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Erwin schrödinger, Terry pratchett, Erste gedanken, Zweite gedanken, Dritte gedanken, Infiniter regress

erwin schrödingerterry pratchetterste gedankenzweite gedanken

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    Von A-Hatter hochgeladen im Album vor 2013

    Der Mensch macht sich so seine Gedanken, das liegt in seiner Art begründet. Nach Terry Pratchett lassen sich Gedanken in verschiedene Arten unterteilen. Es gibt da vordergründig zunächst einmal die Gedanken erster Art. Hierunter versteht man die gängigste Form menschlicher (oder gar humanoider) Gedanken wie etwa "Ich muss auf's Klo.", "Ich brauch jetzt 'nen Kaffee." oder "„Herr XY nimmt mich nicht ernst."
    Komplexer sind die Gedanken zweiter Art. Das sind Gedanken, die der Mensch sich über seine Gedanken macht. Zum Beispiel: "Warum denke ich nur immer, dass Herr XY mich nicht ernst nimmt."
    Selten gibt es auch Gedanken dritter Art, also Gedanken die der Mensch sich über seine Gedanken über seine Gedanken macht. Zum Beispiel: "Warum zerbreche ich mir eigentlich den Kopf darüber warum ich immer denke, dass Herr XY mich nicht ernst nimmt."
    Meiner Erfahrung nach kommen Gedanken höherer Art recht selten vor. Theoretisch sind sie aber durchaus denkbar, glaube ich.

TitelZu Schrödingers infiniten Regress beim Versuch die Wirklichkeit vollständig zu modellieren
Material, TechnikZeichnung/PC
Jahr, Ort2012 / Niederrhein
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Info625 8 5 4.7 von 6 - 6 Stimmen
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  • A-Hatter
    A-Hatter
    warum denke ich jetzt eigentlich ich sollte vielleicht mal bald ins Bett gehen...aber ich denke dass dieses Bild vorher noch hier ins Schaufenster sollte...:-)))
    ich denke ich sage jetzt good night!
    Feedre

    Danke, dachte ich, und schrieb's gleich nieder. ;)
  • Feedre
    Feedre
    warum denke ich jetzt eigentlich ich sollte vielleicht mal bald ins Bett gehen...aber ich denke dass dieses Bild vorher noch hier ins Schaufenster sollte...:-)))
    ich denke ich sage jetzt good night!
    Feedre
  • A-Hatter
    A-Hatter
    Stimmt. Wir kommen nicht überein. Schrödingers Katze lässt grüßen.
    :)
    PS: Das ist aber auch nicht schlimm. Hauptsache, ich habe einen Gedanken, den ich weiter verfolgen kann...


    ;) Ich glaube ganz fest daran, dass Schrödingers Katze diese Cheshire-Katze aus dem Wunderland war (oder ist, wer weiß das schon so genau).

    *Grins*

    Mit lieben Grüßen,
    Hatter
  • simulacra
    simulacra
    Stimmt. Wir kommen nicht überein. Schrödingers Katze lässt grüßen.
    :)
    PS: Das ist aber auch nicht schlimm. Hauptsache, ich habe einen Gedanken, den ich weiter verfolgen kann...
  • A-Hatter
    A-Hatter

    PS: Hast du mal einen Beispielgedanken aus deinem persönlichen Erfahrungsschatz für "Gedanken dritter Art"?
    :)

    Also im Punkt Re- oder Pro-gress, denken wir glaube ich ziemlich aneinander vorbei. Aber das ist ja auch egal.
    Der Cartoon ist nur eine Illustration, zum Thema, dass der Mensch nie im Stande sein wird die Wirklichkeit durch ein Modell (objektiv) zu beschreiben, weil man dann auch die Gedanken des Modellbauers beschreiben müsste und die Gedanken des Modellbauers über die Gedanken des Modellbauers usw.
    Letztendlich eine Kritik am Objektivismus. Der Objektivismus versucht den Betrachter aus der Beschreibung der Wirklichkeit auszusparen. Die heisenbergsche Unschärferelation ist ein Beispiel dafür, dass das nicht geht.
    Der Doppelspaltversuch ein Experiment dazu. Der Beobachter verändert durch die Entscheidung was er beobachten will, das was er beobachtet. Z.B. Entweder weißt du genau wo etwas ist, oder du weißt genau wo es hin will. Aber beides zusammen geht nicht. ;)

    Aber der Text soll eigentlich nur eine Brücke zu den (vorzüglichen) Gedanken eines mir liebsten (nun leider an Alzheimer erkrankten) Autoren spannen.

