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Ausschnittander

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    Von Tim Weber hochgeladen am 06.02.2017

    Sprach das hohle Nüsschen zu dem süßen Popöchen:

    Popöchen du, woher kommt nur dein Liebreiz her?
    Woher die Straffheit in deiner gedanklich Form?

    Vom Yogaspiele, mein hohles Nüsslein du.

    Willst du es mir nicht zeigen, mich lehren,
    mein liebes, rundes Popöchen,
    diesen deinen Schmu?

    Sicher doch, wenn du dafür bereit bist,
    es auf tantrischen Flügeln schon geflogen ist,
    so möge es dann geschehen.

    Und eh es sich recht versah,
    setzte sich das Popöchen auf das Nüsschen.
    Quetschte und presste gewaltig drauf herum.
    Bis es platzte, das hohle Nüsschen.

    Doch die Übungsstund war noch nicht zu Ende.
    Es quetschte und presste weiter und weiter das Popöchen.
    Es wusste nicht wie ihm geschah,
    bis das Nüsslein wurd zu Pflaumenmus.

    Im Angesicht dieses ihres transzendentalen Aktes,
    seinem Wandel kamasutrisch Geschehen,
    sprach das Popöchen zu dem Mus:

    Siehst du, Ying und Yang. Werden und Vergehen.
    Das ist die richtige Übung, das richtige Yoga.
    Man braucht halt ein hohles Nüsschen dazu.

    Antwortete das Nüsschen,
    nun schon geward zu Mus:

    Sabeldi Sabeldi Sab,
    mehr von dem Papp!

    Und da erst tat sich Dämmerstund kund
    beim süßen Popöchen

    Wackelte seither nur noch tantrisch,
    drollig und für jeden rollig daher.

    Ließ sich pflücken, drücken
    und auch geistlos beglücken,
    hernach von sämtlich yogatantrisch
    Birnen Laune Natur.

    Denn was es wohl vergaß
    bei der ganzen karmasutrischen Geschicht,
    was schon des kleinsten Vakuums Hohlheit verspricht.

    Des Raumes Bedeutung lässt sich nicht messen,
    durch reines quetschen und pressen.

    Hatte es wohl vergessen,
    seine hohle, zu Mus geworden Seele,
    Französisch Bravour.

TitelKopf zermartern
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