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  • Was ist Kunst?

  • Was ist Kunst?
    Was ist Kunst?

    Nunächst mag diese Frage banal erscheinen, vielleicht sogar ein wenig lächerlich.
    Aber sobald die Oberfläche auch nur ein klein wenig angekratzt und etwas tiefsinniger darüber nachgedacht wird, stellt sich dieser Begriff als einer jener Sorte heraus, deren Sinn jedem selbstverständlich klar zu sein scheint, wo genaueres Nachfragen aber oft nicht mehr als ein Achselzucken hervorbringt.

    Was ist Kunst?

    Erfüllt Kunst in unserer Gesellschaft einen bestimmten Zweck (Kunst als [Zerr]spiegel der Gesellschaft? Kunst um Wohnzimmerwände zu garnieren?) oder kann sie nur aus Selbstzweck existieren?

    Ist die Entstehung von Kunst an die Ausübung einer Handwerklichen Tätigkeit (und die Beherrschung von Techniken) durch den Künstler gebunden oder kann Kunst auch deklariert werden?

    Unterscheidet sich Kunst von Kitsch oder kann Kitsch auch eine Ausprägung von Kunst sein?
    ...

    Oder ist letzten Endes nur das Kunst, was in einschlägigen Kunstbüchern abgebildet und in Museen ausgestellt wird?

    Es gibt viele unbequeme Fragen, die sich auftun, sobald man sich eingehender mit dem Thema befasst.
    Ich bin der Meinung, das aber gerade "Kunst"schaffende sich darüber eine Meinung gebildet haben sollten, was sie überhaupt produzieren und so freimütig als Kunst bezeichnen.
    Da die meisten Mitglieder dieses Forums selbst aktiv "Kunst"schaffende sind und den Begriff "Kunst" in ihren Postings verwenden, als bestünde hinsichtlich dessen Bedeutung kein Diskussionsbedarf, bin ich gespannt auf Eure Beiträge zu diesem Thema.
  • Aziz
    Hallo,

    Kunst machen ist nicht schwer!
    Kunst zu verstehen dagegen ist eine Kunst für sich!

    Es ist glaube ich leichter, Kunstbegriff fertig serviert zu bekommen, statt sich über Kunst Gedanken zu machen.
    Wer ernsthaft versucht zu verstehen, was Kunst ist, kann nur verrückt werden.

    Hör auf Dein Bauch - der verrät, was Kunst ist und was nicht. Laß Dir von niemandem was anderes reinreden. Habe den "Mut" zu Deinen (Bauch-)Gefühlen und Deiner Meinung.

    Aziz
  • stanko
    stanko
    Ist doch ganz leicht. Kunst ist, was ich mache!

    Oder: Kunst ist was Du machst!

    Oder vielleicht auch das was Deine Nachbarin macht.

    Ne Schmarrn - es ist viel und konträr dazu gesagt und geschrieben worden. Eine Definition ist aber nicht sinnvoll solange sie sich nicht an der Gegenwart orientiert. Und da beginnt schon das Dilemma. Die gegenwärtige Kunst stellt die althergebrachte Kunst in Frage und erweitert den Kunstbegriff an sich.

    Vielleicht ist über Kunst reden immer rückwärtsgewandt, während Kunst in der Gegenwart machen in die Zukunft weist.




    Bevor sich jetzt meine Hirnwindungen total verwinden höre ich lieber auf und freue mich auf weitere Reaktionen.

    lg stanko
    Signatur
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  • El-Meky
    El-Meky
    Du fragst:


    Was ist Kunst?


    Mister Gott ist für mich der Obermeister in der Gestaltung . erstaunlich unendliche optische Vielfalt ( im micro und macro) zu finden, allein die vielen Farben und die Tier,- und Pflanzenvielfalt. Bilder echt und wahr inklusive Geruch und Sound. . Ist das von uns Erdlingen zu toppen? Wird da nicht alles zum Abklatsch wenn es * kopiert* wird?

    Deshalb ist Kunst für mich, die Umsetzung einer Darstellung von Formen, Räumen, Figuren, Situationen, Dimensionen,Fantasien, Verschmelzungen,etwas, was es nicht**Wirklich/real*** gibt. . was vorher nicht fotografierbar ist um es dann nachzubilden. und wenn es dann handwerklich optimal umgesetzt ist ,dann ist es für mich Kunst.

    und dann ist es wiederum Geschmacksache , der eine mag dies und der andere eben das. ich mag jenes welches.. :wink:


    Erfüllt Kunst in unserer Gesellschaft einen bestimmten Zweck (Kunst als [Zerr]spiegel der Gesellschaft?