    Also was deine Frage angeht: Schon dritte Gedanken (Meta-meta-gedanken, sozusagen) sind sehr sehr selten bei uns Menschen, denk ich. Gedanken zweiter Art, die Gedanken über Gedanken -manchmal auch chinesische Gedanken genannt- sind ja schon schwierig. Eine ganze Fachrichtung, die Psychologie, beschäftigt sich mit Gedanken über Gedanken und stellt Theorien auf. Und wenn du Zweifel an einer solchen Theorie hast, hast du Gedanken dritter Art. Hast du schon mal an Freuds Konzept von Es, Ich und Überich gehabt? Wenn ja, dann hattest du einen Gedanken dritter Art. (Zweifel an physikalischen Theorien sind hingegen nur Gedanken zweiter Art)

    Also in diesem etwas zu gedehnten kurzem oder langem Sinnen hatter

    P.S. ..und nein, der Mathematiker braucht außer dem Glauben an ein Axiomensystem keinen weiteren Glauben. Aber damit ist er auch nicht viel besser dran als z.B. der Papst, oder so.

  • simulacra
    simulacra
    Sorry, ich wollte sagen "unendlicher Progress". Natürlich kann in keinem Bereich unendlich auf Wissen zurückgegriffen werden, es kann aber erweitert werden, also kann es endlich wie unendlich sein, oder sehe ich da etwas falsch. Aber davon sprach ich ja auch nicht. Und ob etwas verworfen, parallel entwickelt oder später wieder aufgenommen wird hat doch nichts damit zu tun, dass nicht alles aufeinander aufbaut. Und sei es, dass ich nur einen Teil mehr weiß, der -zumindest zur Zeit der Feststellung- nicht stimmt.
    Gerade Mathematiker brauchen doch eine gehörige Portion Glauben und Hoffnung bezüglich des Griffs ins Unbekannte mit ihtrer Arbeit, die sie so viel Zeit kostet/kosten kann, aber in gewissem Maße gilt das für alle Arbeit, die Neuland betritt. Bezüglich Mathematik ist das Buch "Fermats letzter Satz" ein gutes Buch für Interessierte Laien oder auch für Fortgeschrittene, die weiter führende Infos bekommen wollen.

    PS: Hast du mal einen Beispielgedanken aus deinem persönlichen Erfahrungsschatz für "Gedanken dritter Art"?
    :)
  • A-Hatter
    A-Hatter
    Der unendliche Regress wird in der Wissenschaft unentwegt angewandt und ist wohl auch nicht zu widerlegen. Eins baut auf dem anderen auf, ohne dass dieses endgültig bewiesen sein kann. Eine unendliche Näherung? Quadratierung des Kreises?
    Jedenfalls ein schöner Einfall deinerseits dazu!
    :)


    Dank dir. Glaube aber, dass zumindest in der empirischen Wissenschaft nicht unendlich auf Wissen zurückgegriffen werden kann. Weil der Mensch bislang (und immer dar) nur ein endliches Wissen hat.
    Ob in der heutigen (empirischen) Wissenschaft alles aufeinander aufbaut? ... manchmal hab ich da so meine Zweifel. Alte Modelle werden über den Haufen geworfen, oder verfeinert, neue installiert, parallele entwickelt,
    ..kurz: Es herrscht ein ziemliches Durcheinander ein Drunter und Drüber und Drüber und Drunter.

    Anders ist das in der nicht empirischen Mathematik/Logik. Man hat versucht sie auf ein Axiomensystem zu gründen, auf dem alles aufbaut. Infiniten Regress gibt es also auch hier nicht, denn irgendwann kommst du beim grundlegenden Axiomensystem an.

    Aber leider hat der Gödel bewiesen, dass man nicht beweisen kann, ob dieses Axiomensystem widerspruchsfrei ist. Ein Katastrophe war das damals wie heute (Manche sollen ob dieser Erkenntnis geheult haben. Gödel selber wurde (ob aus diesem oder einem anderen Grunde) verrückt, hatte Verfolgungswahn und hungerte sich schließlich zu Tode, als ihm die vertraute Köchin abhanden kam).

    Selbst die Mathematik weiß nicht ob das, was sie letztendlich all ihren Berechnungen zugrundelegt wahr ist. In anderen Worten: Selbst der Mathematiker/Logiker muss an etwas glauben.

    Dem Künstler, der aus seine Fantasie schafft, insbesondere der, der wie auch ich oftmals dem Dada oder Surrealismus (gar dem Unsinn oder der Unlogik) frönt sollte dies ein frohe Botschaft sein.

    Ha, selbst die Mathematiker können uns nicht ans Bein pissen!
    Axiome brauchen wir nicht!
    Kunst schafft sich aus sich selbst.
    Kunst ist.

    In diesem Sinn oder Unsinn hatter

  • simulacra
    simulacra
    Der unendliche Regress wird in der Wissenschaft unentwegt angewandt und ist wohl auch nicht zu widerlegen. Eins baut auf dem anderen auf, ohne dass dieses endgültig bewiesen sein kann. Eine unendliche Näherung? Quadratierung des Kreises?
    Jedenfalls ein schöner Einfall deinerseits dazu!
    :)