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  • Malen mit Ölfarben, richtige Technik?

  • Michi
    Michi Malen mit Ölfarben, richtige Technik?
    hallo ihr Ölmaler :)

    also ich male selbst nur mit acryl und das sehr dünn bis fast schon wasserfarbe - mehrere Schichten

    jetzt muss ich aber ein Bild anfertigen für die Schule - verarbeitung Casper David
    und ich habe mich für Öl entschieden.
    Jetzt steh ich aber vor einem bze- mehreren problemen

    1. wie mal ich am besten ?

    wenn ich die reine ölfarbe nehme ist sie zu dick
    es sieht auf dem papier einfach bröselig aus

    verdünne ich sie sehr stark habe ich einen aquarell effekt
    und schaffe es nicht das bild ( auf a5) zu malen mit all dem detailreichtum

    wie malt ihr ? auch mehrere schichten ? erst dünn dann immer dicker drüber ?
    wie schafft man den detailreichtum ? habe sonst nur abstrakt gemalt und muss nun motivisch malen

    ich fühle mich ein bisschen verunsichert da ich meine skizze auf dem papier nicht um setzen kann , da es einfach zu sehr verläuft bzw. sich schwer verarbeiten lässt.

    bis jetzt sieht es wie ein verunglücktes aquarellbild aus und ich wollte schon den effekt von schöner dicker ölfarbe sonst hätte ich es gleich mit aquarell gemalt
    ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen
    danke
    gruß michi
  • duba
    wieder gelöscht und pn geschrieben:-)
  • Mo Häusler
    Mo Häusler
    Schad, abud, hätt´ ich glatt gelesen *fg*
    Mo
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  • dnumreebdrE
    Ja ich auch. Diese "Anfangsproblematik" stellt sich mir nämlich auch und trotz "Wicki" & "Google" hab ich keine zufriedenstellende Antwort für absolute Laien wie mich darauf gefunden.
    Also abud, wenn Du das liest und Dich nochmal erweichen lässt, dann wäre ich Dir für diese Hilfe auch dankbar, selbstverständlich darf auch jede/r andere Künstler/in der/die mit Ölfarben malt, mir gerne beistehen. Vielen Dank.

    🔗
  • Brigitte Guhle
    Brigitte Guhle
    Auch bei der Ölmalerei gibt es so viele Techniken wie es Künstler gibt. Bei C.D. Friedrich ist die Technik klassisch und deshalb vorgegeben.
    Als erstes würde ich Ölfarbe nicht auf Papier sondern auf einen bespannten Keilrahmen oder zumindest Malkarton auftragen.
    Das Bild kann man mit Bleistift vorzeichnen, muss es dann aber zwischenfixieren, denn die Ölfarbe löst den Graphit wieder auf und alles wird grau. (Ich zeichne mit verdünnter Tusche vor.)
    Dann würde ich eine sog. Imprimitur auftragen, das ist eine lasierend aufgetragene Grundfarbe über das ganze Bild. Ich verwende zur Verdünnung etwas Malmittel und Lasurpaste. Am nächsten Tag kann man dann an die Ausarbeitung der Einzelheiten gehen. Zuerst die dunkleren Flächen bearbeiten, danach die hellen, zum Schluss die Lichter setzen. Malmittel sollte man so wenig wie möglich verwenden.
    Es gibt hier im KN wahre Meister der Ölmalerei, ich hoffe, sie melden sich noch zu Wort. Ich kann nur erklären, wie ich es machen würde.
    Signatur
  • dnumreebdrE
    Aloha und schönen guten Abend Ambre,

    zunächst ein herzliches Dankeschön für die Antwort. Mittlerweile hab ich mir schon anderweitig auch Hilfe geholt, was aber Deinen Ausführungen absolut keinen Abbruch tut. Als Unwissende, kann man nicht genug an guten Ratschlägen und Tips bekommen. ;O)
    Ich hätte da noch ein paar Frage:

    Das Bild kann man mit Bleistift vorzeichnen, muss es dann aber zwischenfixieren, denn die Ölfarbe löst den Graphit wieder auf und alles wird grau.