    Ja, Kunst versetzt Menschen in Bestimmte Stimmungen und erfüllt menschliche Begierden, wie zum Beispiel :Anregung, Begeisterung, erfreut oder empört sein können, inspiriert werden,und Zweck können sein: Besitz und Prestige, Kapitalsanlage oder Sammelstück, Schmuckstück ,als Dekoration, und so weiter.
    Ja sie ist auch ein Spiegel der Gesellschaft. Auch die Förderung und der Umgang mit Künstlern ist ein Spiegel der Gesellschaft. In Ägypten zB. bist du angesehen, wenn du ein Künstler bist.


    Kunst um Wohnzimmerwände zu garnieren?)

    Ja, auch dazu ist Kunst geeignet. sich Wohnräume gestalten um sich gut zu fühlen. ... ist ja gottseidank wieder in Mode gekommen. :o)

    oder kann sie nur aus Selbstzweck existieren?

    das ist ja sowieso der erste Impuls eines jeden Künstlers. der überlebenswichtige Selbstzweck, für den einen wie Hunger und Durst und für den anderen ein Handwerk zur Perfektion einer Abbildung.oder Beides. *lol*


    Ist die Entstehung von Kunst an die Ausübung einer Handwerklichen Tätigkeit (und die Beherrschung von Techniken) durch den Künstler gebunden ?



    Die Entstehung von Kunst ist nicht an nix gebunden . Sie entsteht in der Vision . Allerdings sind Handwerkliche Kenntnisse von Vorteil, eine Vision umzusetzen und zu realisieren.
    z.B.du hast eine Vision , eine Idee , eine Skulptur aus Marmor zu machen. . mit einem einzigen Meisselschlag kann der Marmor in tausend Stücke zerspringen, wenn du nichts von diesem Stein und seiner optimalen Bearbeitung weisst/ gelernt hast.

    oder kann Kunst auch deklariert werden?

    gibts ein deutsches Wort für deklarieren?



    Unterscheidet sich Kunst von Kitsch oder kann Kitsch auch eine Ausprägung von Kunst sein?


    man kann doch nicht Kartoffelsalat mit Blütenstaub zum Vergleich stellen.. hahaha
    ...

    Oder ist letzten Endes nur das Kunst, was in einschlägigen Kunstbüchern abgebildet und in Museen ausgestellt wird?

    für mich nicht!

    Es gibt viele unbequeme Fragen, die sich auftun, sobald man sich eingehender mit dem Thema befasst.

    unbequeme Fragen??? Wo?

    Ich bin der Meinung, das aber gerade "Kunst"schaffende sich darüber eine Meinung gebildet haben sollten, was sie überhaupt produzieren und so freimütig als Kunst bezeichnen.

    meinst du wirklich? Ich glaube schon allein weil es eine Bestseller Frage ist, die du stellst, wird sich jeder schonmal mehr oder weniger sein eigenes Urteil gbildet haben.

    lg :D
    Signatur
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Mal so auf die Schnelle zum Thema eingeworfen:
    Je mehr ich mich mit "Kunst" beschäftige, desto weniger weiss ich, was darunter zu verstehen ist !

    Was waren das noch für selig-unbelastete Zeiten, als mein Kunstverständnis auf der schlichten Dualität von "gefällt mir" und "gefällt mir nicht" beruhte :-)
    Das war Phase I.

    Dann folgte Phase II: die bildungsbürgerhafte Ernsthaftigkeit. Die war zuende, nachdem mir ein paarmal übel wurde von dem underträglichen pseudointellektuellen Hohlgeschwafel, das sich in vielen Kunstkatalogen und Ausstellungsbegleitheftchen findet. "Des Kaisers neue Kleider" dürfen seither andere ohne mich aufführen.

    Die These "Jeder ist ein Künstler" wird so gründlich missinterpretiert, dass offensichtlich jeder narzisstisch-neurotische Egomane seinen Krempel mit pseudopsychologischen Befindlichkeitsgesülze garniert zur Kunst deklariert. Der Umkehrschluss, der sich aus dieser herbeigeredeten Beliebigkeit ergibt, ist für mich "Niemand ist ein Künstler".

    Ich sag´s mit Ludwig Wittgenstein [http://www.phil.uni-passau.de/dlwg/]:
    "Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen. Und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen."
    Signatur
  • El-Meky
    El-Meky
    Die These "Jeder ist ein Künstler" wird so gründlich missinterpretiert, dass offensichtlich jeder narzisstisch-neurotische Egomane seinen Krempel mit pseudopsychologischen Befindlichkeitsgesülze garniert zur Kunst deklariert. Der Umkehrschluss, der sich aus dieser herbeigeredeten Beliebigkeit ergibt, ist für mich "Niemand ist ein Künstler".



    @ brooklyn, Die Frage war ja , was ist Kunst. darauf hab ich keine Antwort von dir gefunden.



    und:Ich stell mich gleich mal auf die Seite der narzistisch. neurotischen Egomanen! und behaupte jeder kann ein Künstler sein.

