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Malerei, Bronzezeit, Mandala, Gravuren, Mythologie, Symbolismus

MalereiBronzezeitMandalaGravuren

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    Von Jens_N_H_Erdmann hochgeladen am 02.01.2017

    Hier habe ich versucht bronzezeitliche Symbole, teils übernommen, teils übernommen weitergedacht und teils neu ausgedacht in halb-trockene gespachtelte Farbe zu gravieren und zu ritzen und dann überzulasieren. Teilweise wurde auch Bronzepigment eingearbeitet, um das Material an die geschichtliche Bezugszeitepoche, die Bronzezeit, anzubinden. Leider lassen sich die Gravuren, wegen des Digitalfotos, nicht so gut erkennen. Vielleicht sollte dies Werk als experimentell eingestuft werden. Den Mandala-Gedanken habe ich in den Jahren 2013/2014 besonders als Gegenpol für berufliche Belastung verfolgt, die in 2014 mit einem gesundheitlichen Warnschuss zu einem Höhepunkt kam. Seit den Jahren 2013/2014 sind meine Werke statischer, ruhiger, unaufgeregter geworden (was sie vielleicht vorher auch schon waren...).

TitelBronzezeitmandala IV
Material, TechnikÖl auf Leinwand
Format 50 cm x 50 cm
Jahr, Ort2013/2014
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Info363 11 15 4.8 von 6 - 9 Stimmen
  • 11 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • absurd-real
    absurd-real
    Das gute alte Sonnenradhakenkreuzswastikaschwarzesonnensymbol
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Es freut mich, dass du doch deine Phantasie an diesem Werk auslassen kannst. So lässt es ja noch Gedankenspiele zu. Das mit dem Erdkern ist mir noch gar nicht in den Sinn gekommen. Über Horoskope kann ich nichts aussagen, habe mich zu wenig damit beschäftigt. Eine strenge 3er- und 8er-Symbolik ist wohl allen meinen Bronzezeitmandalas eigen. Die 3 und die 8 sind seit ich mich erinnern kann meine Lieblingszahlen. Ich kann aber nicht sagen warum.

    Leider kenne ich die klingerschen Skulpturen nur aus meinen Büchern, ich habe noch nie eines der Werke echt sehen können. Was mich fasziniert ist diese ganz eigene moderne symbolische und doch klassisch geschulte Formensprache und sein ganz eigener Ausdruck. Sie hat mich schon als Kind begeistert. Damals gab es nur ganz wenig Literatur über Klinger, aber meine Eltern hatten einige wenige Velhagen und Klasing-Monatshefte und da waren manchmal Rezensionen über Klinger und Abbildungen von Klinger drin. Über die Zeit habe ich mir so einige Bücher druckfrisch und antiquarisch besorgt. Ach ja, Kunstbücher sind eine meiner Schwarmobjekte...
  • Katharina Weiß
    Katharina Weiß
    Ja, an die Tag/Nacht-Symbolik hab ich auch gedacht. Vielleicht wie ein Horoskop, da gibt es ja auch die Tag- und die Nachthälfte. Allerdings bräuchte es da zwei Achsen mehr. Aber ich hab mal gelesen, dass anfangs nur 8 Häuser gab. In der Bronzezeit war das sicher so. Ich finde, die Mitte sieht aus wie die Erde. Grün ist die Oberfläche, aber man kann bis zu ihrem glühenden Kern schauen.

    Naja zu Spinnen hab ich ein sehr gespaltenes Verhältnis. Ich hab aber gelernt sie zu tolerieren, seit ich einen Garten hab. Früher hat die irrationale Angst vor den Tierchen dafür gesorgt, dass ich kein Mitleid mit ihnen hatte. Aber ich kann es inzwischen sehen, wenn sie Angst haben und sie beobachten, ohne mich zu schütteln. Ein bisschen kann ich die Faszination schon nachvollziehen.

    Kennst du die Skulpturen von Max Klinger mit den Karneolaugen?
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Danke Katharina.

