KunstNet nutzt Cookies. Details.
  • Tipps bgl. Ölkreide sowie Ölfarbe

  • Tipps bgl. Ölkreide sowie Ölfarbe
    Hi Hallo!
    Ich bin ein ganz unwissender "Gast" bei euch! ??? *g.
    Ich hoffe, dass ich hier nicht gleich als total daneben in Erscheinung trete.
    Zu meiner Person. Ich bin bereits damals in der Schule mit meinen Zeichnungen als sehr gut "aufgefallen". Ich habe mir jedoch nichts daraus gemacht bzw. gar nichts draus gemacht. Jetzt wo ich mehr Zeit in meinem Leben habe (bin Mama geworden) dachte ich mir mal da anzufangen wo ich aufgehört habe und siehe da es soll so sein. Ich habe jetzt einfach mal so durch Zufall Ölfarben sowie Aquarelle und Ölkreide geschenkt bekommen. U.a. auch extra Aquarellblöcke. Das ist doch ein Zeichen oder? Leider weiß ich nicht so recht wie ich jetzt damit umgehen soll. Muß ich auf Leinen malen mit der Ölfarbe? Wir diese gemisch? Wenn ja womit? ??? ??? Für viele viele Tipps wäre ich wirklich sehr sehr dankbar. Aber alleine traue ich mich auch gar nicht an sowas ran.
    Vielen Dank für die Antworten und viele liebe Grüße, Hanna. :)
  • flow_thgin
    Hallo Hanna!
    Nö, für die Ölfarbe brauchst Du nicht zwingend Leinwand. Besonders, wenn Du erst mal üben willst, kannst Du Dir auch Ölmalblöcke kaufen. Sind so ähnlich wie Dein Aquarellmalblock und billiger als Leinwand. Desweiteren brauchst Du vielleicht noch ein Verdünner wie Balsamterpentinöl zum verdünnen der Ölfarben.
    🔗 Hier kannst Du Dir kostenlos einen Katalog für Künstlerbedarf bestellen und mal stöbern gehen, was es so an Materialien gibt. Außerdem gibt es auf dieser Site ein kleines Magazin mit Tipps und Tricks.

    Für Aquarellmalerei scheinst Du ja schon alles zu haben: Papier, Farbe. Da kann's ja direkt losgehen.  ;D Ich weiss allerdings nicht, welche Motive Dir da so vorschweben.
    Ölkreide ist nicht mein Ding. Sorry. Kann ich Dir keine Tipps zu geben.
    es grüßt Dich
    night wolf
  • @night_wolf
    Hi Hallo night_wolf!

    Ich weiß nicht so recht, ob ich mich an die Ölfarbe rantraue (mal abwarten und auf jeden Fall etwas üben). Ich habe jetzt einfach mal mit einfachen Zeichnungen (Akte) angefangen. Einfach mal so aus dem Ärmel um wieder reinzukommen. Ich dachte mir diese dann mit Aquarellfarbe zu füllen (dafür habe ich ja auch alles  ;) im Haus). Ich schaue gleich aber auch noch auf deinen Link. Danke. Hanna.
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • Aziz
    Hallo!

    Die Ölkreiden kannst Du mit Terpentinöl geschmeidig machen bzw. verdünnen. Sie lassen sich auch mit Malspachtel auf den Malgrund spachteln. Das ist allerdings nicht der Zweck, wozu sie erfunden worden sind.
    In erster Linie kannst Du mit den Ölkreiden und Pastelkreiden zeichnen! Das wichtigste in der Malerei überhaupt. Formen und Richtungen erkennen und aufzeichnen. Zum Malen kannst Du andere Farben verwenden.