    Also, ein Künstlerfreund von mir, aus süd-Indien, den ich dieses Jahr besucht habe, hat zu mir gesagt,
    ich muss mir die Werke der alten Künstler ansehen, um Licht und Räumlichkeit usw. malen zu lernen.
    Mich hat aber jedesmal mehr der Künstler selbst ,als seine Werke interessiert.
    und mir ist aufgefallen, dass jeder von denen irgendwie EXTREM war.
    extrem intro,- oder extrovertiert oder sie waren schwer depressiv, oder sie fröhnten irgendeiner Sucht.... Rotwein, Opiate...
    Sie hatten extreme Verhältnisse zu Frauen und oder anderen Menschen....
    Ihre Visionen kamen aus diesen " Pseudoempfindlichleiten, die du brooklyn so abfällig abtust.

    mir sind die * Verrückten Kreativen* allemal lieber als * Normalos. da ist einfach mehr Intensität/ Leidenschaft dahinter.


    und der letzte Satz, den du da zitierst, hätte eine auch eine 'hohle Aussage' von irgend einem Politiker sein können.
    Signatur
  • imihsas
    hallo ihr zwei lieben..

    zähl mich auch eher zu den verrückten, als zu den normalos... bekomme jedoch oft gesagt, so verrückt gar nicht zu sein, eher wieder angepasst... ist also alles relativ... nur weil ich ne therapie mache bin ich nicht unbedingt verrückt genug... weil das machen ja mittlerweile auch viele. weil es schick ist.. sowas verrücktes... hihi..egal

    nur mich beschäftigt eher die frage, ob da irgend ein unterschied ist zwischen mir, und meiner intension und ernsthaftigkeit arbeiten zu schafffen... und jemanden der grad mal einen volkshochschulkurs besucht hat, und freudig dem neuen hobby fröhnt...
    bitte mich nicht falsch zu verstehn... ist super, ok, und toll, jeder soll sich kreativ betätigen wenn er lust dazu verspürt... ist es deswegen gleich kunst, weil man einen pinsel in die hand nimmt?...

    vielleicht ja, und vielleicht auch nein, vielleicht ist das was ich mache keine kunst, kann doch jeder im grunde... der sich ein wenig damit beschäftigt...

    ICH WEISS ES NICHT...

    vielleicht liegt der schlüssel in der antwort ja auch gar nicht in unserer beurteilung als schaffende... vielleicht fehlt uns da auch der nötige abstand... nur dann sind wir wieder dort, das das was gut verkauft wird nur kunst ist... das kanns ja auch nicht sein, das es allein der markt ist, der bestimmt was kunst ist..

    oder das wir das zepta der entscheidung über kunst oder nicht kunst bereits etablierten altkünstlern und professoren in die hand legen... die zwar... zugegeben die nötige erfahrung und sichtweise besitzen, jedoch möglicherweise auch schon eine art betriebsblindheit entwickelt haben...

    vielleicht können wir die frage nicht beantworten... ist zu irrational und subjektiv, um eine wirklich objektive, allgemeingültige formel dafür zu finden... wobei sich gleichzeitig wiederum die frage stellt ist es denn unbedingt notwendig zu schubladisieren.... ist es nicht eigentlich genau das was was wir nicht wollen... die menschen in künstler und nicht künstler zu unterteilen... sogesehen finde ich stankos denkansatz wieder ganz interessant...

    lg
    sashimi
  • michael pfannschmidt
    michael pfannschmidt
    kunst ist,wenn man in einem runden zimmer in die
    ecken scheisst... :idea:
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    @helio
    Ist es denn so erstrebenswert, "irgendwie EXTREM" zu sein?
    Was ist daran so auszeichnend, "schwer depressiv" oder gar süchtig zu sein?
    Macht es jemanden zu etwas Besonderem, weil er an sich und der Welt krankt und dies in endlosen Selbstumkreisungen in Form von "Kunst" kultiviert oder zelebriert?

    Ich verstehe durchaus die Faszination und den Reiz, die das Angebot der Identifikation damit hat. Aber was vielleicht im Ursprung beim einzelnen authentisch war und zu revolutionären Ein- oder Ansichten führte, wird durch Adaption nur zur Attitude.

    Und mir ist nun mal jede Art von Ehrfurcht vor "künstlich" zu Heiligtümern erklärten Konstrukten suspekt (dies gilt auch für andere Lebensbereiche).

    "Jeder ist ein Künstler": So betrachtet ein tröstlicher Ansatz - kann dann doch der "Heiligenschein" des Besonderen in der Masse untergehen.

    Und die Frage, was Kunst ist, kann ich am besten mit Sätzen des indischen Philosophen Jiddu Krishnamurti beantworten:

    "Kunst ist es, die Schönheit eines strahlenden Lächelns oder eines Gesichtsausdrucks zu sehen und nicht ein Bild zu bewundern, das irgendjemand gemalt hat. Seitdem wir vergessen haben, freundlich zu sein und all die Sterne, die Bäume, die Reflexionen auf dem Wasser anzuschauen, brauchen wir Bilder. Deshalb hat Kunst außer als Diskussionsthema in der Kneipe keine Bedeutung in unserem Leben.

