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  • Tipp: kleine Bildformate!

  • Aziz Tipp: kleine Bildformate!
    Hallo Leute,

    habt ihr auch schon Gedanken über das Bildformat gemacht? Die Tendenz der letzten Jahrzehnte war eindeutig in zu großformatige Bilder erkennbar. Der Kundenkreis war wohl damit die Institution gemeint. Vergesst nicht die kleinen Bürger. Da liegt die Masse der echten Kunstliebhaber.
    Ich vermisse immer wieder kleinformatige Bilder. Formate, die auch zu Hause aufgehängt werden können.
    Letztenendes kann man durch die kleinformatigen Bilder auch mehr verdienen, da der Preis / m2 deutlich höher liegt als bei großformatigen Bildern. Manchmal glaube ich, daß viele Künstler sich mit großformatigen Bildern in astronomische Höhen sich bewegen wollen oder sich damit wichtig machen wollen. Dabei kommt es nicht auf die Größe an - sondern auf Qualität!
    Ich erkenne in letzter Zeit eine verstärkte Miniaturnachfrage (was nicht mein Geschmack ist).

    Schaut euch die Impressionisten an! Die verwendeten für mich fast ideale Bildformate. Nicht übermäßig groß - auch nicht zu klein. Genau richtig, um in der Natur malen zu können (leicht transportierbar).

    Aziz
  • flow_thgin
    Hallo!
    Das Problem kenne ich. Früher habe ich auf alles gemalt, was mir formatmäßig in die Hände gefallen ist. Als Theatermalerin war ich große Formate gewöhnt. Die größte Arbeit liegt so bei 8 x 10m. Na ja, im Laufe der Zeit lag mir mehr daran, die Bilder ordentlich zu rahmen. Ich arbeite heute fast ausschließlich im Format 40 x50 cm. Der Verkauf spielt auch eine Rolle, denn wer würde sich schon meine Tücher hinhängen können? Hinzu kommen Ausstellungen, die Rahmen hierfür müssen einfach austauschbar sein.
    Zudem bin ich anspruchsvoller geworden, was die Farbe anbelangt. Früher rührte ich diese selbst an. Gleich literweise. Heute bevorzuge ich Acrylfarbe aus der Tube.
    night wolf  ;D
  • Eine Erfahrung, die ich auch gemacht habe.
    Je kleiner, desto besser. Je billiger, desto .............

    Es ist einfach so - die Wohnzimmer unserer Kunden sind "Normalwohnzimmer" mit relativ kleinen Abmessungen. Es passen also keine großen Bilder hinein.

    Am besten malen wir Bilder in den Farben : grün und braun. Das passt dann gut zu den Möbeln im Stil: Eiche rustikal.

    Doch nun im Ernst - wir sollten unsere Bilder nicht an den Geschmack anpassen - wir sollten die zukünftigen Käufer "erziehen" zu sehen.
    Es gibt halt Themen, die man auf kleinen oder großen Malgründen mitteilt.
    Nicht alles ist gut was klein ist - nicht alles ist gut was groß ist.

    Einfach malen. Punkt.

    Torsten
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  • osoS
    YEP,

    in dem Sinne stimme ich vollkommen zu.

    ich halte auch mehr davon, das Bild seine Größe selbst zu bestimmen. Bestimmte Bilder brauchen einen bestimmten Raum. Meine großformatigen Sachen lassen sich nicht auf kleine Formate transformieren. Ich kann euch gerne mal Postkarten von ein paar meiner Arbeiten zukommen lassen und dann kommt ihr und schaut euch die Originale an.

    Es gibt natürlich auch umgekehrte Beispiele.

    In der Zeit, als ich noch unterrichtete hatte ich häufig den Eindruck, dass jeder sein individuelles Idealmaß an Bildgröße hat, dass sich eher nach seiner Statur und seinem Pinselstrich richtete, als an seinen kognitiven Vorstellungen.

    Und: Ob kleine Arbeiten einen besseren Quadratmeterpreis erreichen, halte ich für ein Gerücht.
    Der Zeitaufwand ist unvergleichlich hoch. Es ist meine Arbeits- und Lebenszeit, die ich in Rechnung stelle, nicht die Fläche verpanschte Leinwand.