    Lieben Gruß
    Aziz

    PS: Wie wärs für den Anfang Acrylfarben? Die sind zum Malen ideal.
  • hallo hanna!

    versuchs mal mit ölpastellkreide - jeder fachhändler weiss bescheid
    die ist eine ideale ergänzung zur ölmalerei ausserdem kannst die wie ölfarben mit terpentin oder terpentinersatz verdünnen und dich über die ölpastelle langsam an die ölmalerei (die doch etwas teurer ist) herantasten.

    bei ölkreiden gibts zwei kategorien. die wasservermalbaren und die nicht-wasservermalbaren. über die reinen ölkreiden (nicht wasserlöslich) kann ich dir auch nicht viel sagen aber für die wasservermalbaren bilt dasselbe wie für ölpastelle - sie lassen sich auch gut für mischtechniken einsetzen; in dem fallnatürlich mit aquarellfaren

    PS.: kauf keine Jackson-ölpastelle die sind "%$§" :-)
  • Vielen lieben Dank für die ausführlichen Antworten!

    Ich wollte doch auch mal Bericht erstatten *g.

    Also. Mit der Ölkreide kann ich überhaupt nicht - wir sind nicht auf einer Länge. Man muß aber ja auch nicht alles können. Da wird sich wohl der nächste Künstler in meiner Umgebung über einen tollen Farbkasten freuen. Die Aquarellmalerei liegt mir dafür jedoch um so mehr. Mir gefallen meine Bilder richtig gut ;). Diese Farben - einfach herrlich frisch.
    Den letzten Tipp mit der Mischtechnik werde ich natürlich auch ausprobieren *danke.

    Viele liebe Grüße, Hanna
  • retluocyknid
    Ich habe Ölfarben, Pinseln und eine Leinwand aber habe keine Ahnung wie ich anfangen soll. Muss ich den Leinwand preparieren oder so. Oder kann ich sofort anfangen zu skizzen und malen? :?:
  • Regina
    Hi Du,

    kommt drauf an... Ist die Leinwand bereits grundiert? Die gekauften sind es zwar in aller Regel - aber da würd ich mal nachschauen... (ich grundier die leinwand übrigens trotz allem nochmal... schafft besseren malgrund...)

    Man KANN bei Ölfarben mit Firnissen arbeiten, dies ist aber am Anfang nicht notwendig. Wenn Du das Bild fertig gemalt hast, wäre eine Schlussfirniss jedoch zu empfehlen - allerdings erst wenn das Bild vollständig getrocknet ist...

    Viel Spaß beim Malen,

    Regina
  • bibo
    Hallo :o ,
    Ich habe auch ein paar Fragen zu Ölfarbe.
    Ich male grade mein 1. Bild damit auf einer 60x60 Hartfaserplatte. Woran erkenne ich, das die Farbe trocken ist, ohne auf dem Bild sichtbare Spuren zu hinterlassen? Die Farbe ist übrigends von Schmincke.
    Ich habe vor in der Mitte des Bildes mit zerknülltem Papier und Kleister eine Art Strucktur herzustellen. Ich brauche mir doch keine Sorgen zu machen, das der Kleister die Farbe anlöst, oder?
    Bekommt man Firnis im Baumarkt oder im Zeichengeschäft und wie teuer ist sowas ungefähr? Ich hab hier so rausgelesen das man das schon machen sollte.
    Des weiteren muß ich gestehen das ich die Platte nicht vorbearbeitet habe, :oops: ich hoffe sie hält trotzdem ein, zwei Jahre. Ich glaube bis ich soeine von euch beschriebene Verbiegung nicht selbst gesehen hab kann ich mir auch nicht vorstellen das sowas passiert :)
    Kann vielleicht jemand ein Buch zum Malen mit Ölfarbe empfehlen? Ihr habt alle ganz schön Ahnung, das beeindruckt mich voll!
    Weiß jemand einen Trick wie man einfach eine grade Linie malen kann?

    Hm, das waren ganz schön viele.... sorry. Würd mich freuen, wenn jemand antwortet!

