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Frau, Albtraum, Mädchen, Hass, Terror, Gewalt

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    Von Frank-M. Stahlberg hochgeladen am 21.08.2016

    Habe mein nächstes Werk fertiggestellt - Titel: "Furcht"
    Es ist etwas, das mich eigentlich täglich bewegt: Es strömen tagtäglich eigentlich fast nur noch traurige, schreckliche, furchteinflößende und albtraumauslösende Nachrichten auf uns ein; egal wohin wir schauen - Nachrichten, Zeitungen, Internet, Radio ... es ist schon manchmal zum Verzweifeln!

TitelFurcht
Material, TechnikAcryl, Aquarell
Format 45 cm x 65 cm
Jahr, Ort2016 / Worpswede
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Info438 8 13 3 4.8 von 6 - 4 Stimmen
  • 8 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • Frank-M. Stahlberg
    Frank-M. Stahlberg
    Vielen Dank für eure Kommentare! :-)
  • heinrich
  • ecaep
    Man schafft sich seine eigene Wirklichkeit. Es gibt ein probates Mittel gegen dieses Angstgefühl: Eine Woche lang ohne Internet, Fernsehen, Radio und Handys.

    Es wirkt Wunder! :-)
    Zum Bild: Für mich ist es irgendwie zu glatt und zu offensichtlich. Ich habe es lieber etwas verklausolierter.;-)
    Natürlich ist die Technik 1A.
    LGp
  • huekki
    huekki
    @W999R
    Sehr interessant, was du schreibst! Vielen dank dafür :-)
  • A-Hatter
    A-Hatter
    Irgendwann gibt dann der persönliche Bios auf. Snow crash‎. Blue screen. Chaos. Meme erobern dein Hirn ...
    Die meisten Patienten brabbeln danach nur noch. Klingt wie "ala a ja ga ba du lu mei lun mei ga bu da gei."
  • U. Ziethen
    U. Ziethen
    Mir hilft dann immer aus der "Großen Welt" hinaus in meine kleine zurückziehen zumindest für eine Weile.
    Zum Bild: mir würde die Frau reichen, der Wort bedarf es eigentlich gar nicht, das Gesicht und die Gestik sagen alles. LG
  • Frank-M. Stahlberg
    Frank-M. Stahlberg
    Vielen Dank, dafür, Winfried, daß du mit der Thematik so beschäftigt und diese so ausführlich kommentiert hast!
  • Winfried Ritter
    Winfried Ritter
    Tolle Arbeit zu einem Thema,
    dass uns alle betrifft und immer schneller und intensiver auf einen Höhepunkt zusteuert.
    Zu diesem Thema habe ich ein "paar" Zeilen parat. :-)

    Was ist Angst? Wie entsteht sie? Ist ein Leben ohne Angst möglich? Wir alle kennen unzählige Ängste: vor dem Tod, vor dem Leben, vor dem Bekannten und Unbekannten, vor schlechten Erfahrungen, vor Schmerz, vor dem Versagen, vor Bloßstellung, vor anderen, vor uns selbst, vor Verlust - egal ob von materiellem Besitz oder geistigem, wie Überzeugungen und Glaubensmustern. Könnten wir uns jemals komplett davon befreien? Ich habe nachgesehen was einige Lehrer darüber sagen.
    Der Mythos von der sinnvollen Angst
    Über seine Ängste will niemand gerne reden. Leichter fällt da eine Aussage wie: "Angst ist ja letztlich doch gut und wichtig, die Evolution hat das so eingerichtet." Es ist ja eine Mode, alles mögliche durch die Evolutionstheorie zu begründen, und dadurch den Sinn herzuleiten. Das verleitet dazu, die Sinnhaftigkeit nicht weiter zu hinterfragen.

    Warum greift das aber zu kurz? Nur ein verschwindender Anteil unserer Ängste sind die natürliche Reaktion auf eine konkrete, unmittelbare Gefahr. Der überwiegende Anteil sind - wie es Eckhart Tolle nennt - "psychologische" Ängste, die von unserem modernen, hochaktiven Verstand erzeugt werden, weil er ständig durch Vergangenheit und Zukunft wandert und sich dabei schlimme Szenarien zusammenbraut. Oder wie Seth es ausdrückte: die Katze hat nur Angst wenn direkte Gefahr droht, während der Mensch ständig an den "bösen Hund" vier Blöcke weiter denkt, egal ob der in der Nähe, auf Urlaub oder angebunden ist.