    Nur wenn der Geist frei ist, um zu beobachten und allen Dingen volle Aufmerksamkeit schenken kann, ist schöpferische Verwirklichung möglich. "
    Signatur
  • reteP
    Hallo, SAM,

    obwohl ich mich zu der Frage "Was ist Kunst?" nur sehr ungerne äußere (das gibt IMMER Streit), hat Dein Beitrag mich aus der Reserve gelockt, denn ich sehe das GENAU so wie Du:


    Was waren das noch für selig-unbelastete Zeiten, als mein Kunstverständnis auf der schlichten Dualität von "gefällt mir" und "gefällt mir nicht" beruhte :)
    Das war Phase I.


    So war das auch bei mir, und das war durchaus eine wichtige Phase. In gewisser Weise erwische ich mich manchmal dabei, daß ich es immer noch so sehe, aber ich bin ja noch jung, um zu lernen :)

    Dann folgte Phase II: die bildungsbürgerhafte Ernsthaftigkeit. Die war zuende, nachdem mir ein paarmal übel wurde von dem underträglichen pseudointellektuellen Hohlgeschwafel, das sich in vielen Kunstkatalogen und Ausstellungsbegleitheftchen findet. "Des Kaisers neue Kleider" dürfen seither andere ohne mich aufführen.


    Ach, das tut gut!!! Wenn ich Industriellengattinnen Kunst á la Wasistgeradetrend kaufen sehe, und die ratlos-dümmlichen Gesichter ihrer Männer sehe, die entsetzt auf den Preis schauen, spüre ich oft, wie glücklich ich bin, mit dieser "Schicht" nichts, aber auch gar nichts zu tun zu haben.

    Die These "Jeder ist ein Künstler" wird so gründlich missinterpretiert, dass offensichtlich jeder narzisstisch-neurotische Egomane seinen Krempel mit pseudopsychologischen Befindlichkeitsgesülze garniert zur Kunst deklariert.


    :)

    Der Umkehrschluss, der sich aus dieser herbeigeredeten Beliebigkeit ergibt, ist für mich "Niemand ist ein Künstler".


    Noch mal: :)

    Ich sag´s mit Ludwig Wittgenstein [http://www.phil.uni-passau.de/dlwg/]:
    "Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen. Und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen."


    Dieser berühmte letzte Satz aus Wittgenstein Tractatus läßt sich natürlich auf JEDES Thema anwenden. Aber im Ernst: Was mir bei den "Künstlern" oft fehlt, ist die Erkenntnis, daß zur Kunst auch das Können gehört. Es ist dumm, anzunehmen, das "Kunst=Können" ist. So eine Können-Kunst ist leer. Aber eine Kunst ohne Können ist peinlich. Wobei ich mit Können nicht "Akademie" meine. Ich bin der festen Überzeugung, daß jeder Mensch Kunst machen KANN, sofern er neben Intuition und Phantasie, die er haben MUSS, auch das Können "lernt".

    Vielleicht ist das ja auch der große Unterschied zwischen denen, die glauben, "jeder sei ein Künstler" und denen, die Künstler sind: Letztere TUN lieber, während erstere deklarieren.

    Liebe Grüße

    Peter

    Übrigens: Kein halbwegs gesunder Mensch käme auf die Idee, wie wild auf einen Konzertflügel einzuschlagen, und dann zu behaupten, er sei Musiker. Aber bei Bildenden Künstlern nimmt man alles hin. Vielleicht sind wir ja wirklich verrückt ;-)
  • reteP
    Hallo, Heliopo,

    >und:Ich stell mich gleich mal auf die Seite der narzistisch.
    >neurotischen Egomanen! und behaupte jeder kann ein Künstler
    >sein.

    KANN (!!!) ist sicherlich richtig! Aber Beuys sagte, jeder Mensch IST ein Künstler.

    >Also, ein Künstlerfreund von mir, aus süd-Indien, den ich dieses
    >Jahr besucht habe, hat zu mir gesagt, ich muss mir die Werke der
    >lten Künstler ansehen, um Licht und Räumlichkeit usw. malen zu
    >lernen.
    >Mich hat aber jedesmal mehr der Künstler selbst ,als seine Werke
    >interessiert.

    Kannst Du das denn so trennen? Für mich ist beides wichtig. Ich gehe pro Jahr mindestens 50mal ins Museum, und ich genieße es, so völlig andere Arbeiten als meine eigenen zu sehen, und dennoch lerne ich. Sogar von Caspar David Friedrich habe ich gelernt, obwohl meine Arbeiten wirklich nicht im Entferntesten etwas mit CDF zu tun haben.

    > und mir ist aufgefallen, dass jeder von denen irgendwie EXTREM
    > war.

