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  • Umfrage: Hilfsmittel für die Kunst.

  • Aziz Umfrage: Hilfsmittel für die Kunst.
    Hallo,

    ich möchte gerne eine Umfrage starten, ob und wenn, welche Hilfsmittel ihr für die bildende "Kunst" verwendet.

    a) keine Hilfsmittel
    Freihand zeichnen und malen.

    b) (Foto-)Vorlage + Kästchenmethode
    Vorlage und Malgrund in Kästchen unterteilen und die Formen mit dem Auge übertragen. Je mehr Kästchen, desto genauer wird die Übertragung.

    c) Diaprojektor/Beamer auf Leinwand
    Diavorlage (oder direkt vom PC-Bildschirm) wird auf Leinwand/Papier projiziert dann werden die Umrisse abgepaust.

    d) Übermale Druck
    Direkt auf Druck (z.B.: Leinwand oder Pappe) malen.

    So, jetzt will ich die "Wahrheit" sehen. Ich habe zwar alles probiert und alles kann man leider nicht auswählen - es reicht jedoch, das anzuwählen, was ihr meistens anwendets.

    Aziz
  • osoS
    *LOL*

    Natürlich verwende ich Hilfsmittel...

    Also da wären z.B.  eine selbstgebaute Malbrücke, weil ich sonst immer meinen Handballen in die frische Farbe setze.

    Ich meine, bei meinem Sujet kann ich ja eine dicke Lippe riskieren, denkt ihr jetzt womöglich, aber auch wenn ich realistisch Arbeite, Skizziere ich nach guter alter Handwerkstradition vor... Messen und Hilfslinien sind ja auch Hilfsmittel...

    Andererseits, könnt mir schon vorstellen, bei einer Auftragsarbeit die Skizzen per Episkop oder Projektor an die Wand zu werden, die Zeit, wo man seine Kritzeleien per Pausrad oder Gaphit-Abklatsch überträgt sind ja hoffentlich vorbei.

    ;)

    Soso
  • flow_thgin
    Bei freien Arbeiten entsteht mein Bild im Kopf und ich kann auf Hilfsmittel verzichten, aber wie Soso schon sagt: bei Aufträgen ist das etwas anderes. Ohne Raster läuft da gar nichts, denn oft genug bekommt man als Vorlage eine Postkarte.
    Zur Ideenfindung eines Projektes darf es dann schon mal die Photoshop-Filterpalette sein und warum soll ich viel Geld bei einer Litho-Anstalt lassen, wenn ich die Filme meiner Fotos für den Siebdruck auch selbst erstellen kann?
    Alles in allem: Warum sich die Arbeit unnötig erschweren? oder wie eine Kollegin mir mal ins Gesicht schrie: "Künstler müssen leiden!"
    Sehe ich nicht so.  ;D
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  • osoS
    MAnchmal denke ich ja, dass ich Aziz empörung teile. Wenn ich Hockney z.B. sehe... wüßte nicht, warum der eine 65.000 Euro fürs Bild kriegt, und andere wie ich 65.

    Andererseits: Bacon beispielsweise hat viel nach Fotos gearbeitet, bloß da kommt man nicht drauf. Ich meine, wann ist sowas Hilfsmittel und wann ist es Krücke?

    Soso
  • peurk
    Als Hilfsmittel nutze ich vorwiegend Werkzeuge, die ich mir aus der Natur genommen habe und daraus erst mit eigenen Händen ein Werkzeug gemacht habe.
    Dazu zählen sowohl Pinsel, Papier als auch Farbe und Handstützen usw.
  • Reinzeichner
    Reinzeichner
    Na klar benutze ich Hilfsmittel!

    Ich bin kein großer Outdoormaler. Natürlich mache ich mir auch Skizzen, die ich teilweise coloriere, aber meistens mache ich Photos.
    Danach arbeite ich die Skizze aus. Oft übernehme ich nur wenige Details der Photos.
    Je nach Bildgröße übertrage ich eine rohe Skizze auf die Leinwand.
    Meist freihändig, ab einer gewissen Größe unterteile ich meine Leinwand mit Nähgarn, dass ich auf der Rückseite mit Kreppband festklebe.
    Mein bevorzugtes Format ist im Moment 100x120, da dauert die Vorbereitung schon etwas (Unterteilung in 12 Rechtecke).
    Für kleinere Formate benutze ich ebenfalls eine selbstgebaute Brücke, für große Formate hin und wieder einen Malstock.
    Ich habe noch eine sehr flache Brücke, die ich hauptsächlich bei Bleistiftzeichnungen trage, nicht zu vergessen den weißen Handschuh, ich bin nun mal extrem pingelig.