    LG Bibo
    Signatur
  • imihsas
    Hallo :o ,

    :arrow:

    hi bibo... welcome

    Ich habe auch ein paar Fragen zu Ölfarbe.
    Ich male grade mein 1. Bild damit auf einer 60x60 Hartfaserplatte. Woran erkenne ich, das die Farbe trocken ist, ohne auf dem Bild sichtbare Spuren zu hinterlassen? Die Farbe ist übrigends von Schmincke.

    :arrow:
    1. wenn die verdünnung nicht mehr riechbar ist... angetrocknet ist sie wenn sich eine haut gebildet hat... versuche selbst immer auf einer dickeren stelle mit der trockenen fingerkuppe zu testen.... hihi... hängt ab von malmittel, schichtdicke, etwaigen verzögerern... usw..

    richtig durchgetrocknet ist ölfarbe aber est nach ca einem halben jahr!

    Ich habe vor in der Mitte des Bildes mit zerknülltem Papier und Kleister eine Art Strucktur herzustellen. Ich brauche mir doch keine Sorgen zu machen, das der Kleister die Farbe anlöst, oder?
    :arrow: glaube nicht... hab ich allerdings auch noch nicht probiert!

    Bekommt man Firnis im Baumarkt oder im Zeichengeschäft und wie teuer ist sowas ungefähr?
    :arrow:
    würd eher in einen künstlerbedarfladen gehn... gibt es verschiedene arten, sprühdosen gibt es so um die 5 euro aufwärts, je nach hersteller....
    empfehlen kann ich die retuschierfirnis von schminke... die kannst du auch auf nicht ganz eingetrocknet stellen auftragen, um dann mit weiterer ölschicht drüber zu gehen... ist aber auch als schlussfirnis verwendbar!


    Ich hab hier so rausgelesen das man das schon machen sollte.
    Des weiteren muß ich gestehen das ich die Platte nicht vorbearbeitet habe, :oops: ich hoffe sie hält trotzdem ein, zwei Jahre. Ich glaube bis ich soeine von euch beschriebene Verbiegung nicht selbst gesehen hab kann ich mir auch nicht vorstellen das sowas passiert :)


    :arrow: hihi... ja sie hält auch länger, allerdings ist dann eine liegende lagerung vielleicht empfehlenswerter... braucht halt platz...
    oder du tust sie relativ bald rahmen lassen in einen stärkeren rahmen, dann ist sie auch fixiert und kann nicht mehr aus... hihi..

    Kann vielleicht jemand ein Buch zum Malen mit Ölfarbe empfehlen?

    :arrow:

    hab irrsinnig viel gelernt durch intensives studieren des bösner katalogs... da stehn oft wirklich hilfreiche tipps drinnen...
    ansonsten... probieren , probieren, probieren...
    es gibt einige regeln beim ölmalen, die wichtig sind:
    zb : das die unteren schichten immer magerer ( fettärmer) sein sollten als die darüberliegenden- sonst reisst die farbe nach jahren..
    bei ner buchempfehlung muss ich leider passen...

    Ihr habt alle ganz schön Ahnung, das beeindruckt mich voll!
    Weiß jemand einen Trick wie man einfach eine grade Linie malen kann?

    :arrow:

    hab ich auch hier im forum gelernt... abkleben... mit tesacrepp zb... gibts aber ein eigenes forumthema dazu!


    Hm, das waren ganz schön viele.... sorry. Würd mich freuen, wenn jemand antwortet!