    Das ist richtig. Eine liebe Bekannte von mir, Psychoanalytikerin, sagte, ein Mensch, der keine Macke hat, KANN gar kein Künstler sein. Das halte ich durchaus für möglich. Sehe es ja an mir ;-)

    > Ihre Visionen kamen aus diesen " Pseudoempfindlichleiten, die
    > du brooklyn so abfällig abtust.

    Ohhh, ich glaube NICHT, daß Brooklyn DAS gemeint hat! Aber dazu sollte sie sich selbst äußern, ich will und kann sie hier nicht "interpretieren". Aber ich kann es mit einem Beispiel aus der Literaturszene zeigen, was ICH meine: Ich schreibe ja auch Bücher, habe mehrere publiziert, Gedichte, Erzählungen, Essays. Ich war in vielen Literaturforen, und dort las ich Gedichte von erschreckender Simplizität! Wenn irgendein Mütterlein seinen Herzschmerz in Verse bringt, nennt sie das "Lyrik". Und da stehen einem wirklich die Haare zuberge. Ich glaube, daß Brooklyn eher SOLCHE Befindlichkeitspersönlichkeiten meinte und weniger die Künstler, die aus irgendeinem Grunde die Bahn der Norm verlassen haben und verlassen wollten. Aber wie gesagt, ich fände es gut, wenn Brooklyn dazu selbst Stellung nähme.

    >mir sind die * Verrückten Kreativen* allemal lieber als *
    > Normalos. da ist einfach mehr Intensität/ Leidenschaft dahinter.

    Da sind wir 100% einer Meinung. :)

    >und der letzte Satz, den du da zitierst, hätte eine auch eine
    >'hohle Aussage' von irgend einem Politiker sein können.

    Hier MUSS ich einfach "belehren", sorry. Aber Wittgenstein ist neben Schopenhauer mein Lieblingsphilosoph. Wittgenstein ist wohl der bedeutendste Philosoph des 20sten Jahrhunderts, er hat Bemerkenswertes für die Logik, für die Erkenntnistheorie und für die Sprachphilosophie geleistet. Sicherlich ist er nicht banal und Wittgenstein hat die Politik gehaßt.

    Verzeih die Belehrung, aber das KONNTE ich als Wittgensteinianer nicht so stehen lassen (Wittgenstein hat in seiner späteren Philosophie übrigens hervorragende Texte zur Farbpsychologie geschrieben ;-))

    Viele Grüße

    Peter
  • reteP
    Hallo, SAM,

    ich sehe, daß Du in der Zwischenzeit geantwortet hast :)

    @helio
    Ist es denn so erstrebenswert, "irgendwie EXTREM" zu sein?
    Was ist daran so auszeichnend, "schwer depressiv" oder gar süchtig zu sein?
    Macht es jemanden zu etwas Besonderem, weil er an sich und der Welt krankt und dies in endlosen Selbstumkreisungen in Form von "Kunst" kultiviert oder zelebriert?


    Warum sollte ein Mensch, der mittels Kunst seine Leiden "in den Griff" bekommt, dies nicht tun dürfen?! Wir sollten uns -meiner Meinung nach- davor hüten, die Norm zu etwas zu machen, das in jedem Fall richtig ist. Wobei ich Dir Recht gebe, daß man das nicht "kultivieren" sollte... Bzw. ich solche "Kultivierungen" peinlich finde. Aber für Depressionen kann ein Mensch nichts, und wenn aus diesen Depressionen, seiner Welt- und Lebenssicht, verbunden mit handwerklichem Können KUNST resultiert, was ist daran schlecht? Aber es kann auch sein, daß ich Dich jetzt nicht ganz verstanden habe.

    >Und mir ist nun mal jede Art von Ehrfurcht vor "künstlich" zu
    >Heiligtümern erklärten Konstrukten suspekt (dies gilt auch für
    >andere Lebensbereiche).

    Ich stimme dem zu, würde aber gerne wissen, was Du unter diesen Heiligtümern KONKRET verstehst.

    Schönen Gruss

    Peter
  • El-Meky
    El-Meky
    @ brooklyn

    Ist es denn so erstrebenswert, "irgendwie EXTREM" zu sein?

    Irgendwie extrem zu sein ist ein Zustand, den ich lebe. man hat ihn oder nicht. Der eine hat Locken, der andere die Glatze , so ist es mit den Befindlichkeiten.

    Was ist daran so auszeichnend, "schwer depressiv" oder gar süchtig zu sein?

    Ich habe nur wiedergegeben, dass EXTREME bei alten Meistern zu finden waren. Ich habe nicht gesagt dass eine solche Lebensweise / Gefühlswelt ausgezeichnet werden soll. aber wahrgenommen werden sollte.

    Macht es jemanden zu etwas Besonderem, weil er an sich und der Welt krankt und dies in endlosen Selbstumkreisungen in Form von "Kunst" kultiviert oder zelebriert?


    Ja, es macht einen solchen Menschen zu etwas Besonderem. und... die Welt IST unumstritten erkrankt !.... der Mensch in ihr ebenso.wer da noch Gefühle EXTREM zelebrieren kann, weil er fühlt und spürt, erlebt dem wahren Luxus!