    Also, Farben sind meist intuitiv gewählt, manchmal aber mit besonderer Symbolik. Die Farben im Zentrum kann ich mir nicht mehr erklären; die Farben der Umrandungen stehen für: oben = helles orange = Sonne/Tag, unten = wässriges atrament = Mond/Nacht -> Tag-Nachtsymbolik ist sehr wichtig in alten Kulturen. Ich bin bis zur Armeezeit im Norden Sachsen Anhalts aufgewachsen, das hat mir tief geprägt, wohl weil es die prägende Jugend war.

    Leipzig ist mir ein guter Begriff, weil meine Liebligskünstler dort wirk(t)en; Max Klinger, Otto Greiner, Neo Rauch...

    Das mit dem Spinnennetz klingt sehr interessant, da habe ich noch gar nicht dran gedacht. Ich liebe Spinnen, habe sie als Kind gesammelt, betrachtet und wieder laufen lassen; heute muss ich sie im Haus retten, bevor sie tot getreten werden. So würde unbewusst auch noch ein schamanisches Element reinleuchten.

    LG, Jens
  • Katharina Weiß
    Katharina Weiß
    Ich finde, es hat auch etwas von einem Spinnennetz und das ist ja in Indien ein Symbol der kosmischen Ordnung. Kannst du es erklären oder ist es eher intuitiv? Warum ist es zum Beispiel in der Mitte rot und grün und verschiedenfarbig umrandet? Dass es in Sachsen-Anhalt bedeutende archäologische Ausgrabungsstätten gibt, weiss ich. Ich wohne in Leipzig Aber in deinem Profil steht ja Belgien, deshalb hab ich gefragt :)
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Katharina, ich war schon immer von Mythologie, Archäologie, Geschichte, Kunstgeschichte, Seefahrt und Metallurgie begeistert und habe als Kind unser kleines städtisches Museum gern besucht, da gab es einige Töpfereiarbeiten und Nachbildungen aus der Zeit. Überhaupt ist meine Heimatregion sehr geschichts- und geschichtenreich. Man könnte Sachsen-Anhalt sowieso als wichtig für die Bronzezeitarchäologie anerkennen. Ich habe mir auch so einige Bücher über die Bronzezeit zugelegt. Da ich mich auch besonders für die germanische Mythologie (aber nicht nur) begeistere, die ja besonders in der späten Bronzezeit blühte ergab sich die Möglichkeit all diese Interessen und gesammeltes Wissen in einige Werke zu konzentrieren und eine Mischung aus allem zu versuchen. Da gibt es bereits einige Werke und andere sind in Planung. Da zu allem noch eine Liebe für geometrische Formen und jüngst auch europäische und asiatische Philosophie und Spiritualität eingewoben werden musste, kam ich auf die Idee der Bronzezeitmandalas. Dieses ist das letzte Werk einer kleinen Reihe mit besonderem Nachdruck auf Stille, Statik und Seefahrtsmotiven. Es hat jedenfalls Spaß gemacht, das Werk zu erstellen...
  • Katharina Weiß
    Katharina Weiß
    Das ist sehr schön und strahlt eine große Ruhe aus. Woher kommt eigentlich deine Faszination für die Bronzezeit? Hast du eine archäologische Stätte in deiner Region?
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Ich danke euch für das Kommentieren.

    Grüße, Jens
  • Olaf Plantener
    Olaf Plantener
    Sehr gut gelungen.
  • A Morena
    A Morena
    Jedenfalls super geworden, Symbole darzustellen ist immer wichtig...
  • seebaa
    seebaa
    Experimentell auf dem weg zur eigenen mitte ist eine schöne art, sich zu zentrieren. Mit dem zoom hat man schon die möglichkeit, den bronze- und lasurspuren zu folgen... kraftvoll, ruhig und ausgewogen wirkt es.
    Bei längerer betrachtung zieht es mich mal ins bild, dann wieder hinaus.....diese form und der rhytmus erinnert mich an lautsprecher und seine dynamik - schön.