    Den besten Preis erzielt man übrigens mit objects trouvées: 0 Materialaufwand; 0,1 Zeitaufwand; 99,9 Gewinnspanne

    meint ------> Soso
  • Aziz
    Hallo,

    natürlich wirken große Bilder anders. Das ist nicht abzustreiten. Wer sollte diese aufhängen?
    Ich habe den Eindruck, daß viele Künstler mit übergroßen Formaten richtig Kasse machen wollen oder Bilder für Museen, Institutionen und Ausstellungen malen. Was ist mit den Kunstliebhabern mit kleinen Räumlichkeiten? An diese denken wieder wenige Künstler. Das ist sehr schade.
    Deswegen der Aufruf, daß auch kleine Bildformate in Ausstellungen nicht fehlen sollte! Und ihr werdet sehen, daß auch kleine Bilder gern gekauft werden! Vorausgesetzt, die Qualität ist vorhanden.

    Aziz
  • osoS
    mmmmhhhhh....

    und die Skizzen und Papierarbeiten im Preisrahmen bis 100-200 Euro nicht zu vergessen...

    Soso
  • nam-tniap
    He Aziz, Du machst dir ja richtig Gedanken darüber deinen Sch.. unter die Menschheit zu bringen.

    --- Sollte nur ein Witz sein. ---

    Ich finde das man beides machen sollte.  
    Und Auftragsarbeiten sind vom Format sowieso vom Käufer festgelegt. Oder?
     
  • sirhC
    Auftragsarbeiten:

    "Also die Wand ist Gelb, aber nicht zu dunkel, eher blasgelb und nicht zu vergessen die Couch darunter. Die ist in Brauntönen gemustert, vielleicht mit einer Idee Rot drin. Das Bild darf also nicht zu unruhig wirken, sie wissen schon, wegen der Couch. Ach ja und Gelbtöne sollten darin auch keine vorkommen, weil das nicht gut zur Tapete passt. Rottöne passen meines achtens am besten in dieses Wohnzimmer, vorausgesetzt sie sind nicht zu grell, denn das würde mir nicht gefallen. Zu dunkle Rottöne möchte ich aber auch nicht haben, sie wissen doch wie ich das meine?"

    Wie schön wäre es, wenn Auftraggeber "nur" das Format vorgeben würden. Ein Grund für mich die Bilder so zu verkaufen, wie sie auf der Leinwand sind und mich nicht auf Sonderwünsche einzulassen.

    Chris
  • nam-tniap
    @Chris
    Und der Lohn,
    Es ist meiner Meinung nach nicht zu unterschatzen wenn man 2 -3 Tage für ein Auftragsbild investiert und den Rest des Monats sein eigenes Ding macht.
    Man sollte dies als technische Übung sehen und nicht alles was komerziell verkauft wird verteufeln.
    Jetzt im Herbst und vor den Weihnachtsfeiertagen verkaufen sich Portrais sehr gut, na und. Für mich OK
    Wenig Arbeit, gutes Geld.

     
  • Also, ich finde kleine Bildformate auch ganz okay, was auch immer genau klein sein mag - ich habe Serien von beispielsweise 30 x 30 cm gemacht und die werden gern genommen.
    Aber meine Erfahrung ist, daß die Bildinteressenten viel geneigter sind, (kleine) Bilder zu kaufen, wenn sie ein paar große Bilder vom Kunstschaffenden gesehen haben, deshalb mische ich das, wenn ich ausstelle.
    Große Arbeiten scheinen ein Indiz dafür zu sein, daß man was kann - was auch immer...
    Ich stimme übrigens paint-man zu, daß die eine oder andere Auftragsarbeit okay und vielleicht eine gute Übung ist und schließlich muß man ja leben, wenn ich für das Geld einen artfremden Job annehmen müßte, würde mich das mehr stören...
    Ciao von einer Künstlerin
  • Reinzeichner
    Reinzeichner
    Tja, was soll´s.
    Ich liebe es im Moment etwas größer zu malen!!

    Was interessiert mich die Wohnzimmergröße von Herrn Müller?
    In erster Linie male ich immer noch für mich.