    LG Bibo



    viel spass beim malen

    lg
    sashimi
  • uaetcoc
    .....zum kleister und der ölfarbe. kleister hat als bindemittel glutin (im weitesten sinne) und als lösemittel wasser, ölfarbe als binde- und als lösemittel öl. öl und wasser vertragen sich nicht sehr gut, d.h. vermischen sich nicht. also sollte dies kein problem darstellen. als voraussetzung gilt natürlich, die ölfarne muss (wenigstens) an der oberfläche trocken sein. probleme könnte es mit dammarfirnis geben, dieser kann im kontakt mit wasser / wasserdampf (also schon durch die luftfeuchte) "krepieren". wenn firnis anbringst, dies erst nach dem vollkommenen abtrocknen der malschicht (öl & kleister). vorher der partie mit dem kleister die feuchtigkeit endziehen.
    gruss, cocteau
  • peter schnaak
    peter schnaak
    hallo cocteau,
    was bedeutet es eigentlich wenn Dammar Firnis "krepiert"
    Habe ich etwa jahrelang alles falsch gemacht, eigentlich male ich ja nicht mehr aber man kann ja nie wissen...
    DF kann man doch mit Terpentin oder Alkohohl anmischen
    Alkfirnis habe ich aber nur als absperrenden Zwischenfirnis verwendet.
    Vor kurzen habe ich meine alten Bilder umgeschichtet aber mir ist kein Nachdunkeln und wenn ich genügend Bindnemittel verwendet habe, auch kein Bröckeln aufgefallen. ist auch wirklich schon lange her.
    gruß peterschnaak
    Signatur
  • uaetcoc
    hallo peter,
    unter "krepieren" versteht man, dass der firnis trübe wird (nicht gilben), d.h. dass er "weiss" wird und du nicht mehr durchsehen kannst. dies kommt, vereinfacht, von der aufnahme von feuchtigkeit in den kapillaren. dies ist wieder zu regenierieren (na ja, nicht so ganz und auch nicht ganz clever...), aber wenn du bis heute nichts hast ist es ja ok. würde jetzt auch eher von längeren zeiträumen sprechen. "bröckeln" wird er eh nicht, ausser du verwendest wirklich gewalt oder hast bei der anwendung alles, aber wirklich alles, falsch gemacht (...was ich sehr schwer bezweifle...). das vergilben ist etwas nettes, geht so schön langsam und gleichmässig, es schmeichelt unserem trägen auge (und hirn?)..... wer erinnert sich noch ob das bild vor 10jahren etwas heller war? .....ich sicherlich nicht. hmmmmmm.
    wird in der terminologie auch nicht als "schaden", sondern nur als "gewachsener zustand" deklariert. :wink: (was wir uns nicht alles schön reden.....)
    gruss, cocteau
  • peter schnaak
    peter schnaak
    Doch das kenn ich,wenn auch nicht unbedingt oft
    meine Bilder habe ich damals noch mit Wachs Terpentinöl Gemisch schlußgefirnißt
    Aber mir war damals auch kein Malgrund schäbig genug(sperrmüll, Wahlen) und was da noch für Zustände aufwachsen mögen.... :!:
    ich wills lieber nicht wissen, Bronze ist da etwas ewiger, leider auch teurer trotz aller do it yourself Romantik.
    Ich habe übrigens mal meine Technik in "nahtlose Übergänge" oä
    beschrieben und dann war Ruhe im Karton, ist das maltechnischer
    Schwachsinn? Scheinst ja viel von Maltechnik zu verstehen,mich würde mal Deine Meinung interessieren.
    Heute nehme ich nur noch Schulmalfarben (die Marke verrate ich nur wenn Constantin von denen gesponsert wird)
    Gruss Peterschnaak
    Signatur
  • bibo
    Hi!
    Erstmal dickes Danke für eure schnellen Antworten!
    Wegen der Trockengeschwindigkeit: Ich (kleiner unwissender Trottel) hab gar keine Verdünnung benutzt, die Farbe gefiel mir nämlich so schon sehr gut und außerdem hab ich die Tuben geschenk gekriegt und (man merkts ja) ich hab nich wirklich Ahnung davon und weiß damit kaum was anzufangen! Die Farbe war nach ungefähr 3 Wochen trocken, sodass man sie anfassen konnte ohne danach bunte Finger zu haben.
    Wann genau soll ich jetzt Firniss auftragen? So in nem halben Jahr, wenn alle Ölfarbenflächen trocken sind (die Kleisterstellen sind nach 2 Tagen schon trocken) ?
    Wie hab ich mir diese Firniss denn überhaupt vorzustellen, ist das sone Art "Lack" ? dann sollte ich nämlich die Klopapier/Kleister-Stelle lieber ausspaaren, die soll nich glänzen...
    Kann man wohl Blattgold auf (trockener) Ölfarbe befestigen? Nur sone Überlegung.

