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Jesus, Plastik, Brand

Jesus

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    Von Jutta Reiss hochgeladen im Album Jesus am 02.01.2014

    Jesus vom Kreuz herabsteigend - vor dem Brand!
    Das Kreuz aus Eisen, ein Tuch für die Lenden werden die Darstellung komplettieren...

TitelVor dem Brand
Material, TechnikKeramik-Eisen Kombination
Format Lebensgross
Jahr, Ort2013 / 2014
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Info702 6 3 3.5 von 6 - 2 Stimmen
  • 6 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • absurd-real
    absurd-real
    (voll festgefahren der Junge)...
  • Gast , 3
  • Jutta Reiss
    Jutta Reiss
    Gerne! Es freut mich, dass es interessiert! Immerhin arbeite ich ja nicht alleine für mich - der Betrachter und seine Denkweise zu den Arbeiten zeigen mir doch, ob ich mit meinen "Botschaften" auch ankomme! Obwohl es heute wohl eher üblich ist Kunst möglichst "sinnentleert" zu betrachten - im öffentlichen Raum halte ich das aber eben nicht für "kulturell förderlich" und auch bei den freien Arbeiten freue ich mich über eine Reflexion die mir anzeigt, dass ich die von mir gewünschte Entwicklung beschreite!
  • Peter Oelker
    Peter Oelker
    Danke für Deine umfangreichen Informationen.
  • Jutta Reiss
    Jutta Reiss
    Vielen Dank erst einmal an Dich, Peter Oelker! Hoffe es wäre keine Minderung meiner Objekte in Deinen Augen, wenn ich irgendwo studiert, Kurse besucht oder einen handwerklichen Beruf erlernt hätte :-)! Nun sind das aber viele Fragen, ich möchte versuchen sie zu beantworten:
    1. ich kann mich nicht erinnern, das mich jemals etwas anderes wirklich interessiert hätte. Daher ist es für mich schwierig mit den "Anfängen" - da es die eigentlich nicht als "Initialzündung" gab. Ich habe immer schon mit allem gearbeitet, dass sich irgendwie anbot - Papier von Schulbüchern und Heften als Zeichenmaterial, Lehm bei Ausflügen, Schmalz aus unserer Metzgerei, sogar das Zerlegen der Tiere war für mich als Studie interessant. Ich zerlege jedes Tier in schöne Stücke - wie die dann heißen (Tafelspitz etc.) weiß ich nicht zu sagen!
    2. Der Variantenreichtum: die Themen - und die Budgets - geben eigentlich immer die Materialwahl vor! Erst im letzten Jahr - komme ich mehr in das "Experimentieren"! Wobei ich jede Änderung im Plan als Herausforderung zu neuen Ufern erkenne - und damit die Variationsmöglichkeiten ausreize! Im Grunde bin ich daran interessiert, jedes angefangene Werk auch zu einem Endergebnis zu führen, das die Aussage hat, die ich erzielen möchte. Solange das nicht der Fall ist - muss man eben weiterarbeiten!
    Schön, dass Dir meine Worte zu den Taten gefallen! Eigentlich sind es ja keine "Kämpfe" sondern eher "Kommunikationsschwierigkeiten" mit den Werken! Würde ich es als Auseinandersetzung betrachten, wären Widerstände zu überwinden und diese ergeben dann kein "freies" Werk sondern ich würde zu verkrampft an das Thema oder die Persönlichkeit heranzugehen, was dann auf Kosten der Lebendigkeit geht! Ich vermeide es unbedingt die "Kanäle der Kreativität" zu verschließen! Machbarkeit muss ich im Gefühl haben und Abweichungen vom Plan als Chancen erkennen! Deshalb mache ich so gut wie nie Skizzen - nur für Auftraggeber im öffentlichen Raum (Stadtrat)! Das lässt mir absolute, emotionale Freiheit in der Entwicklung eines Originals! So erhält man dann irgendwann einen Pool von Möglichkeiten in Material und Verarbeitungsform!