    Auftragsarbeiten übernehme ich eher selten, wie schon erwähnt wurde, meist nur Portraits vor Weihnachten :shock: , danach kann ich es aber auch nicht mehr sehen.

    Mit den Auftragsarbeiten läuft es häufig doch so ab:
    "Ich war bei Porta, da habe ich ein ganz tolles Bild gesehen, aber sooooo teuer. Kannst Du mir das nicht malen?"
    Ich habe es aufgegeben den Leuten zu erklären, warum ein Original teurer ist als ein Poster.
  • ZidualC
    Hallo ihr Lieben,

    darf ich hier mal in die Runde fragen, welchen Beweggrund Ihr zum Malen habt? Wenn man seine Brötchen ausschließlich damit verdient, mögen solche Überlegungen sicherlich angebracht sein und natürlich muss man seine Malerei auch finanzieren können, die Materialien kosten ja auch Geld, aber ansonsten? Wo beginnt die intellektuelle Prostitution?

    Wenn ihr so von Bedürfnisbefriedigung (der des potentiellen Käufers, nicht der Euren) getrieben seid, dann malt doch küssende Paare im Sonnenuntergang oder diese wunderbaren blauen Akte, die man auf dem Flohhmarkt oder in jedem Posterladen nachgeschmissen bekommt, die verkaufen sich nämlich...

    Liebe Grüße
    Claudia
    die sich fragt, ob es hier um Kunst oder Kunsthandwerk geht
  • anigeR
    Hallo zusammen,

    also ich muß doch sagen, dass meiner Erfahrung nach große Bilder besser ankommen .....

    Und das wo ich klein liebe :-) nicht nur in der Malerei, habe als letztes Projekt 10 Mini Köpfe modelliert und bepinselt, die sind echt süß! Nur keiner will sie haben: Weil zu KLEIN!!!

    Naja, ansonsten denke ich kommt es wirklich auf das Thema an... Wenn man sich nur um die Farben kümmert sind große Bilder meist ansprechender, bei vielen Details kommen kleine Bilder besser an - das ist zumindest meine Erfahrung...

    Liebe Grüße
    Regina
    ( 🔗 )
  • Auftragsarbeiten:

    "Also die Wand ist Gelb, aber nicht zu dunkel, eher blasgelb und nicht zu vergessen die Couch darunter. Die ist in Brauntönen gemustert, vielleicht mit einer Idee Rot drin. Das Bild darf also nicht zu unruhig wirken, sie wissen schon, wegen der Couch. Ach ja und Gelbtöne sollten darin auch keine vorkommen, weil das nicht gut zur Tapete passt. Rottöne passen meines achtens am besten in dieses Wohnzimmer, vorausgesetzt sie sind nicht zu grell, denn das würde mir nicht gefallen. Zu dunkle Rottöne möchte ich aber auch nicht haben, sie wissen doch wie ich das meine?"

    Wie schön wäre es, wenn Auftraggeber "nur" das Format vorgeben würden. Ein Grund für mich die Bilder so zu verkaufen, wie sie auf der Leinwand sind und mich nicht auf Sonderwünsche einzulassen.

    Chris
    :oops: :roll: :idea:
  • paracryl
    paracryl
    Hallo!

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Leute große Bilder wollen. Wahrscheinlich weil sie den Gästen dann gleich auffallen. Dabei ist Fläche um ein Bild herum doch was schönes.

    Ich male lieber in einem guten Mittelmaß. Es ist nicht einfach, sich ein Bild im Kopf zusammenzustellen, dass dann 3 mal größer zu malen, als man es eigentlich will, nur weil es größer sein soll. An kleinen Bilder ist es sehr viel schöner, detailiert zu malen.

    Ich habe auch schon von Interessenten für meine Bilder gehört: "Genau so, nur größer!" Das nervt...
    Signatur
  • klaus etteldorf
    klaus etteldorf
    hallo,

    etwas spät, oder?

    schließe mich der Meinung von Claudia an.
    Denke, wenn ich aus Überzeugung male, kann ich auch eher andere überzeugen (auch zum kaufen).

    und darum ging es doch, u.a.

    klaus
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