KunstNet nutzt Cookies. Details.
Traum, Gesicht, Vordergrund, Mischtechnik, Surreal,

TraumGesichtVordergrundHintergrund

  • Avatar
    Von A-Hatter hochgeladen im Album 2014

    Das was hintergründig, ist im Traume vordergründig
    (Aus Schnipseln der Lucrezia Panciatichi von Agnolo Bronzino)

TitelTraumgesichte
Material, TechnikBildmontage, digital bearbeitet
Jahr, Ort2014 / Niederrhein
Preis Anfrage stellen
Tags
Kategorien
Info720 15 4 1.5 von 6 - 10 Stimmen
  • 15 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • A-Hatter
    A-Hatter
    Die Nacht naht, der Traum steigt empor.
    :)

    Genau so.
    Kurz bevor sie einschlief bat sie alle Götter darum nicht wieder von diesen abgeschliffenen Halbgesichtern zu träumen.

    Dank für den Kommi hatter.
  • simulacra
    simulacra
    Die Nacht naht, der Traum steigt empor.
    :)
  • A-Hatter
    A-Hatter
    ....äh, meinst du den Rohrschachtest?

    Der Ro(h)rschach Test

  • ratzekatze
    ratzekatze
    muss bei dem bild an diesen kartentest denken - hab beim schnellforsten nix brauchbares gefunden, ausser dass man ihn Iowa-card-test nennt ... vielleicht kennste den ja *erklaerfaulgrad* gruesze
  • A-Hatter
    A-Hatter
    Insofern, ja.Das Erwachen nach einem Traum, ist ein oft ebenso harter Bruch. :D

    Ja, dass finde ich auch.
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian


    Insofern, ja.
    Das Erwachen nach einem Traum, ist ein oft ebenso harter Bruch. :D

  • A-Hatter
    A-Hatter

    Vielleicht ist dieser, deutlich auf das Bild Bezug nehmende Schlusssatz, aber auch gar nicht notwendig.


    Ich finde doch. Denn er knüpft ein Band zwischen Traum und Kreativität, zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein, zwischen Traum und "Kunst", zwischen dem was wir im Traum erleben und dem an was wir uns vom Traum nach dem Aufwachen noch erinnern können.
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian


    Frau Bana ist traurig. [...]

    Geht ebenso als Traum durch :)
    Bis auf ein paar Wörter und Formulierungen, gut und interessant geschrieben, für mein Empfinden.
    Nur der letzte Absatz verdirbt die Stimmung ein wenig, ist wie ein Eimer kalten Wassers über den Kopf :D
    Vielleicht ist dieser, deutlich auf das Bild Bezug nehmende Schlusssatz, aber auch gar nicht notwendig.

    Schön, schön :)

  • A-Hatter
    A-Hatter

    Obwohl, ich denke, was im Traum vordergründig, ist dort tatsächlich nur vordergründig.
    Gerade im Traum offenbart sich das Hintergründige zwar wirklich, im Sinne von wirkend, aber nicht wirklich vordergründig wahrnehmbar.


    Das hast du schön geschrieben. Tja, da könnte ich mit dir jetzt viel drüber diskutieren und philosophieren.
    Ich wollte in meiner Beschreibung das Wort "Hintergrund" als das Unbewusste verstanden wissen.
    Vor diesem (oder aus diesem) Hintergrund agiert das Bewusstsein. Wenn wir träumen, dann tritt das Bewusstsein zurück , oder wird zumindest gleichberechtigter Bestandteil des "Wusstseins" (was immer das sein mag). und so wird "Hintergrund" zum Vordergrund. Ob dieser vordergründige Hintergrund dann im Traum bewusst oder unbewusst wahrnehmbar ist, ist schwer zu sagen, da beide Bewusstseinsebenen im Traum zumindest gleichberechtigt sind. Außerdem vergisst das Bewusstsein, wenn es erwacht gerne Träume.

    Ach egal. Hauptsache der "Hintergrund" wirkt, ob nun für wahr genommen oder nicht, oder so....grübel.

    Danke dir für deinen interessanten Kommentar.
    LieGrü hatter

    P.S. Dein Traum erinnerte mich an einen Text den ich mal zu djembes Bild


    Ikebana

    geschrieben habe.

    Frau Bana ist traurig. Es regnet. Sie geht schirmbeschützt durch die Einkaufzone ihrer Heimatstadt, bleibt vor dem einladenden Schaufenster einer Schuhbotike stehen und ergötzt sich an den ihr dargebotenen Lederwaren.

    Spiegelnd zeigt das Schaufenster ihr eine alte Frau die auf sie zu kommt und immerzu murmelt "Schön, schön, schön, wie schön." Bei jedem "Schön" deutet die Alte dabei immer wieder mit ihren ausgemergelten Armen und Händen auf Frau Banas Schuhe.

    Die Alte reicht ihr ein Bündel kleiner Ahornäste.