    Aber meistens kommt es doch anders als man denkt. Das Bild entwickelt sich , während man daran arbeitet.
  • imihsas
    hi ihr lieben,
    verzeiht mir meine leicht dümmlich klingende frage... wie sieht so eine malbrücke bitte aus?? häää? hab noch nie davon gehört...

    ich persönlich arbeite wenn mit einem malstock, welches sich aber meist etwas mühsam anmutet...
    deshalb... wenn geht freihand..., rest leicht wässrig vorgemalt, selten mit kohle vorgezeichnet...
    habe die erfahrung gemacht, das ich eher gern spontan arbeite, zuviel vorbereitung macht das ganze dann so steif, kostruiert wirkend... kommt aber sicher auf das motive an...

    lg
    aus wien
    sashimi
  • Reinzeichner
    Reinzeichner
    Hi sashimi,

    eine Malbrücke ist eine Holzleiste, unter der man zwei kleine Stege befestigt.
    Der Zeichenblock, Malkarton, etc. liegt dann auf dem Tisch, Brücke darüber und so verhinderst Du, dass Dein Handrücken ausversehen über noch nasse Farbe rutscht. Oder ich nutze die Brücke als Lineal.

    Ich benutze den Malstock auch nur, wenn ich ganz feine Details setzen möchte. Eine zeitlang hatte ich die Angewohnheit die Hand abzustützen, indem ich den kleinen Finger an der Leinwand hatte.
  • seka67
    seka67
    abgesehen von allen hilfsmitteln die das malen ohne größere schweinerei ermöglichen *gg*, bediene ich mich großteils an der


    b) (Foto-)Vorlage + Kästchenmethode
    Vorlage und Malgrund in Kästchen unterteilen und die Formen mit dem Auge übertragen. Je mehr Kästchen, desto genauer wird die Übertragung.


    zumindest wenn es um figürliches geht.

    bei meinen bildern mit acryllack passiert aber sowieso nur das, was die farben machen wollen - und ohne schweinerei geht da eh nix :wink:
    Signatur
  • Vera Stolz
    Vera Stolz
    Hallo zusammen,

    also ich male und zeichne Freihand........bei der Ölmalerei sehen meine Hände oft entsprechend aus aber mit einem Malstock komme ich nicht gut zurecht. Ich arbeite fast ausschließlich nach Fotos die ich aber meist nur fuer Details verwende bzw. aus mehreren Fotos wird oft auch eine Art "Collage" zusammengestellt.

    Vorzeichnen hab ich auch aufgegeben da ich mich dann sowieso nicht dran halte. Manchmal setze ich nur Orientierungspunkte.

    Ich bin Autodidakt, wie wahrscheinlich die meisten hier und da entwickelt man ja sowieso die "unmöglichsten Techniken" ......ich finde, egal wie ein Bild entsteht.......es zählt das Ergebnis und ob der Künstler damit zufrieden ist, bzw. das entstanden ist was man sich vorgestellt hat.

    :-)

    Gruß
    Vera
  • aklag
    :oops:

    b) (Foto-)Vorlage + Kästchenmethode
    Vorlage und Malgrund in Kästchen unterteilen und die Formen mit dem Auge übertragen. Je mehr Kästchen, desto genauer wird die Übertragung.
  • stanko
    stanko
    ohne Hilfsmittel
    Farbe auswählen
    Fabe auf der Fläche bewegen
    PAUSE
    Farbe auswählen
    Fabe auf der Fläche bewegen
    PAUSE
    Farbe auswählen
    Fabe auf der Fläche bewegen
    PAUSE

    ...trocknen lassen

    vielleicht fertig

    ...fertig?

    Farbe auswählen
    Fabe auf der Fläche bewegen
    PAUSE

    ...trocknen lassen

    vielleicht fertig

    ...fertig?

    Farbe auswählen
    Fabe auf der Fläche bewegen
    PAUSE

    es gut sein lassen

    lg stanko
    Signatur
  • El-Meky
    El-Meky
    hmm, wenn ich male, dann ganz gefühlsmässig . meine hand wählt die art der farbe ( buntstift oder öl oder aquarell u.s.w.) dann greift meine hand einen stift oder pinsel und ich sehe zu was da entsteht. und dass macht mir am meisten spass! ich habe dreimal eine landschaft vor kurzem in indien gemalt und fand es langweilig. weil es mir platt erschien. jegliche form des abmalens finde ich langweilig. eine blume ist nunmal frisch und echt am schönsten. es sei denn sie ist 'neu'(abstrakt).
    ich habe vor dem malen kein motiv im kopf. ich male eher eine stimmung. selbst meine speckstein skulpturen sind * entstanden* als wollte der stein dies oder das sein und ich habe es nur ausgeschnitzt. manche bilder dauern ewig, weil sie sich andauernd verändern und ich genau diesen prozess mag.
    andere entstehen schnell und ein inneres gefühl sagt"fertig".
    ***** :oops:

    °°°° frohe ostern°°°°°
    Signatur
  • BFnaitsabeS
    Hilfsmittel:
    "Freihand zeichnen und malen." Wenn das Outdoors heißt, dann ja, immer mehr.

