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Malerei, Zyklus,

bestregarts

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    In Michał Zawadas Zyklus „Winterreise“ bilden jeweils drei fertige Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Malerei oder Film, den Ausgangspunkt für jedes endgültige Bild. Die eigenständigen Werke die für die „Montage“ benutzt werden, verarbeitet der 25-jährige Künstler in drei Schichten mit den Grundfarben Magenta, Cyan, Gelb und setzt diese zusammen. Ihn interessiert die malerische Montage von Bildern, Fragmenten, Dokumenten und Urkunden, angetrieben von der Lehre des dialektischen Materialismus. „Die Montage ist das, was einem das Sehen erlaubt“. Er glaubt nicht an das Bild selbst, an dessen Eigenständigkeit. Aus diesem Grund reißt er einzelne Stücke aus der Wirklichkeit, der Malerei, der Fotografie und aus seinen Erinnerungen. Diese einzelnen Teile versucht er zusammen zu fügen, um zu sehen wie sie eine Synthese bilden, sich vermischen und wie die zusätzliche Berührung von Gelb, Rot und Blau eine dialektische Vorstellung bilden. Eine Berührung der Farben auf nur einer Fläche lässt er nicht zu. Durch diese Regeln kann keine Rezeption direkt am Bild entsteht, sondern an seiner Vielfältigkeit, an der Analogie und seinen Bezugspunkten. Zawada glaubt nicht an Interpretationen und lehnt diese auch ab. Er will kein Resümee aus seinem Werk ziehen, es weder abschließen noch untersuchen. Er sucht Bilder aus, deren Zusammensetzung eine Unruhe, Angst, Furcht und Erinnerung hervorruft und die Phantasie anregt. Aber darüber bestimmen die Bilder auf den Leinwänden selbst. Sie formen diese Emotionen. Unvorhersehbar eintretende Narrationen, angesichts derer man völlig vereinsamt.

TitelSuspicious Minds II, aus dem Zyklus Winterreise,
Material, TechnikAcryl auf Leinwand
Jahr, Ort2009
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