    Bis zum nächsten Mal,
    Bibo
    Signatur
  • uaetcoc
    hallo peterschnaak,
    sicherlich ist deine technische angabe sehr alt, aber absolut kein blödsinn, der blödsinn endstand erst viel später......
    was du beschreibst ist eine tempera-schichtmalerei mit oeligen zwischeschichten. diese sind nicht zwingend, verändern jedoch den effekt und erlauben es auch in den "tiefen" (tiefenglanz) lasurartige übergänge anzubringen. tempera ist für mich die "schönste" maltechnik - rein von der optik her. einfach irre komplex und sehr, sehr schwierig. ebenso ist dann, im generellen, fertig mit "flexiblen" bildträgern.

    ölfarbe "magere" ich generell aus. kleine mengen auf ein löschpapier geben und somit die "sauce" aufsaugen lassen, so verschwindet ein teil der beigemengten, zweitklassigen öle innert minuten. als "standart" verwende ich immer balsam-terpentinöl, hat einfach, kunsttechnologisch erwiesen, die "sinvollste" trocknungsgeschwindigkeit und somit wird die frühschwund-rissbildung weitestgehend ausgeschlossen.

    @bibo, du kannst das blattgold auf ein noch klebendes öl auftragen, gibt spezielle "anlege-öle" für blattgold (jedoch nicht zwingend....). gibt dann noch einen bösen tipp, dass das zeug nicht "absumpft" bei bedarf können wir darüber diskutieren.

