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Adam eva paradies, Malerei, Mythologie

Adam eva paradies

TitelAdam und Eva
Material, TechnikAcryl auf Leinwand
Format 40 x 30 cm
Jahr, Ort1991 / Bonn
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Info582 6 1 1 4.3 von 6 - 3 Stimmen
  • 6 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • ssuartstsnuK
    Wow...das ist Kunst und nicht Malereien die aussehen wie Fotos. Super!
  • FCSchiermeyer
    FCSchiermeyer
    Oh, hat jetzt nicht geklappt mit dem Einscannen... Ein anderes Mal!!
  • FCSchiermeyer
    FCSchiermeyer
    Allen sehr geehrten Kommentatoren herzlichen Dank für ihre ausführlichen und sehr interessanten Bildbetrachtungen! Das was nicht bewusst in dem Bild versteckt ist, findet als Lesart in der geschriebenen Weise dennoch meine Zustimmung. Widersprechen muss ich eigentlich nur dem bewussten Kokettieren mit der naiven Malweise. Zu der bin ich gekommen, weil ich nicht zeichnen kann, vor Jahren aber dennoch so viele konkrete Bildideen im Kopf hatte, dass ich sie irgendwann einfach umsetzen wollte. Zwischendurch und danach habe ich auch andere "Bildsprachen" ausprobiert. Das eigentlich Naive ist für mich immer der direkte und unbekümmerte Blick auf die Menschen und die Dinge (was Rätsel und Verstecktes unbedingt mit einschließt :-). Davon getrennt, zumindest nur noch entfernt zusammenhängend, sehe ich die reine "Gedankenkunst", die im Bildnerischen eigentlich keiner Umsetzung mehr bedarf und im Dichterischen in den Aphorismus führt. Dort wird das Märchenhafte - in seiner Alltagsbedeutung, die Märchen selber erzählen oft ganz, teils furchtbar Anderes - nur noch "thematisiert", was ja nicht schlimm, sondern nur ein anderes Tun ist... Bevor uns das beliebte "Sommermärchen" wieder einholt und womöglich auf den Boden enttäuschender Tatsachen zurückbringt, scanne ich noch ein naives Bild ein und stelle es rasch ein! - Herzlichen Gruß ringsum, F. Christoph Schiermeyer
  • ars_vivendi
    Gott sprach: Es werde Licht... und es ward Licht,
    der Künstler sprach: Es werde Kunst... und es ward Kunst...

    In diesem Sinne möchte ich nun im Folgenden auch meinen Interpretationsansatz mit euch allen teilen. Schon beim ersten Betrachten entdeckte ich einige Feinheiten, die der Künstler geschickt eingebaut hatte. So mag das Werk zwar auf den ersten Blick als eine simple Darstellung der biblischen Schöpfungsszene erscheinen... Doch Obacht... Meiner Meinung nach verbirgt sich viel mehr hinter diesen Pinselstrichen. Zunächst scheint die Aussage des Gemäldes simpel: Es zeigt die biblischen Charaktere Adam und Eva im Garten Eden. Das Holzgewächs im Hintergrund soll wohlmöglich den verbotenen Baum darstellen und die Tiere die Artenvielfalt des Paradieses wiederspiegeln.
    Allerdings hat der Künstler bewusst einen Widerspruch in sein Werk eingearbeitet. Der Primat, der am Ufer des Flusses kniet, sprang mir sofort ins Auge. Ein jeder der sich ein wenig mit der Evolutionstheorie auskennt, weiß dass wir, die Menschen, von diesen Tieren abstammen sollen. Was hat also dieses Vertebrat (Säugetier) auf dem Gemälde zu suchen?
    Ich vermute hier die Absicht des Künstlers Kritik an der Religion und vor allem am Kreationismus zu äußern. Die Platzierung des Affens war also durchaus bewusst. Allerding gehe ich noch einen Schritt weiter und behaupte sogar der Künstler versucht damit zu provozieren. Diese These möchte ich vor allem durch die Illustration des Affenjunges in den Armen seiner Mutter stützen. Ich sehe in dieser Darstellung der Primatenmutter weit mehr als nur die zur Schaustellung animalisch-mütterlicher Zuneigung. Das Affenjunges, mitsammt Mutter, ist meiner Meinung nach ein Gleichnis dafür, dass wir alle nur vom Affen abstammen, da wir letztendlich alle nur, wie das Jungens selbst, Kinder der Affenmutter sind. Die Affenmutter steht hierbei für die gesammte Klasse der Primaten und somit für den Ursprung unserer eigenen Rasse.
    Ich könnte meine Interpretation noch weiter ausführen, allerdings möchte ich es zunächst bei dieser Kurzform belassen. Alles in allem finde ich dieses Werk mehr als gelungen. Vor allem aufgrund seiner eher versteckten Botschaft. Es dann auch noch unter der Kategorie "Naive Bilder" einzustellen, empfand ich als besonders pikant und kokett.
    Ich kann mich dem Kommentar meines Vorgänger nur anschließen und hoffe auch auf weitere Werke ihrer Seite.

    Auch von mir beste Grüße...
  • Franis
    Franis
    Sehr geehrter FCSchiermeyer,

    ein sehr gelungenes Werk muss ich gestehen. Wenn ich ihr Werk betrachte fällt mir direkt die jahwistische Schöpfungserzählung ein, welche sie hier darstellen. Das Paradies wirkt sehr idyllisch und harmonisch, da Adam und Eva noch nicht vom Apfel gekostet haben.
    Da die Schlange fehlt möchten Sie wohl ausdrücken, dass die Menschen selbst für ihr Leid und ihre Sünden verantwortlich sind und somit auf die Unvollkommenheit der menschlichen Rasse hindeuten. Ich finde dies ist eine grandiose Idee, da es unmöglich ist vollkommen zu sein. Auch das Leben zwischen Mensch und Tier wird sehr schön dargestellt. Man erkennt keine Angst vor dem Bären im Fluss obwohl sich dieser in unmittelbarer Nähe zu Adam und Eva befindet. Ich denke dies soll zeigen, dass ein gesundes Geben und Nehmen mit der Natur möglich sein kann und man keine Angst vor Tieren haben soll, da diese dem Menschen nichts antun, wenn er ihnen nichts antut.

    Mit freundlichen Grüßen Kunst-Freund

    P.S. Ich hoffe sie werden weiterhin solch grandiose Gemälde erschaffen.
  • absurd-real
    absurd-real
    Märchenstunde? :)