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Rilke, Gedicht, Gefangenschaft, Grafit, Katze, Großkatze

RilkeGedichtGefangenschaftGrafit

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    Von Isolde Schmitz-Becker hochgeladen im Album Landschafft am 25.10.2016

    Der Panther

    Im Jardin des Plantes, Paris

    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille -
    und hört im Herzen auf zu sein.


    Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris

TitelStudie zum Gedicht "Der Panther" von Rainer M. Rilke
Material, TechnikKugelschreiber und Aquarellfarbe auf naturweißem Aquarellpapier
Format 24 cm x 30 cm
Jahr, Ort2016 Straelen
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Info407 2 9 2 5 von 6 - 3 Stimmen
  • 2 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • Wika
    Wika
    Musste sofort an das Gedicht denken als ich dein Bild sah
  • ecaep
    Mein Lieblingsgedicht von Rilke.
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille -
    und hört im Herzen auf zu sein.

    Für eine Studie finde ich es ganz gut.
    LGp