    Mit was fixiert man den Graphit auf der Leinwand? Bei Zeichnungen kann man ja z.Bsp. Haarspray benutzen.

    Zuerst die dunkleren Flächen bearbeiten, danach die hellen, zum Schluss die Lichter setzen.


    Sollte man zwischen den dunklen & hellen "Phasen" eine Art "Antrocknungszeitraum" verstreichen lassen, oder ist das egal und man kann alle Schattierungen so quasi "auf einmal" malen?

    Wie sieht es mit der Grund-Ausstattung aus? Gibt es "Werkzeuge" ausser den Pinseln, die man einfach haben "muss"?

    Es gibt hier im KN wahre Meister der Ölmalerei, ich hoffe, sie melden sich noch zu Wort. Ich kann nur erklären, wie ich es machen würde.


    Das würde ich mir natürlich auch wünschen, aber ich freue mich schon, dass ich überhaupt Antworten hier bekomme und ich bin offen für viele Anregungen wie ich es am besten "hinbekomme". Ich glaub, ich hab mich nämlich etwas sehr überschätzt in meinem "Öl-Vorhaben". :O/ ;O)
  • Brigitte Guhle
    Brigitte Guhle
    Zu deinen Fragen:
    1. Viele fixieren mit Haarspray, das hab ich bei Zeichnungen auf Papier auch schon gemacht. Funktioniert, dürfen nur keine Pflegestoffe im Spray sein. Ich nehme aber sicherheitshalber Fixierspray für Kohle, kostet zwar ein Schweinegeld, ist aber besser, als nachher Flecken auf der Zeichnung zu haben. Da ich selbst bei Ölmalerei mit Tusche vorzeichne, habe ich mit dem Zwischenfixieren keine Erfahrung, weiß nur, dass Andere das so machen.
    2. Bei Ölmalerei gilt: helle Farbe auf dunkler. Hier noch etwas Generelles: Ich habe festgestellt, dass beginnende Maler ein Detail des Bildes nach dem anderen malen. Das wird dann aber naive Malerei.
    Von Frida Kahlo weiß man z. B. auch, dass sie z. T. ein Bild oben links angefangen hat und rechts unten war sie dann fertig.
    Aber so macht man es normalerweise nicht. Man baut ein Bild Schicht auf Schicht auf, auch wenn man nicht erst zwischentrocknen lässt (die Trockenzeit hängt von der Dicke der aufgetragenen Farben ab). Das Bild sollte an allen Stellen gleichzeitig wachsen. Man hat idealerweise sämtliche Farben, die für das Gemälde verwendet werden, auf der Palette und benutzt einen Pinsel für helle und einen für dunkle Farbe. Der Pinsel wird also nie zwischendurch ausgespühlt sondern nur am Lappen abgestrichen.
    Wäre gut, wenn man mal einem Maler bei der Arbeit zuschauen könnte. Damit meine ich jetzt aber nicht Bob Ross (Gott hab ihn selig!)
    Signatur
  • dnumreebdrE
    Vielen lieben Dank für Deine hilfreichen Antworten.

    Ich werde mich also daran versuchen, mit der Motivation, bei jedem Bild hoffentlich immer etwas besser zu werden.

    Bye the way, was man auch immer über Bob Ross und oder seine Kunst denken mag, ich empfand, nebst "Space Night" Auf BR, seine nachmitternächtliche Malsendung "The Joy Of Painting" auf einem Berliner Regionalsender nach einem harten Arbeitstag als super entspannend. Entspannender zum Teil als autogenes Training. 🔗 🔗
  • oicinitram
    Nie Vorzeichnung mit Bleistift (Graphitmine); kann sich sehr nachteilig auswirken, da sich Bleistift innerhalb von Monaten/Jahren durch die Farbschichten nach oben arbeitet, sieht dann vor allem bei den hellen Partien (Gesicht etc.)schlecht aus. Siehe auch Maltechniken von Renoir bei Max Doerner.
    Immer mit Kohle oder Kohlestift, dann mit (Pastell)Fixativ fixieren, nie mit Haarspray o.ä.!
    Die chemischen Reaktionen zeigen sich oft erst nach Jahren, die Maler sind dann zwar oft nicht mehr unter uns, aber schade um die Bilder (z.B Wilhelm Leibl).
  • Susimaus
    Susimaus
    Hallo Leute,