    Ich verstehe durchaus die Faszination und den Reiz, die das Angebot der Identifikation damit hat. Aber was vielleicht im Ursprung beim einzelnen authentisch war und zu revolutionären Ein- oder Ansichten führte, wird durch Adaption nur zur Attitude.
    Ich verstehe so eine 'fremdwörter Sprache' nicht. sorry. gehts einfacher ?*lächel*

    Und mir ist nun mal jede Art von Ehrfurcht vor "künstlich" zu Heiligtümern erklärten Konstrukten suspekt (dies gilt auch für andere Lebensbereiche).

    ??hab ich auch nicht verstanden....bin ein 'Fremdwörter Banause'. lol

    "Jeder ist ein Künstler": So betrachtet ein tröstlicher Ansatz - kann dann doch der "Heiligenschein" des Besonderen in der Masse untergehen.

    hab ich nie behauptet! ich habe gesagt jeder KANN ein Künstler sein....°°°°Heiligenscheine schweben über der Masse*lacht*

    Und die Frage, was Kunst ist, kann ich am besten mit Sätzen des indischen Philosophen Jiddu Krishnamurti beantworten:

    "Kunst ist es, die Schönheit eines strahlenden Lächelns oder eines Gesichtsausdrucks zu sehen und nicht ein Bild zu bewundern, das irgendjemand gemalt hat. Seitdem wir vergessen haben, freundlich zu sein und all die Sterne, die Bäume, die Reflexionen auf dem Wasser anzuschauen, brauchen wir Bilder. Deshalb hat Kunst außer als Diskussionsthema in der Kneipe keine Bedeutung in unserem Leben.


    das Zitat ist wahr, aber deiner Schlussfolgerung kann ich nicht zustimmen.

    Nur wenn der Geist frei ist, um zu beobachten und allen Dingen volle Aufmerksamkeit schenken kann, ist schöpferische Verwirklichung möglich. "

    dieser Aussage stimme ich voll und ganz zu!

    Muss man in dieser ' kranken Welt ' nicht Extrem sein, um ihr zu entkommen und sich auf die Seite der Künstler/Visionäre zu schlagen? :oops:

    _________________
    @ Ich habe nur den einen einzigen Satz von dem Hernn W. in diesem Zusammenhang hier * als hohl empfunden* dein Herr W. bleibt dir in seiner Wichtigkeit erhalten. :D :wink:
    Signatur
  • El-Meky
    El-Meky
    @ Peter, meine eigenen Wörter sind dunkelrot gefärbt.

    die schwarze und gelbe Schrift sind brooklyn's Zitate
    Signatur
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Wie wundervoll! Endlich mal Leben in der Bude :-)
    Und dazu kracht´s und blitzt und es prasselt der Regen, als wär die Apokalypse nicht fern! (jedenfalls hier in Bonn...)

    @Peter:

    Eine liebe Bekannte von mir, Psychoanalytikerin, sagte, ein Mensch, der keine Macke hat, KANN gar kein Künstler sein

    Genau diese Aussagen halte ich eben für eine äusserst beliebte und gesellschaftlich anerkannte Floskel, die einfach nicht der Wahrheit entspricht. Damit wird der "Künstler" in die Ecke der psychischen Auffälligkeit gestellt - allein seine Kunst adelt den Umstand, dass er ansonsten ja einen an der Klatsche hat :-)

    Im Umkehrschluss meinen dann viele, sie seien zur Kunst berufen, weil sie mit sich und der Welt nicht klarkommen. Wer hält sich schon für normal? Die Regale der Buchläden sind VOLL mit Hilfelektüren. Warum hat das wohl Hochkonjunktur?

    Wenn aber nun schon - wie weiter oben behauptet - , die ganze Welt krank ist (auch das eine beliebte Talkrunden-Floskel, der niemand widersprechen mag), dann kann der einzelne nun nicht für sich eine persönliche Einzigartigkeit daraus herleiten.


    Wenn irgendein Mütterlein seinen Herzschmerz in Verse bringt, nennt sie das "Lyrik". Und da stehen einem wirklich die Haare zuberge.
    Hier musste ich wirklich herzhaft lachen. Ich kann´s mir bestens vorstellen. DAS genau meinte ich :-) Die Beschäftigung mit der eigenen Befindlichkeit erzeugt keinesfalls automatisch schamanenhafte Tiefeneinsicht. Wer das glaubt, der fährt sicher auch auf Brigitte Lämmle ab :-)


    Und mir ist nun mal jede Art von Ehrfurcht vor "künstlich" zu
    Heiligtümern erklärten Konstrukten suspekt (dies gilt auch für
    andere Lebensbereiche).


