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Astronomie, Universum, Gravitationslinse, Licht, Krümmung, Ereignishorizont

schwarzesLochBlackhole

  • Von robolotion hochgeladen im Album Szenen

    Simulation des Ereignishorizonts eines Schwarzen Lochs, das von einer Akkretionsscheibe umgeben ist. Original ohne ©-Vermerke.

TitelSchwarzes Loch
Material, TechnikPigment-Print, Lambda-Print, limitierte Auflage
Format 60 cm x 45 cm
Jahr, Ort2015, Berlin
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Info915 3 17 2 von 6 - 1 Stimme
  • 3 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • Wolkenfrosch
    Wolkenfrosch
    Danke für die Erklärung.
    Das klingt gar nicht verrückt, das sind ja die aktuellen physikalischen Erkenntnisse. Nur mit der Singularität...soweit ich weiß, kann die gar nicht berechnet werden, da kommen Relativitätstheorie und Quantenphysik nicht in Einklang. Scheint eher so zu sein, als würde die Masse des kollabierten Sterns durch die unendliche Raumkrümmung aus unserem Universum herausfallen. Zumindest habe ich das so verstanden.
  • robolotion
    robolotion
    Danke, Wolkenfrosch, für Kommentar und Interesse.

    Ganz richtig, nach der Allg. Relativitätstheorie könnte ein Schwarzes Loch ungefähr so aussehen. Die Krümmung der Raumzeit wird erkennbar durch den Gravitationslinsen-Effekt. Lichtstrahlen von Objekten hinter dem Schwarzen Loch werden durch seine massebedingte Gravitation gekrümmt, ähnlich wie bei einer optischen Linse.

    Die Abbildung ist schematisch, vereinfachend gehalten. Die sog. Akkretionsscheibe aus extrem heißen Gas (Plasma), das nach und nach ins "Loch" hineinspiralisiert, besteht nicht aus einzelnen Ringen, sondern verläuft kontinuierlich (siehe nachfolgende Grafik), um schließlich hinter dem sog. Ereignishorizont (schwarzes Objekt, Bildmitte) auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden.

    Neben der Ablenkung des Lichts der (horizontal liegenden) Akkretionsscheibe ist die Auswirkung der Raumzeitkrümmung auch an der Konzentration von (blauem) Sternenlicht (aus der umgebenden Galaxie) nahe am Ereignishorizont zu erkennen.

    Es ist eher eine astrophysikalische Illustration als ein abstraktes "Kunstwerk". Das wirklich erstaunliche dabei ist die Enstehung der Grafik: Sie ist das Ergebnis einer "echten" rechnergestützten, physikalischen Simulation, (im Wesentlichen) ohne Verwendung irgendwelcher Bildbearbeitungseffekte. Das Resultat weist eine erstaunliche Ähnlichkeit mit realen Forschungsergebnissen auf. Ich habe nichts weiter unternommen als eine bunte Lochscheibe zu nehmen, sie mit einem Sternenhimmel zu umgeben und in der Mitte der Scheibe eine speziell geformte Glaslinse mit großem Brechungsindex zu platzieren. Schließlich "fotografiert" man dieses digitale 3D-Modell mit einer Szenenkamera innerhalb des Modells. Das 3D-Grafikprogramm simuliert physikalisch die Ablenkung von Lichtstrahlen durch die virtuelle Glaslinse. Das reale Gravitationsfeld wird durch ein "simples" Stück Glas ersetzt. Beide rufen einen optischen Brechungsgradienten hervor.

    Schwarze Löcher sind ein spannendes, hochaktuelles Forschungsthema. In wenigen Jahren wird das gigantische EHT (Event Horizon Telescope) einen nahen Blick auf das 4 Millionen Sonnen schwere Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxis werfen. Sein enorm hohes optisches Auflösungsvermögen wird den sog. Schatten des Schwerkraftmonsters abbilden können. Er ist (theoretisch) das schwärzeste, vollkommene Schwarz..

    Ein sog. Schwarzes Loch ist eigentlich kein richtiges Loch, sondern unendlich konzentrierte Materie ohne Volumen, ohne eine Raumausdehnung (Singularität). Die Krümmung der Raumzeit im Zentrum ist unendlich hoch, weshalb die Zeit dort stehen bleibt. Albert Einstein hat's gewusst.

    Klingt verrückt, oder?
  • Wolkenfrosch
    Wolkenfrosch
    Sieht toll aus. Stellt das Bild die Verzerrung der Raumzeit in der Umgebung des Schwarzen Loches dar?