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  • Kunst oder Dilettantismus?

  • relttaSareV
    Hallo, liebe Kunsdtfreunde! Nachdem ich die ganzen Beiträge durchgelesen habe, ist auch bei mir der Wunsch gereift, ein paar zeilen zu schreiben. Dieses Thema ist ja wirklich sowohl für "berufliche" als auch für "Hobby"-Künstler (Gänsefüßchen deswegen, weil das alles so relativ ist!) höchst interessant. Zu mir - ich male nur weil es mir eine RIESENFREUDE macht! Ich nehme mir das Recht zu sagen - ja, warum nicht - doch, das was ich mache, ist Kunst. Und ich bin fast davon überzeugt. Es ist eh alles SUBJEKTIV. Deswegen habe ich mich selbst davon überzeugt, dass das, was ich mache, meine Kunst ist. Der akademische Aspekt der Kunst kommt bei mir nicht zur Diskussion, ich habe beruflich ganz andere Dinge studiert und gemacht, aber viel mit dem Betrachten, Auswerten, Übersetzen dessen und anschließender Diskussionen zu tun gehabt (Museenbesuche mit Gruppen und einzelnen Gästen in der langjährigen Zeit der Dolmetscher/Übersetzertätigkeit - Deutsch-Russisch-Ukrainisch). Beim Malen ist meine Messlatte - mein Geschmack und meine Empfindung des Ästhetischen. Der Verkauf ist irgendwie für mich eine ganz komische Sache - mir gefällt fast alles, was ich mache, und ich will mich nicht davon trennen (ich weiß, es klingt "bekloppt"!). Wenn meine Arbeiten jemandem nicht gefallen, werde ich nicht krank. Mir geht es doch auch so - lange nicht alles anderer Autoren gefällt mir... Und sogenannte sachliche "Tipps" finde ich auch abhängig vom Geschmack des Tipp Gebenden und nicht als konstruktive Kritik, ich backe auch meinen Kuchen nicht für die ganze Welt, wird ja nicht jedem schmecken... Ich hoffe, es kommt keine Arroganz rüber, denn es ist meilenweit von ihr entfernt. Das ist nur jahrelange Arbeit an mir selbst und jetzt an meinen Kindern (bei mir - späte) daran, seinen Geschmack und seine Autonomie der Seele zu festigen. Das ist in der jetzigen Zeit so wichtig und dringend nötig, wo alles an Normen, Vorschriften und Vorlagen gebunden wird, auch der Geschmack und das Persönliche, Individuelle. Der individuellen Natur sei Dank, dass es die herrliche Vielfalt in der Kunst gibt, die verschiedenen Auffassungen und Sichtweisen. Für mich persönlich gibt es auch keine schlechten und guten Werke, sondern meiner Vorstellung im Geschmack und Gefühl für das gewisse Etwas entsprechende Arbeiten oder nicht entsprechende. Das war ein Zwischenruf von einer 55-jährigen Hobby-Enkaustikerin, die viel im Leben gesehen hat, die das Leben immer mehr mag und die Freude an ihrer Familie, ihren Bildern, an Schönem in der Natur und Interessantem, das andere geschaffen haben, hat. Ganz viel Freude für euch alle! Eure Dislussion íst höchst interessant und nützlich! Vera Sattler aus der Lausitz
  • Dana
    Dana
    Hallo Allen zusammen,
    es hat sich hier sehr interessante Diskusion entwickelt.
    Diletant oder Künstler? Das kann ich leider nicht trennen. Für mich sind die Werke "flach" oder aussagekräftig. Das ist auch abhängig von dem mit welchen Ziel ( komerzielles Gewinn oder etwas mitteilen wollen, etwas bewegen versuchen, usw...) ist der oder jeniger Werk zum Leben gerufen. Natürlich ist auch die Kunst nicht mehr so frei wie man sich denken kann. Sie wird auch von der Nachfrage bestimmt. Die Nachfrage wieder ist von der Werbung beeinflußt, usw..
    Heut zu Tage, wo die Wirtschaft humpelt, haben die Künstler wenig Chanzen, mit ihrem Schafen, sich durchzuboxen.
    Natürlich man kann malen und auf den Zufall sich verlassen. Jedoch heut zu Tage die Genialität des Künstlers und sein Kunstwerk selbst sind zu wenig, damit man etwas in der Kunstszene erreichen kann. Auf dem ersten Plan stehen die möglicht viele Kontakte und Bekanntschaften zu den Menschen, die Einfluß in der Kunstszene haben. Fals man die Richtigen kennt, kommt man durch, egal ob man besser oder schlechter kann als Andere in der Brange. Traurig, oder?
    Dana
    Signatur
  • relttaSareV
    Morgen! Das ist mehr als traurig, dass auch in diesem Bereich das Vitamin "B" nötig ist, dass es nicht reicht, Werke zu schaffen, in die Seele und Können (bei einem mehr, beim anderen weniger) eingebracht werden. Aber es stimmt, dass der Zutritt zur Öffentlichkeit eine sehr große Rolle spielt und da kann nicht jeder stark sein, um sich zu einer Vorstellung oder Ausstellung vorzuringen. Der Betrachter möchte die Bilder auch "anfassen", ganz nah herangehen, ein paar Schritte zurückttreten... Und das alles erreicht man nicht in virtuellen Galerien. Und außerdem ist es noch das verbreitete Gefühl der Abhängigkeit von der "Marke", Bilder eines "bekannten" Malers werden dann auch bei nicht immer höchsten Qualitäten hoch angesehen, nur weil er schon einen Namen in der Kunstwelt hat. Wie bei modischer Kleidung - das Label ist manchmal wichtiger... Es ist eben auch hier Marktwirtschaft, traurig, traurig... Und trotzdem malt man weiter, weil man sich ausdrücken will, vielleicht in erster Linie sich selbst etwas sagen will, nicht unbedingt der ganzen Welt. Ich vermute, das Messen und Differenzieren - Kunst oder Dilletantismus - bleibt eine offene Frage, da es doch am ehesten der innere Blick des Betrachters entscheidet und nicht die Regalien und Verdienste in der Öffentlichkeit, die sowohl offen als auch indirekt Aufträge erteilt, nach dem Prinzip - Leistung - Geld. Und deswegen ist das auch oft eher ein Handwerk mit Vorgaben und Grenzen. Aber trotzdem finde ich es sehr interessant, wie so jeder darüber denkt. Das war es wieder mal spontan. Tschüss und einen guten Tag noch! Vera Sattler aus der Lausitz
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  • rekffeos
    habe mich zu den Diletanten gesellt...
    In Düsseldorf hab ich keinen Künstlerausweis bekommen,
    da ich nicht an einer Kunsthochschule studiert habe, sondern Bauingenieurwesen.
    (In die Künstlersozialkasse käm ich aber rein?!?)
  • stanko
    stanko
    Künstler/in ist, wer Kunst mach!