    ich mache meine Vorzeichnung immer mit Ölkreide, da braucht man nichts fixieren. Ist das keine gute Lösung, sollte ich was anderes testen??

    LG
    Susimaus
  • ?
    @susimaus
    bleibt dir überlassen. geht auch.

    @ michi
    lass den überflüssigen krempel weg. (> malmittel, vorzeichnung zwischenfixieren, etc)
    als untergrund reicht acrylgrundiertes, wenig saugfähiges stabiles papier, für die vorzeichnung kohle oder acryl. bleistift würd ich nicht nehmen.
    good luck
  • molahcS
    Mir ist die ölfalbe auch zu dick und weiß nicht richtig wie ich sie dünner bekomme, außer Terpentin das stinkt so.
    Über einem Tipp würde ich mich freuen.
    Lg Klaus
  • tsaG
    Für Schalom: Terpentinersatz. Das ist ein Benzin und stinkt wie Benzin, aber der Geruch ist flüchtiger und hält sich nicht so lange wie der Terpentingeruch. jerryhill
  • aitna
    Hallo!
    Die Vorzeichnung kann man auch mit Kohle machen und dann mit einem dünnen Pinsel mit Terpentin verstreichen... dann ist die Kohle gut fixiert und man kann, wenn das Terpentin getrocknet ist (das geht schnell) weiter malen. Der Nachteil ist allerdings, dass die Kohle durch das Terpentin verschmiert und es wahrscheinlich nicht so gut für Detailreichtum geeignet ist.
    Bei der Schichtenmalerei mache ich es so, dass ch über die Vorzeichnung grob die Schatten- und Lichtpartien mit einer einzigen, verdünnten Farbe anlege, d.h.mit ihr dunklere und hellere Flächen male.
    In dem grade erklärten und in allen folgenden Schritten ist die Regel "fett auf mager" zu beachten, d.h.von der ersten bis zur letzten Schicht nimmt der Terpentingehalt der Farbe ab, und der Ölgehalt nimmt zu (Terpentin=mager; Leinöl=fett).
    Ich mache es so, dass ich dann gleichzeitig sowohl die helleren als auch die dunkleren Partien schichtweise weiter mit Farben bemale-dadurch dass ich beides gleichzeitig mache, lasssen sich die Übergange von Hell nach Dunkel gut verwischen. Du kannst es allerdings auch in getrennten Schritten machen, denn durch lasuren bekommst du auch schöne Übergänge. Wichtig ist aber, dass du nach jeder Lasur das Bild erst mal Antrocknen lässt (sonst können später Risse entstehen)bevor du weitermalst. Terpentin trocknet schneller als Öl, de Schichten müssen auch lediglich antrocknen (1 Woche Wartezeit zwischen den Schichten reicht).
    Wie die anderen hier auch schon gesagt haben, setzt man die Lichtermit pastosem Auftrag ganz am Schluss.
    ich hoffe ich hab dich jetzt nicht zu sehr verschreckt...:)lass dir keine Angst einjagen, es lohnt sich auf jeden Fall, am besten übst du einfach mal ein bischen damit.
    Wenn du allerdings nicht so viel Zeit für das Bild hast, kann ich dir noch Acrylfarben empfehlen-sind völlig unkompliziert in der verarbeitung und trocknen richtig durch in ein paar Stunden (während ein Ölbild zum richtigen Durchtrocknen schon mal ein 3/4 Jahr oder sogar ein ganzes bracuht).
    Hoffentlich konnte ich dir ein bisschen weiterhelfen...
    Lg, Antia
  • tsaG