    "(Foto-)Vorlage + Kästchenmethode" Fotovorlage oft, Kästchenmethode halt ich für Gift, das würde mir den Strich kaputtmachen. Reizt mich auch nicht, Augenmaß kommt auch ohne Kästchen durchs Oftmalen, wie ich festgestellt habe.

    "Diaprojektor/Beamer auf Leinwand" Hab ich nicht, würde mich aber reizen, ich täte nämlich gerne mal ausprobieren, ob der Holbeinsche Zeichenstil, den ich sehr mag, wirklich mit einem ganz ähnlichen Pausverfahren, nämlich so einer camera oscura, zusammenhängt. Grundsätzlich würde ichs aber nicht in meine Zeichenroutine einbauen.

    "Übermale Druck" Rülps. Fände ich ganz schrecklich. Das einzige positive Bild-Beispiel, was mir zu dieser Technik einfällt, sind Grafiken, bei denen Picasso auf bereits fototechnisch bearbeitete Lithosteine gezeichnet hat.
  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Hallo Sebastian,

    besorge dir mal Geheimes Wissen von Hockney. Wirst Augen machen! Musst es ja nicht kaufen, ausleihen wird auch gehen. Ich habe es mir zum Geburtstag schenken lassen.

    https://www.amazon.de/Geheimes-Wissen-David-Hockney/dp/3896604058/ref=sr_1_1/028-4971500-2974918?ie=UTF8&s=books&qid=1187798788&sr=1-1

    Liebe Grüße - J.
  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    das Buch ist super
    aber die Zeichnungen, die Hockney mit Hilfsmittel gemacht hat finde ich um einiges schlechter (künstlich/technisch) als die frei Hand Zeichnungen, die sind intimer.
    Das Buch lohnt sich aber allein schon wegen Hockneys ganz eigenen Blick in die Kunstgeschichte!
    Signatur
  • ebraf
    Ach ne...ich will mir nicht helfen lassen...ich kann eigentlich auch nicht "richtig" und alles...aber ich male und male bis es klappt und es für mich -gut genug- ist...es gibt "eintagsbilder", sie sind in wenigen Stunden einfach fertig und da, dann gibt es böse Bilder...sie mantretieren einen bis...
    ...mit Hilfsmitteln nimmst Du Dir Deinen "Strich" weg...habe ich so, meine Erfahrungen gemacht...
  • BFnaitsabeS
    Danke Johnny, von dem Buch habe ich gehoert. Aber ich hatte genau den Verdacht, den mir Jenny bestaetigt, dass die historische Recherche Hockneys Kunst auch nicht besser gemacht hat. Mal sehen, wenn mir das Buch uebern Weg laeuft, guck ich natuerlich rein. Was ich mir stattdessen ganz fest vorgenommen habe: Kuenstlertagebuecher lesen, wenn ich zurueck in Doitschland bin: Delacroix, Van Gogh (Briefe), Duerer, DaVinci. Gruesse!
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Früher habe ich Projektor benutzt und Durchpausen.
    Das ist mir aber zu langweilig geworden und zu tot. Jetzt zeichne ich mit einem Kohlestift frei einige Hilfslinien, die ich dann leicht abwische bis nur mehr ein Hauch stehen bleibt, dann fange ich mit der Untermalung an.
    Meine Hilfsmittel sind: Malbrücke, Malstock. Ich zeichne auch auf der Staffelei, dafür benütze ich den Malstock. auch für Bleistiftzeichnungen. Das führt zu wesentlich besseren Ergebnissen als wenn ich das Bild am Tisch auflege. So kann ich immer wieder wegtreten und die Zeichnung als Gesamtheit kontrollieren. Ein super Training für Proportionen und Größenverhältnisse sind Faltenwürfe.
    Bei Porträts wo es auf große Genauigkeit ankommt, benütze ich zur Kontrolle einen Spiegel. (Bild zum Spiegel halten um es seitenverkehrt zu betrachten). So fallen gravierende Fehler sofort auf. Für die Tonwertkontrolle benütze ich einen Schwarzspiegel.
    Gruß Margit

    P.S.; Künstlerbiografien habe ich auch gerne und ganz besonders aufschlussreich waren für mich Delaxroix und vor allem aber Rodin.
    Signatur
  • Herr Lehmann
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