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  • Suche nach KünstlerInnen

  • Bintiar Suche nach KünstlerInnen
    An unserer Schule ist es im Fach Kunst Pflicht eine Abschlußarbeit
    anzufertigen. Ich habe mich für ein Thema enschieden,
    das sich mit dem Persönlichkeitsverlust befasst, der
    durch die Gesellschaft und dem Zwang derer, sich in
    Perfektion zu üben, hervorgerufen wird.
    Jetzt zu meiner Bitte: Noch bin ich verzweifelt auf der
    Suche nach KünstlerInnen (Malerei, Skulpturen, Plastik,
    Collagen o.ä.), die sich einem Thema widmen, das zu
    meinem Parallelen aufweist, um sie bei meiner Präsentation
    als Bezugperson anführen zu können.
    Der Bekanntheitsgrad dieser Person ist dabei unwichtig.

    Vielen Dank im Vorraus.




    Nun zu einer weiteren Erklärung meiner Arbeit für eventuelles Unverständnis.



    Langes Leben – Kurze Leine


    Der Hauptaspekt meiner Arbeit soll die Gesellschaft sein. Eine Gesellschaft in der Menschen leben, die den Zwang haben sich in Perfektion zu üben. Menschen, deren Persönlichkeitsverlust schon eingetreten ist, weil sie dem nachgegeben, was sie selbst erschaffen haben.
    Ein Leben in dem darauf hingezielt wird, Was man ist und nicht Wer man ist.
    Es gilt sich so zu arrangieren, das man selbst der Situationsmächtigere ist, klein beigeben - kaum möglich.
    Natürlich gibt es auch weiterhin einige Ausnahme-Individualisten, Individuen, die es schaffen dem Ganzen nicht zu erliegen, dem zu trotzen, was die Mehrheit der Menschen nicht schafft, da
    die Furcht vor Werturteilen einfach zu groß ist, als das man ihnen von Angesicht zu Angesicht gegenüber treten kann.
    Ist der Mensch so eindimensional? Nein... er wird zu dem gemacht!
    Er wird zu dem gemacht, was passt. Was dort hingehört. Was am besten für alle ist!
    Zwar wird einem immer gesagt: „Hör darauf was du selber willst!“ ... „Schwimm nicht mit dem Strom!“ ... „Träume!“ ...
    Doch gerade diese Träume werden von den Wertvorstellungen zerstört.
    Es gibt nur diese eine Frage: Haben oder Sein?!
    Doch das Problem ist, dass dies weniger eine ernst gemeinte Frage ist, als vielmehr das rhetorische Produkt einer Massenmenschheit. Sie warten nicht ab bis man die Frage beantwortet... sie geht davon aus, das man weiß wie es läuft, das man weiß was richtig ist.
    Doch gerade dieses Richtig ist der Knackpunkt.
    Es gilt quantitativ zu sein: erfolgreich, beliebt.
    Doch ist es das vorauf es ankommt? Anscheinend ja...
    Perfektion ist das Ziel. Auch wenn das nicht zugegeben wird. Jeder will schließlich einmal sagen können: Ich hab’s geschafft! Doch hat man’s wirklich nur geschafft, wenn man ein kleines Häuschen hat, eine perfekte Familie, einen gut bezahlten Job. Wenn man erfolgreich ist? Hat man’s dann geschafft?
    Dann hat man alle typischen Klischees erfüllt. Ja...das hat man dann geschafft. Alle Klischees, die einem auferlegt werden.
    Doch wenn alle nach diesen Klischees streben, wo bleibt dann die Persönlichkeit?



    Klar, jeder will vielleicht irgendwann Familie, Heim und Job. Doch zu viele machen es des Zwangs wegen. Werden in eine Richtung gedrängt, die einem bestimmten Bild entspricht, aber nicht dem eigenen Wollen. Man wird zu jemandem, der in eine bestimmte Rolle passt.
    Desto Älter die Menschen werden, desto ähnlicher werden sie sich. Doch wo sind die vereinzelten Individualisten vom Anfang geblieben? Die Leute, die Spaß an dem hatten was sie tun, Spaß an dem, wie sie sind, wer sie sind. Spaß an dem, nicht zu sein wie alle anderen. Zwar selbst auch die Symboliken eines guten Lebens zu erreichen, doch mit der Gewissheit, nichts dafür aufgegeben zu haben. Ich glaube einige von ihnen sitzen gerade mit ihrer Familie in ihrem kleinen Häuschen und erfreuen sich ihrer Perfektion...
  • suilenroc
    Schwierig zu Deinem verführerisch definitiven Text noch was zu sagen. Du weißt schon Alles und fragst ein bißchen zu wenig. "Menschen, deren Persönlichkeitsverlust schon eingetreten ist, weil sie dem nachgegeben, was sie selbst erschaffen haben." - Alle Künstler mit Persönlichkeitsverlust und wohlgeformten Heim? "Desto Älter die Menschen werden, desto ähnlicher werden sie sich. " - das ist äußerlich so, da kann man sich aber sehr täuschen, es sei denn Du sprichst über "die Masse". Übrigens finden alte Menschen auch, daß alle Jugendlichen gleich sind. Und man kann sich treu geblieben sein und trotzdem ein Heim haben. Wer sein Leben lang neugierig ist und fragt, auch sich selbst, wird wahrscheinlich aus Deinem Raster fallen. HG Cornelius
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