    Für Antia: Da sind wir, glaube ich ein bißchen vom Thema ab. Aber wenn Du mit Kohle vorzeichnest, glaube ich, daß Du recht sicher in der Zeichnung bist. Da könntest Du auch mit Tusche und Feder arbeiten. Das ist sehr präzise und verschmiert auch ohne Fixieren nicht. Ich habe das mal gemacht. Weil das Bild sehr detailreich war, zeichnete ich dünn und flüchtig die wesentlichen Sachen mit Rötelstift vor. Den fixierte ich nicht, zeichnete dann detailliert mit Tusche und die Rötellinien lösten sich in der Imprimitur ohne nachteilige Wirkung auf, während die Federzeichnung Schicht für Schicht schwächer wurde und schließlich verschwand, aber noch lange als präzise Hilfe nutzbar blieb. jerryhill
  • aitna
    @jerryhill: kann schon sein...:)hab mich aber auf der_michi bezogen- ich war mir nicht sicher wieviel er von der ölmalerei so weiß und weil er ja vorhatte in Schichtenmalerei zu arbeiten.
    Lg, Antia
  • sup-bill
    sup-bill Hallo Leute,
    bin neu hier,
    wollte nur ein Tipp geben, um alle Stinkbomben zu vermeiden, nehmen Sie einfach „Leinöl“ und damit können Sie Ihre Ölfarben so verdünnen wie Sie möchten und auch sogar eure Pinsel sauber machen. Damit könnt Ihr aus euren Ölfarben sogar die teuersten Bob Ross Farben ersetzen.
    sup-bill.de
  • leirA
    Hallo michi,
    Du kannst nicht jetzt ad hoc mit Ölmalerei anfangen und bald ein Ergebnis abgeben. Schon gar nicht auf Grund von den Beschreibungen hier, obwohl einige Tipps brauchbar sind.
    Geh zur nächsten Volkshochschule und schreibe Dich für einen Kurs ein. Wenn Du mit Öl anfängst, ergeben sich alle 30 Minuten 30 Fragen, die beantwortet werden sollten.
    Du brauchst einen geeigneten Malgrund, Leinöl und Terpentinersatz/Öl, nebst Ölfarben. Das Wichtigste ist ein Lehrer, der Dir erklärt, wie Du was machst, ansonsten dauert es ein paar Jahre bis man es begreift.
    Caspar Davids Stil ist ein altmeisterlich- mehrschichtiger Malaufbau, den haben die Wenigsten drauf, Schüler sowieso nicht.
    Du kannst eigentlich nur versuchen, ganz laienhaft die Farbwirkung nachzuahmen, damit es nicht arg blöd aussieht, aber die Chancen stehen schlecht, das sag ich Dir gleich.
    Wenn Du sehr talentiert bist und schnell begreifst, gibt es eine Möglichkeit alle Schwierigkeiten zu umschiffen. - Mit Mischtechnik!
    Beherrscht Du das, oder hörst Du das zum ersten Mal?
    Also: Du malst den Friedrich in mehreren Schichten Acryl ( mach Tests auf Sperrholz oder im Ölmalblock)bis er fast fertig ist, etwas heller als das Original wäre gut. Die allerletzte Schicht trägst du hauchdünn mit Fingerkuppen und feinem Pinsel in Öl auf/eventuell mit etwas Leinöl verdünnt, nun etwas dunkler und transparent, wobei die hellsten Stellen ( nach der Vorlage) eventuell mit Weiß gehöht werden können. In 2 Tagen ist es dann angetrocknet.
  • leirA
    Au weia, ich habe gerade gesehen, dass Michi den Thread vor 5 Jahren gestartet hat. Wahrscheinlich ist er längst mit seinem BWL Studium fertig oder gammelt, in bunte Tücher gehüllt, durch Indien.
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