    Damit meine ich alles (vornehmlich Gebilde aus Politik und Religion), was unter dem Schirmchen der Ehrenhaftigkeit/Erhabenheit/Wichtigkeit dazu missbraucht wird, andere zu manipulieren und eigene Ziele unter´m Radar durchzusetzen ("heilige Kriege" z.B.).

    Bei mir gehen schon alle Alarmglocken los, wenn sich etwas oder jemand fürchterlich ernst nimmt - da gibt´s dann schnell nix mehr zu lachen...


    Mir sind die * Verrückten Kreativen* allemal lieber als *
    Normalos. da ist einfach mehr Intensität/ Leidenschaft dahinter


    Die Intensität und Leidenschaft, die aus dem Leiden an sich und der Welt entspringt, hat oft etwas (Selbst-)zerstörerisches. Intensität und Leidenschaft sind viel mächtiger und schöpferischer, wenn sie aus der Liebe (zu sich, der Welt und allen Dingen darin) geboren werden.

    ---------------------------------------------------
    @helio:

    Muss man in dieser ' kranken Welt ' nicht extrem sein, um ihr zu entkommen und sich auf die Seite der Künstler/Visionäre zu schlagen?

    Nein. Muss man nicht.
    Es gibt genügend politische und religiöse Gruppierungen, die die Welt für so krank halten, dass man ihr mit "leidenschaftlichen Extremen" begegnen muss.
    Wir sind alle unverbrüchlich Teil dieser Welt. Da kann man sich nicht durch irgendwelche Etikettierungen auf eine andere Seite schlagen oder ihr gar entkommen.

    Wie kann ein Geist frei sein, der sich nur um sein Leid und seine Sorgen dreht?
    Signatur
  • reteP
    Hallo, SAM,

    Wie wundervoll! Endlich mal Leben in der Bude :-)


    Hast Du das Gefühl, dieses Forum sei tot? ;-)

    Und dazu kracht´s und blitzt und es prasselt der Regen, als wär die Apokalypse nicht fern! (jedenfalls hier in Bonn...)


    Hier in Neuss war es auch mal kurzzeitig arg dunkel, aber jetzt scheint wieder die Sonne...

    @Peter:

    Eine liebe Bekannte von mir, Psychoanalytikerin, sagte, ein Mensch, der keine Macke hat, KANN gar kein Künstler sein

    Genau diese Aussagen halte ich eben für eine äusserst beliebte und gesellschaftlich anerkannte Floskel, die einfach nicht der Wahrheit entspricht. Damit wird der "Künstler" in die Ecke der psychischen Auffälligkeit gestellt - allein seine Kunst adelt den Umstand, dass er ansonsten ja einen an der Klatsche hat :-)


    Ich weiß nicht, ob Du oder ob ich "Recht" hast/habe, aber ich kenne kaum einen Künstler (auch von den Große, Alten, Fernen), die "normal" in dem Sinne war, daß er ein ganz normaler, alltäglicher, oder gar spießiger Bürger war. Ich möchte nicht dem Mythos frönen, daß alle Künstler "einen an der Klatsche haben", aber nenne mir eine handvoll "normal-bürgerlicher" Künstler, und ich ergänze mit 10 handvoll "Klatschen-Künstler". Und MIR scheint das auch klar: Kunst zu machen fordert doch eine ganz andere Sicht! Du weißt, ich schätze Deine Kunst, aber: Glaubst Du, die Sicht der Malerin von "Orchestra I", "Happy little things" hätte einen "normalen" Sicht auf die Welt (wobei ICH unter "normal" einfach die zwei Drittel verstehe, die aus der Gauss'schen Glocke herausfallen ;-), d.h. die etwas weniger mainstreamig sind. Keine Sorge, ich will Dich keinesfalls pathologisieren, aber um die Bilder malen zu können, die DU malst, muß man zumindest in der Lage sein, diesen "anderen Blick" zu wagen, oder?

    Im Umkehrschluss meinen dann viele, sie seien zur Kunst berufen, weil sie mit sich und der Welt nicht klarkommen.


    Naja, aber wenn Du meine bisherigen Postings liest, merkst Du, daß ich sicherlich nicht so denke.

    Wer hält sich schon für normal? Die Regale der Buchläden sind VOLL mit Hilfelektüren. Warum hat das wohl Hochkonjunktur?


    Ich meine nicht die "Unnormalen", sondern die Nicht-Norm! Das ist doch etwas völlig anderes...

    Wenn aber nun schon - wie weiter oben behauptet - , die ganze Welt krank ist (auch das eine beliebte Talkrunden-Floskel, der niemand widersprechen mag), dann kann der einzelne nun nicht für sich eine persönliche Einzigartigkeit daraus herleiten.


    Ist zwar nicht auf mich gemünzt (denn ich habe das nicht behauptet) aber ich verstehe Deinen Satz trotzdem nicht ;-)

    Wenn irgendein Mütterlein seinen Herzschmerz in Verse bringt, nennt sie das "Lyrik". Und da stehen einem wirklich die Haare zuberge.