    Frau Bana nimmt die Äste, doch die Äste verwirren sie. Sie versucht die Alte zu ignorieren, in der Hoffnung, dass diese ihr Interesse an ihr verliert.

    Da strömen immer mehr Passanten auf Frau Banas Spiegelbild zu, umringen sie, deuten auf Frau Banas Schuhe und rufen "Schön, schön, schön, wie schön."

    Frau Bana schnippt mit ihrem Finger um das Trugbild zu verscheuchen. Doch es hilft nicht.

    So schließt sie ihre Augen, dreht sich um und öffnet ihre Augen wieder in der Absicht ihre Wahrnehmung als Halluzination zu enttarnen.

    Tausende Menschen applaudieren ihr, deuten auf ihre Schuhe und rufen wie aus einem Munde "Schön, schön, schön, wie schön."

    Die Alte reicht ihr eine Tüte mit Fischköpfen. Frau Bana nimmt sie perplex.

    "Könnten sie vielleicht ihre Schuhe ausziehen?" bittet sie die Alte.

    "Schön, schön, schön, wie schön." skandiert die Menge.

    Frau Bana schnürt ihre Schuhe auf, zieht ihre Strümpfe aus und setzt ihre Füße vorsichtig barfuß auf den regennassen Asphalt. Das fühlt sich ganz großartig an findet Frau Bana.

    Langezogene "Oh's" und "Ahs" tönen aus der versammelten Runde. Tausende Finger zeigen auf Frau Banas nackte Füße. "Schön, schön, schön, wie schön."

    Vorsichtig macht Frau Bana erste barfüßige Schritte. Das Regenwasser scheint ihr wie einer Pflanze durch die Wurzeln wohlig in den Körper zu steigen.

    Frau Bana spürt den Rhythmus der Regentropfen, die auf den Asphalt schlagen und sie wagt erste Tanzschritte. Zuerst langsam verschämt und verhalten dann immer schneller virtuoser, bis sie sich vollkommen in ihrem Regentanz verliert.

    Nach einer Ewigkeit hält sie inne. Die Menschenmenge ist verschwunden, nur die Alte steht noch vor ihr, lächelt sie an und sagt:

    "Das war schön, schön, schön, ach wie schön."

    Sie drückt Frau Bana eine Vase in die Hände und meint:

    "Vergiss die Vase nicht, alles im Leben muss eine Vase haben, vergiss das nicht."

    Vollkommen durchnässt aber himmelhoch jauchzend lebendig will Frau Bana sich bedanken, doch im selben Augenblick ist die Alte auch schon verschwunden.

    Frau Bana rennt barfuß durch den Regen zurück nach Hause. Dort angekommen breitet sie ihre Geschenke auf dem Küchentisch aus und fängt an zu basteln.
  • A-Hatter
    A-Hatter
    Dramaturgie des Alltags für soo viele Menschen. Keiner sieht sie, doch das Trauma unangenehm olfaktorisch wahrgenommen zu werden, spiegelt sich in diesem perfekt inszenierten Alp wider.
    Dabei müsste es gar nicht so weit kommen, es gibt ja auch Deo's .... Sehr schön :)

    Sehr schöne Interpretation, dank dir!
    LieGrü hatter
  • xiflamsungam
    Xabu, ich denke bezüglich der Voder/Hintergründigkeit genau so... lG magnus
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    Aber bitte ohne Aluminium drin.

    Stinken tut nur, wer Angst hat. :D

    Und, ich habe noch nie auch nur annähernd etwas geträumt (bzw. mich an Träume erinnert), was surrealistischen Darstellungen, wie in oben abgebilderter Art und Weise, ähnelt.

    Die Situationen und Begebenheiten mögen ungewöhnlich gewesen sein, wenn sie letztendlich auch nur Gefühlswelten bebilderten, sie waren jedoch immer sehr naturalistisch in ihrer Darstellung.

    Letzte Nacht forderte mich ein kleines, einem Affen ähnliches Wesen, zum Tanze auf einer Kopfsteinpflasterstraße.
    Das Tanzen war sehr angenehm, nachdem ich in seinen schwungvollen Rhythmus gefunden hatte.


    Aussage und Bebilderung passen jedoch :-)

    Obwohl, ich denke, was im Traum vordergründig, ist dort tatsächlich nur vordergründig.
    Gerade im Traum offenbart sich das Hintergründige zwar wirklich, im Sinne von wirkend, aber nicht wirklich vordergründig wahrnehmbar.


  • xiflamsungam
    Dramaturgie des Alltags für soo viele Menschen. Keiner sieht sie, doch das Trauma unangenehm olfaktorisch wahrgenommen zu werden, spiegelt sich in diesem perfekt inszenierten Alp wider.
    Dabei müsste es gar nicht so weit kommen, es gibt ja auch Deo's .... Sehr schön :)
  • tseib
    die supernaseninvasion
  • djembe
    djembe
    Ich mag's .... !

    dD