KunstNet nutzt Cookies. Details.
  • durch die nacht jagen

  • arik-atikin durch die nacht jagen
    durch die nacht jagen
    immer auf der suche nach etwas mehr leben

    wenn ich meine wohnung verlasse und mich riesig fühle
    sehe ich diese welt als spielplatz und kaufhaus
    groß, hektisch und ohne pausen
    deshalb gehe ich los und suche das abenteuer
    in der nacht
    wo all meine gespeicherten kontakte zur botschaft werden

    ich liebe die verschwommenen gestalten
    die mir des nachts mit scheuen auge
    schnelle wahrheiten verkaufen
    all das dexedrin und all die liebe
    sind nur tote belohnungssysteme
    in temporären augenblicken gefangen
    in der nacht wiederholt sich das leben
    krampfhaft und unverzeihbar
    weckt erinnerungen an tragick und sehnsucht
    zwingt mich rosen zu tauschen und nicht dornen

    nachts höre ich die musik der stadt
    laut, schrill und ohne pause
    ich beobachte wie alles fällt und stillsteht
    die menschen wirken kalt
    und doch brennen ihre versteckten gesichter
    sie erzählen geschichten von morgen und gestern
    von körper und seele, lust und einsamkeit
    sie tanzen auf glass, weiß und schrill
    ich aber wandere entlang der schatten
    und folge den pulsierenden adern der nacht
    während auf kleinen spiegeln
    weiße linien den weg in die unendlichkeit weisen

    im fieber der ruhelosigkeit hat jede begegnung ihren preis
    wir spielen mit zerbrochenen spiegeln und tanzen auf
    zerbrochenen träumen
    barfuss über gedankensplitter

    unheilige chemie tanzt auf meiner netzhaut
    so entfliehe ich seit tagen den nächten
    für einen einen augenblick
    und während das neon nervös zittert
    fetzt ein sturm durch meine nervenzellen

    am ende der nacht künden dunkle raben am strassenrand
    die gefrorene stille eines neuen tages
    keine atempause
  • Seite 1 von 1 [ 1 Beitrag ]

  • Anmelden um auf das Thema zu antworten oder eine Frage zu stellen.

Ähnliche Themen