaulWupp
    PaulWupp
    hmmm. Ich bin so ein Kunstbanause...was ist schlecht an das Bild? Woran erkennt man denn die nicht vorhandene Qualität?
  • efwe
    efwe
    meiner Meinung nach, ein typisches 0815-schlafzimmerbildmotiv aus den 50ern mit einer gewissen Routine schlampig und rasch runtergepinselt. >Flohmarktwert
    lg
  • absurd-real
    Von der Ausführung her, sieht es aus wie vieles auf dieser Seite hier. Da dieses Forum sich und seine Arbeiten gegenseitig so lobt, sollte dann doch auch dieser langweilige Schinken einen Abnehmer finden.
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  • yedertsveiter
    yedertsveiter
    ich kenne das motiv als 'schoene zigeunerin' und tippe auf die fruehen 1960er, als die damals aufstrebende brd eine art italienischen exotismus pflegte und sophia loren sexbombe war. galt schon im vergangenen jahrhundert als inbegriff eines schlecht ausgebildeten kleinbuergergeschmacks (ein onkel von mir hatte auch eine). aus heutiger sicht sexistisch, rassistisch und bis zum anschlag schwuelstig. kitsch- und massenware, auch wenn das bild vermutlich handgemalt, also ein unikat ist. ob es fuer dieses ~popkulturelle phaenomen einer vergangenen zeit liebhaber/sammler gibt weiss ich nicht, zur not heisst es kerzen auf leere chiantiflaschen stecken und nach kraeften rumtropfen.
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  • Paco
    Paco Zigeunerin-Gemälde
    Das interessiert mich jetzt aber auch: Wo stammt sowas her? Sind das deutsche "Künstler" oder hat man sich sowas, da hier immer eine Zigeunerin (vielleicht die "rassige" Carmen von Bizet?) dargestellt ist, vielleicht aus dem Urlaub aus Jugoslawien, Spanien, Italien o.ä. mitgebracht?
    Das muss damals in den 60ern in Massen produziert worden sein - gab es reine Zigeunerinnen-Maler, wie es auch reine Enten- oder Pferdemaler gab? Es reicht, die beiden Suchbegriffe "Gemälde" und "Zigeunerin" in die Suchmaschine oder bei ebay-kleinanzeigen einzugeben, um zu sehen, dass alles voll davon ist.
    Glaube schon, dass du zumindest 10-15,- EUR dafür bekommst, da es sich dabei um einen ähnlich ironisch einsetzbaren Einrichtungsgegenstand handelt wie etwa ein Hirschgeweih mit ähnlich spießigem Ursprungskontext.
    Als Massenware, die das romantische Fernweh in spießige Eiche Rustikal-Wohnzimmer brachte, hat diese Art Gemälde vor 60 Jahren vielleicht ein vergleichbare Rolle gespielt wie heute die Tryptichen aus dem Baumarkt mit der New Yorker Skyline oder einer Elefantenherde vor untergehender Sonne.
  • yedertsveiter
    yedertsveiter
    ist vermutlich die pointe, dass man sich mit der zigeunerin -positiver rassismus- vom sonst ueblichen (dunkles holz, gelsenkirchener barock, deutsche landschaften an der wand) absetzen und offen, modern, weltlaeufig wirken wollte. zum pseudo-historischen gewand sind mir jetzt noch die (ueberwiegend) italienischen sandalenfilme jener jahre eingefallen -
    dass man sich die sperrigen teile extra aus dem urlaub nach hause karrte, bezweifle ich grade ein bisschen, aber wissen tu ichs nicht.
    eine bekannterer maler-name war wohl 'torino', alias richard trimpert, aus bremen.
    Signatur
  • Paco
    Paco
    @yedertsveiter
    Danke für deine Rückmeldung. Scheint also ein rein deutsches Phänomen (auf Verkäufer- und Käuferseite) zu sein. Witzig, dass zu dieser Malerei im Internet, obwohl augenscheinlich ein Massenphanomen, nicht ein kunstwissenschaftlicher oder zumindest journalistischer Artikel existiert - ist wohl selbst den Forschern zur Trivialkultur zu trivial und fies.
    Dabei sagen diese schlechten Bilder eine Menge über die Nachkriegszeit in Deutschland aus ...
  • siku gewußt wo!
    @Paco

    . Witzig, dass zu dieser Malerei im Internet, obwohl augenscheinlich ein Massenphanomen, nicht ein kunstwissenschaftlicher oder zumindest journalistischer Artikel existiert - ist wohl selbst den Forschern zur Trivialkultur zu trivial und fies.
    ...


    Wolfgang Brückner: Kunst und Konsum. Massenbilderforschung. Würzburg 2000
    in Bibliotheken zu finden. :-)
  • yedertsveiter
    yedertsveiter
    >Dabei sagen diese schlechten Bilder eine Menge über die Nachkriegszeit in Deutschland aus ...

    @Paco gut, in deutschland hat man freilich nach wie vor und generell ein problem mit dem 'schund', der trivial- und alltagskultur. was sich aber, in meiner wahrnehmung, so nach und nach aendert, zumindest bei den autoren und schriftstellern ist das spiel mit trashigen formen oder auch 'anruechigen' genres (zb scifi) auch in der 'hochkultur' (gaensefuesschen galore) laengst erlaubt. grade vorige woche erwischte ich zufaellig im oeffentlich-rechtlichen kulturfunk einen einstuendigen radioessay zum schoenen thema 'derrick', der klug und unterhaltsam das schiefe bauchgefuehl und selbstverstaendnis der brd nochmal spiegelte und nachzeichnete - die hoffnung also noch nicht ganz aufgeben, vielleicht kommen irgendwann auch noch die gebeutelten zigeunerinnen dran.
    dass es zu torino scheints noch gar keinen wiki-eintrag gibt ist freilich eine boese luecke, die schnell und kompetent geschlossen werden sollte - paco, auf gehts!
    Signatur
  • Paco
    Paco
    @siku
    siku, du bist eine Maschine! Woher weiß man sowas?
    Danke dir.
  • Paco
    Paco
    @yedertsveiter
    dass es zu torino scheints noch gar keinen wiki-eintrag gibt ist freilich eine boese luecke, die schnell und kompetent geschlossen werden sollte - paco, auf gehts!

    Nee, lass mal gut sein. Mir würde schon z.B. ein SPIEGEL-Artikel über 1-2 Seiten zum Thema reichen - einfach kurz die Hintergründe zu dem verstörenden Phänomen erfahren. Ehrlich gesagt hätte dieser Maler auch keinen eigenen Eintrag verdient - das Phänomen Zigeunerin-Gemälde für sich genommen dagegen schon eher.
    Mal sehen, vielleicht bestell ich mir das Buch von siku per Fernleihe ...
  • insearchof
    Hallo Paul Wupp, das ist definitiv Kaufhauskunst, wie sie in den 60er Jahren viel angeboten und verkauft wurde. Diese Bilder wurden im Akkord gemalt. Wenn es Ihnen gefällt, ist es ok, aber es hat keinen pekuniären Wert. Damlas hatten Kaufhäuser noch Möbel- und "Kunst"abteilungen.
  • PaulWupp
    PaulWupp
    vielen Dank füre all Eure Infos!
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