    Hier musste ich wirklich herzhaft lachen. Ich kann´s mir bestens vorstellen. DAS genau meinte ich :-) Die Beschäftigung mit der eigenen Befindlichkeit erzeugt keinesfalls automatisch schamanenhafte Tiefeneinsicht. Wer das glaubt, der fährt sicher auch auf Brigitte Lämmle ab :-)


    Ihre Fan-Gemeinde ist groß. Und wem's hilft... Ich male lieber ;-)

    Und mir ist nun mal jede Art von Ehrfurcht vor "künstlich" zu
    Heiligtümern erklärten Konstrukten suspekt (dies gilt auch für
    andere Lebensbereiche).


    Damit meine ich alles (vornehmlich Gebilde aus Politik und Religion), was unter dem Schirmchen der Ehrenhaftigkeit/Erhabenheit/Wichtigkeit dazu missbraucht wird, andere zu manipulieren und eigene Ziele unter´m Radar durchzusetzen ("heilige Kriege" z.B.).


    Hm. Ich denke, das hat Heliopo nicht gemeint...

    Mir sind die * Verrückten Kreativen* allemal lieber als *
    Normalos. da ist einfach mehr Intensität/ Leidenschaft dahinter


    Die Intensität und Leidenschaft, die aus dem Leiden an sich und der Welt entspringt, hat oft etwas (Selbst-)zerstörerisches. Intensität und Leidenschaft sind viel mächtiger und schöpferischer, wenn sie aus der Liebe (zu sich, der Welt und allen Dingen darin) geboren werden.


    Obwohl ich das ja gar nicht geschrieben habe, antworte ich dennoch:

    Ja, stimmt. Aber auch das Trotzdem (!!!) ist sehr mächtig und schöpferisch. Ohne jetzt großartig auf meine Lebenseinstellung einzugehen, sehe ich es tatsächlich so, daß eine Kunst, die TROTZ Leiden entsteht, durchaus sehenswert ist. Ich jedenfalls habe mir alles TROTZDEM erarbeitet. Was dieses TROTZDEM inhaltlich ist, gehört aber nicht in dieses Forum. Bei jedweder Form von "Leidenschaft" bin ich aber skeptisch (es sei denn in der Liebe), da bin ich zu rational zu, zu mathematisch. Da hat mein Erststudium mich gründlich verdorben.

    Liebe Grüße

    Peter
  • imihsas
    Hi ihr Lieben,
    hier geht es immer wieder um die normalos und die verrückten..
    kann mr das bitte jemand mal deffinieren?

    soviel ich weiss ist ein "verrückter" ein psychisch kranker... also einer der unter einer neurologischen krankheit leidet. ein kranker mensch also

    und was ist ein normalo? einer der nicht an einer psychischen krankheit leidet... bzw einer, bei dem sie nicht diagnostiziert wurde, weil er bis dato möglicherweise nicht genügend leidensdruck hatte um zum arzt zu gehn...

    ich glaube die gefahr liegt hier sehr nahe das wir die gesellschaft schon wieder in 2 klassen trennen...

    abgesehen davon stelle ich vehement in frage, ob die, die sich zu den normalos zählen wollen nicht einfach nur normal sein wollen, weil es einfacher ist in einer gesellschaft mit der masse zu schwimmen... :arrow: kann jemand ein künstler sein, der mit der masse aus bequemlichkeit mitschwimmt, und dem dadurch auch kritischer blick auf seine umgebung fehlen muss?
    oder braucht man diesen kritischen blick nicht... muss man als künstler eh nichts in frage stellen...? :arrow: dekorative kunst

    psychische krankheit sucht man sich sicherlich nicht freiwillig aus... genausowenig wie man freiwillig AIDs bekommt... beides bringt einem jedoch in eine lebensbedrohliche situation , eine situation die einem zwangsweise einen anderen blick auf seine umwelt ermöglicht... naheliegend das diese menschen als aussenseiter ihr leben fristen.

    ist es wirklich so leicht künsltler in diese zwei kategorien zu teilen... oder gibt es da nicht vielleicht doch noch jedemenge graustufen dazwischen... ?

    lg
    sashimi
  • reteP
    Liebe Sashimi,

    nein, mir ging es nicht um die Aufteilung von Normal/Verrückt. Mir ging es darum, daß a) viele Künstler ihre Macken haben, b) daß ich der Meinung bin, daß Künstler "irgendwie" schon andersartig sind (was SAM ja infragestellte), aber daß c) diese Andersartigkeit nicht unbedingt "zelebriert" bzw. kultiviert werden müsse, weil das schnell albern wirkt.

    Eine Zweiteilung in Künstler/Nichtkünstler halte ich schon für richtig, daß ich Beuys' Verdikt, daß alle Künstler seien, für Show halte. Es gibt eben Menschen, die sind Künstler, und es gibt Menschen, die sind keine. So einfach ist das :-)

    Liebe Grüsse

    Peter
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