    Dilettant/in ist wer... ? Dilettantismus gibt es nicht als Gattung.

    Warum also unterscheiden, zwischen Gattungen, wo es doch die zweite gar nicht gibt?

    Ob jemand Kunst zustande bringt entscheidet kein Gremium, keine offizielle Stelle und auch Voting.

    Da Kunst immer ein Werdendes ist, also immer im Fluß und deshalb auch alle, die sich in diesem Feld bewegen ebenfalls in Bewegung sind, erhält man also immer nur temporäre Bestandsaufnahmen von Werken, Aktionen, Handlungen etc.

    bin für künstlerischen Dilletantismus
    oder für dilletantische Kunst
    oder für
    JEDER MENSCH EIN KÜNSTLER
    Signatur
  • arik-atikin
    ich bin eine einzigartige und grossartige künstlerin
    ob das alle so sehen is mir eigentlich egal ... manchmal verkaufe ich was manchmal lach ich über meine kunst ... ich nenne mich künstlerin weil kunstwerke er.schaffe ... ich habe lust und spass am erschaffen ... autodidaktin muss ich sein in einer gesellschaft der filter und restriktionen ... ich schreibe, fotografiere und programmiere ... ich erschaffe welten und wesen und bewegungen ...
    ich bin gut !

    lara
  • analsur
    hallo sashimi,

    du schreibst..über "dilettantischen Hobbymaler".....

    es kommt doch ganz darauf an...manche künstler nennen sich künstler und manche dilettanten, sind eigentlich künstler, aber so bescheiden, dass sie es selbst nicht einmal merken....

    kunst hat doch viel mit wachheit und denken zu tun...
    was nützt einem ein talent, welches keiner sieht und was nützt es, sich künstler zu nennen, wenn derjenige keiner ist..?
    aber ich weiss schon was du meinst..es gibt schon einen übergang zum profi....

    grüße von ruslana
  • Herr Lehmann
    Herr Lehmann
    " Ich nehme mir das Recht zu sagen - ja, warum nicht - doch, das was ich mache, ist Kunst"




    🔗

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kunsthandwerk
    Signatur
  • tsieGsanalsuR
    ich sehe mich als kreativ...künstler, den begriff wollen mir andere einreden...;)
  • kceit
    ich bin nichts...ups, das war nicht dabei
  • spmet-rus-spmet
    temps² = Künstler

    Künstler ist für mich eher eine universelle Sache und hat was mit der Persönlichkeit und der Einstellung zu tun.

    Wer am Status Zweifel hegt, hat die Schwelle zum Künstler noch nicht überschritten.

    Kunststudium ist gut zum Arschabputzen.
    Viele der sogenannten Künstler scheitern noch bevor sie die vierzig erreichen auch mit Studium.
  • lisa
    lisa
    An den Thread erinnere ich mich :)) Eins der ersten Sachen, die ich gelesen habe, als ich das kn fand. Und ich bin mir ziemlich sicher, daß damals der Prozentanteil der Hobbymaler wesentlich höher lag, sonst hätte ich mich hier nie angemeldet ;))
    Signatur
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