    Bitte bedenke bei dem Bild des Jesus - dass es sich hier um eine Vorstufe handelt, die aber für mich schon eine eigene starke Bedeutung hat! Immerhin ist er in 7 Tagen entstanden und jede Phase errang eine besondere Stufe des Ausdrucks, die ich dann auch aus Kontrollzwecken per Foto festhalte! Das ist nicht üblich - normal habe ich 2 Phasen - 1. es ist Erde 2. es lebt! Nach dem Brand werden sich die Gewichtungen noch einmal erheblich verändern. Nach seiner "Wiedergeburt" wird Jesus ein 4 m hohes, komplettes eisernes Kreuz hinter sich lassen! Die Härte des Eisens brauche ich unbedingt und ich werde dieses "Ablösen" noch einmal besonders unterstreichen!
    Mir persönlich erscheint seine Nacktheit jetzt auch korrekt - doch es ist ein Übergang! Die Stufe des Leidens und des Todes hat er dann überwunden - die reine Körperlichkeit wird - wenn die Arbeit beendet ist - auch beendet sein! Ich werde noch viel Harz benötigen bis er von der Erde zur Unsterblichkeit gelangt ist - aber das Tuch das seine Lenden bedeckt, ist dann ebenfalls ein weiterer Abschied von der fleischlichen Hülle - denn damit wird sein spezifisches Geschlecht unwichtig! Wie bei einem Engel - spielt es keine Rolle mehr! Die linke Hand (Herz - Nähe) reicht er nicht nur dem hl. Bernhard (ist ja eine Plastikengruppe: Amplexus) sondern der ganzen Menschheit! Es war mir wichtig, den Mann von seinem Leichnam-Dasein zu befreien! Ich habe nie verstanden, was daran erhebend sein soll! Man darf ja die Leiden sehen - muss auch so sein - aber er sollte in einem Stadium gezeigt werden, wo er diese hinter sich gelassen hat und seine Erhabenheit über dieses Leiden deutlich wird! Das war jedenfalls meine Intension - ich möchte Persönlichkeiten (oder besser deren Geist) ins Leben zurückholen und keine Totenmasken oder Puppen für das Wachsfigurenkabinett herstellen! Dann sprechen sie und wecken Interesse für ihre Zeit und für ihre Persönlichkeit und die Taten die sie auszeichneten!
    Jetzt könnte man noch viel mehr sagen - doch es sprengt den Rahmen denke ich! Daher eine herzliche Einladung zum Besuch der Ausstellung in Kloster Eberbach März bis April 2014 - im Kontext mit dieser Umgebung wird alles noch viel deutlicher und man kann sprechend auch besser erklären... Hoffe aber diese Worte haben einige Deiner Fragen beantworten können - ich wünsche Dir viel Freude an Deinen Werken und ein gutes Gelingen!
  • Peter Oelker
    Peter Oelker
    Liebe Jutta, hab Dich erst heute "entdeckt". ;-(
    Aber Deine Werke als "Autodidaktin" sind für mich stark berührend. Du hast Dir sehr überzeugende Verfahren, Deine gestalterischen Ideen mit variantenreichen Werkstoffen zu verwirklichen, beigebracht. Gern hätte ich von Deiner künstlerischen Entwicklung noch mehr erfahren. Wie waren Deine Anfänge. Sehr beeindrucken mich Deine Texte, in denen Du uns Betrachter Deine Gedankengänge und auch Deine "Kämpfe" mit Deinen Figuren, bis sie "fertig" sind, auftust und teilnehmen lässt. Das Alles bewegt mich selbst auch bei meinem viel bescheidenerem Tun am Holz.
    Das spezielle Thema "Jesus am Kreuz" habe ich mir selbst auch gestellt. Z.B. war da die Frage für mich, wenn ich in der Kirche bin und auf den Kruzifix schaue als protestantischer Christ, wie es sich am Kreuz stirbt. Ich muß endlich meine Kreuzigungsgruppe mit nacktem Jesus ordentlich fotografieren. Dazu brauche ich noch Mut. Dein Herabsteigender vom halben Kreuz (!!!) und mit der linken Hand zuerst und den Ton mit Eisen versetzt, dass der Leib blutig wirkt (!!) ist Dir ganz sehr stark gelungen. Warum willst Du ihn nicht nackt belassen. Er hatte sich doch für seine Obrigkeit des größten möglichen Verbrechens schuldig gemacht. Und da wird die Persönlichkeit des "Deliquenten" so gut es geht erst einmal psychisch und physisch kaputt gemacht, bevor der Tot dann zur Erlösung wird. Wie beim Imervard-
    Kreuz in Braunschweig bist Du mit Deiner Darstellung einige Schritte weiter. Große Gratulation.
    LG Peter
    Inzwischen habe ich auch Dein Website entdeckt. Die Frage oben ist beantwortet.

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