    gruss, cocteau

    p.s. übrigens ist tempera die ABSOLUT langlebigste maltechnik, also wer sich selbst ein denkmal setzen will........ :wink:
  • peter schnaak
    peter schnaak
    Hallo Cocteau,
    Vielen Dank Für Deine Hinweise, ja meineLiteratur war eher älteren Datums so ist mir beispielsweise neu dass Dammarfirnis auch gilbt ich dachte, es reicht die Verwendung von Leinöl soweit wie möglich auszuschalten. Wenn ich diese mittlerweile entstandene Rezeptsammllung revue passieren lasse bekomme ich
    fast wieder lust mit dem malen anzufangen. (Doch wo sind die Farben hin wo sind sie geblieben...)
    Ich möchte übrigens ein Tonmodell, an dem ich gerade arbeite, in
    Gips abgießen und es mit Farben "behandeln" (nicht bemalen!)
    Mir ist noch dunkel in Erinnerung dass sich eine Kaseintempera dafür gut eignen soll, hast du damit auch Erfahrung?
    In meinem Wehlte ist ein Rezept angeben, Verseifung von Quark mit Borax usw. Ich weiß noch dass sie in der staatlichen Gipsformerei die Gipsgüsse erst mit einer Schellackschicht isolieren
    Da würde man doch bei Tempera nur Kaseinbindemittel nehmen oder?
    Übrigens finde ich das Thema Blattgold total interessant,
    24k massiv ist mir zwar lieber aber da ich bis dato noch keinen Inkaschatz(den man als Bildungsbürger eh nicht einschmelzen würde)gefunden hab,e würde mich auch diese Möglichkeit interessieren. Auf Holz, für Metalle gibt es andere Methoden.Da ist durch das Anlegeöl immer eine Reaktion mit dem Metall zu erwarten, obgleich ich in einem antiken Bericht mal was über Hühnereiweiss als Klebemittel gelesen habe. Da würde ich gerne mal mehr drüber wissen.
    Gruß aus berlin
    Peterschnaak
    Signatur
  • uaetcoc
    hallo peterschnaak,
    so wie ich es richtig verstanden habe, möchtest du eine gips-skulptur irgendwie "patinieren" (oder einfach etwas nicht-deckendes, partiell anbringen). "klassisch" wird hier wirklich einfach mit schelllack "isoliert", der muss aber wirklich 1A qualität sein (gilben) und darf wirklich nur in sehr dünnen schichten aufgetragen werden, ansonsten kann er abblättern oder es sieht einfach "schlecht" aus. einer "meiner" künstler "veredelt" zum teil eitempera mit kasein, um ein anderes haftungs- und verarbeitungs niveau zu erreichen. aber er hat eh eine sehr besondere technik...... kasein finde ich ein klasse bindemittel, vergilbt nicht, wird hart wie stein, ist keine chemische-keule und sieht toll aus. hier ist einfach üben zwingend, um sich mit der "vertreiber-zeit" vertraut zu machen.
    blattgold kannst du problemlos auf metall auftragen (mit anlege-ölen), die chemischen reaktionen sind soweit eigentlich nicht (mehr) sehr gravierend, jedoch isoliere ich metall-untergründe immer zuerst mit kunstharz-lack (in knalle gelb, so siehst du etwaige fehlstellen kaum), bin jedoch im diesen bereich sehr heikel, habe irgedeinmal, ursprünglich vergolder gelernt......
    auf holz ist der aufbau von kreidegrund, polimetn, usw, vermutlich klar. historisch (wie auch heute noch) kann poliment mit eiweiss angemacht werden, wie auch mit hausenbalse, gelatine oder was auch immer...... einfach für eine klassische hochglanz-vergoldung. es gibt auch die möglichkeit auf wachs zu vergolden (mortant-vergoldung), metalle galvanisieren zu lassen (industriell) oder die der feuer-vergoldung, jedoch sehr giftig und wird nur noch von wenigen spez. betrieben mit hohen umweltauflagen durchgeführt. es gibt jedoch auch rezepte wo blattgold direkt auf einen binder, z.b. eben hünereiweiss, aufgetragen wird, diese untergründe lassen sich jedoch nicht (kaum) polieren, so dass es nie zu einem absoluten hochglanz-effekt kommt. übrigens, wenn du vor hast etwas für den aussenbereich zu machen (metall), vergoldet man immer zwei mal, und dies nur mit einem 24 karat gold, je nach objekt mit doppelgold (doppelte dicke), dies ist abhängig von der beschaffenheit der oberfläche.
  • peter schnaak
    peter schnaak
    Übrigens habe ich mal in einer kaschmierischen Papiermache bemalungsanstalt eine schöne Technik beobachtet: die haben mit einem Kleber (gummiarabikum?) Ornamente, dem Kulturkreis entsprechend, hingemalt und Blattsilber darübergelegt und das übrige silber abgerieben, ein schöner Effekt, würde ich mir als sparsamer Hausmann nicht mit Blattgold trauen aber mit Silber...
    Das läuft allerdings mit der Zeit schwarz an (schwefelverb.) man müsste es unbedingt mit einem Lack behandeln.
    Gruß Peter
    Signatur
  • uaetcoc
    dies ist die klassische technik der buchmalerei, auf gummiarabicum, hünereiweiss oder so..... ob silber oder gold, der preis ist eh zu 90% herstellungskosten, da "juckt" das material nicht mehr..... silber ist zwingend zu lackeren, ist auch etwas schwieriger aufzutragen, da wesentlich dicker. weissgold ist ganz ok (16 karat), der farbton ist etwas wärmer, oder natürlich platin, aber da "juckt" das material doch wieder ein bisschen. übrigens kannst du mit den "abfällen" immer noch muschelgold herstellen (einschmelzen lohnt sich nicht, da ist meistens das busticket teurer als der erlös).
    gruss, cocteau
  • Seite 1 von 2 [ 25 Beiträge ]

  • Anmelden um auf das Thema zu antworten oder eine Frage zu stellen.

Ähnliche Themen