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  • fluxus

  • Pierre Menard
    Pierre Menard fluxus
    wir reisen mal wieder durch den realitätstunnel in die 60 er jahre. es findet wieder mal ein versuch statt, dada traditionen auf internationaler ebene aufleben zu lassen. dieser aktuelle nennt sich fluxus. bei diesen neuen form handelt es sich um den versuch, die kunst letztendlich im alltag, im leben aufzulösen. dabei stehen prozesse und handlungen im vordergund, es geht also nicht darum ein meisterwerk zu schaffen.
    fluxus bemüht sich auch mal wieder darum, die schubladen zwischen den kategorien der kunst(kunst/theater/musik usw) zu durchbrechen und auch das publikum einzubinden.

    die fluxus künstler wollen sich nicht in eine scheinwelt der feierlichen, hehren kunst zurück ziehen, sondern stattdessen in oft witziger, ironischer weise den künstlerischen wert des alltags bewußt machen. die wirklichkeit nicht überhöhen zu einem idealbild, sondern sie zeigen wie sie ist. raus aus dem museum, der galerie rein ins leben. da stellt sich dem betrachter oft die frage: "ist das denn noch kunst?"
    aber gerade in der ausseinadersetzunmg mit dem gefunden, zufälligen, alltäglichen und nichtästhetischem liegt oft eine neue art der schönheit.

    die werke bestehen oft aus handlungsrelikten, spuren von prozessen, arbeiteten mit vorgefundenem material und bilden meist keine , nach den regeln der klassichen komposition gestalten werke.
    so gibt es schimmelbilder und schokoladenskulpturen von dieter roth, fettecken von joseph beuys, ironische bilder wie " ein auge das scheiße zum anderem sagt" von robert filliou, tautologische, ironisches statements wie das mit filzstift geschriebene "kunst" von ben, der in nizza seinen plattenladen , "magasin d`ben", zu einem gesammtkunstwerk ausbaut. name june paik baut visuelle synthezier und läßt mit charlotte moorman mit dem "tv bra" cello spielen, spoerri klebt spuren eines essens auf tableus und propagiert die "eat-art".
    außerdem geben zahlreiche künstler wie zb george brecht und george maciunas kisten und karten mit handlungsanweisungen heraus, die dann der rezipient autonom nachvolziehen kann, und so selber zum akteur und performer wird. ein bekanntes beispiel dafür ist "water yam", ein multiple von brecht.
    weiterhin gibt es allerlei fluxus konzerte, die von dada lautgedichten und john cage ausgehen. eine bekannte aufnahme der band sonic youth, "goodbye 20th century" ist zb unter anderem mit der beteiligung von cage, maciunas, yoko ono entstanden.
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    kurzer text zur george brecht und seiner heterospektive im museum ludwig: content.
    Signatur
  • Sigi
    Sigi
    Na klar, das ist Kunst - allerdings mehr hirn- als augenlastig. Warum wohl hat Duchamp mit dem Malen aufgehört und nur noch Schach gespielt? Meisterhaft! Ich werde jetzt noch den Dada-Artikel lesen.
    Sigi
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