    Und meist können wir diese Ängste und Sorgen nicht kontrollieren. Das steigert sich zu chronischen Angstzuständen, Sorgen und Unruhe, Depressionen, Burnout, Neurosen, Phobien, etc. ... alles Erscheinungen, die der Urzeitmensch nicht kannte. Wenn wir jetzt unsere ständigen Ängste durch die ein, zwei "Säbelzahntiger-Situation" die wir im ganzen Leben haben, rechtfertigen, ist das nicht sehr verhältnismäßig, und wir lügen uns dann in die Tasche.

    Heute ist meist nicht unser Leben bedroht, sondern unser Ego - unser falsches Selbstbild, das wir uns gedanklich aus Urteilen und Bewertungen zusammengeschustert haben.
    Die erste wichtige Erkenntnis: Ängste werden vom Verstand erzeugt
    Je stärker unser Verstand ausgeprägt ist, und je stärker wir uns mit ihm identifizieren, desto größer sind potentiell unsere Ängste (Verstand und Angst sind direkt proportional zueinander.). Er ist eine Angst-Produzier-Maschine. Das ist die Schattenseite unseres Intellektes. Wenn wir glauben, der Verstand zu sein, dann sind wir seinen "Ergüssen" ausgeliefert, und haben keine Möglichkeit, uns über die Ebene der Ängste zu erheben.

    "Der Verstand selbst ist die Angst"
    - J. Krishnamurti (Q)

    Ihr glaubt dass euer Verstand eines wäre,
    und eure Emotionen etwas anderes.
    Aber sie sind das selbe.
    - Adamus, next series, shoud 8
    Ängste, wie alle Emotionen (im Gegensatz zu wahren Gefühlen) sind "falsch"
    Wie heißt es so schön: Emotionen sind der plumpe Versuch des Verstandes, wahre Gefühle nachzuahmen.

    Ich freue mich auf die Zeit wenn ihr über eure Emotionen hinaus geht. Es ist nicht so, dass ihr dann herzlos oder lieblos wärt. Denn noch einmal, Emotionen werden im Verstand erzeugt, nicht von der Seele, nicht vom Herz. Wenn ihr das zu verstehen beginnt, dann werdet ihr sehen wie falsch, künstlich und extrem energieraubend Emotionen sind.
    Adamus, the next series, shoud 11

    Es gibt keine Emotionen ohne den Verstand. Das Gehirn erschafft Emotionen - schmerzhafte Emotionen - aber das sind keine echten Gefühle. Das ist nicht echtes Bewusstsein.
    - Adamus, the next series, shoud 11
    Über die Ängste hinausgehen heisst also auch über den konditionierten Verstand hinausgehen, der aus abertausenden, oft negativen und falschen Gedanken geprägt und geformt wurde. Nicht weil der Verstand etwas schlechtes wäre. Im Gegenteil, es geht darum ihn effizient benutzen zu können, und nur wofür und wann wir wollen. Das geht aber nicht, wenn wir selbst in ihm feststecken. Das wäre, als wollte man eine Waschmaschine bedienen, während man selbst in der Waschmaschine sitzt. Um Angst zu verstehen muss man also auch einiges über den Verstand wissen:
    Der Verstand existiert nur in Vergangenheit und Zukunft
    Was kann der Verstand? Er kann selbst nicht mehr, als im Gedächtnis nachzuschlagen, wie in einem Katalog, um zu sehen ob aus der Vergangenheit bewährte Lösungen bekannt sind. Er kann prinzipiell nur Altes verwalten, kombinieren und Szenarien in die Zukunft projizieren. Er besitzt selbst keine Kreativität, kann nie frisch und lebendig handeln.

    Der Verstand existiert nie im Jetzt
    - Eckhart Tolle

    Wenn er keine Lösung parat hat - oder ohnehin schnell auf eine abgespeicherte Information wie "Das ist ausweglos" oder "Ich kann das nicht" stößt - überflutet er uns mit Angt. Und wenn sie stark genug ist, kann sie den Effekt haben, uns ins Jetzt zu katapultieren, wo diese Glaubensmuster nicht existieren, und wo wir spontan und situationsabhängig reagieren sollen. So gesehen ist es der Versuch des Verstandes, sich aus sich selbst zu befreien. Ob das von Erfolg gekrönt ist, hängt wohl davon ab, ob wir uns irgendwann in den Moment fallen lassen, oder uns weiter kontrollierend im Verstand festkrallen. Solche Angst fordert uns (auf unangenehme Weise) auf, wahrhaftig zu leben, und nicht auf Basis von abgespeicherten Daten.

    Erinnerungen, Erfahrungen und Wissen sind der Hintergrund, aus dem die Gedanken entstehen. Gedanken sind daher immer alt, und können nie frei sein, denn sie sind an die Vergangenheit gebunden und können nie Neues sehen. Wenn ich das völlig verstehe, dann wird der Verstand ruhig.
    Krishnamurti, 16. März 1969, London