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Wotan, Wodan, Mythologie, Symbolismus, Weltauge, Seher

WotanWodanMythologieSymbolismus

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    Von Jens_N_H_Erdmann hochgeladen am 12.04.2017

    Dieses Mal habe ich mich an ein etwas größeres Format und mehr Material gewagt.

    So kamen Lyra-Bleistifte, Aquarellfarben von Schmincke Horadam und Lukas 1869, Polychromos-Buntstifte zum Einsatz auf CANSON "C" à grain-Papier 224 g/m².

    Ich werte es als einen weiteren Porträt-Versuch.

TitelWotan V
Material, TechnikPolychromos, Horadam und Lukas 1869 Aquarell auf CANSON
Format 30 cm x 42 cm
Jahr, Ort2017
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Info299 21 76 4 5.6 von 6 - 11 Stimmen
  • 21 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Danke Thomas. :-)
  • Thomas Lenz
    Thomas Lenz
    ...und es behält auch bei mehrfacher Betrachtung seinen Reiz.
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Vielen Dank Thomas! :-) LG, Jens
  • Thomas Lenz
    Thomas Lenz
    Immer wieder gern gesehen, dieses Werk! Es gefällt mir ausgesprochen gut!
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Danke Peter... :-)
    Die Götter hatten schon immer Geschmack und konnten sich selbst Ultramarin, Gold usw. leisten. Eine göttliche Welt kommt ja ohne Geschmack, auch in Farben, nicht aus.
    LG, Jens
  • Peter Oelker
    Peter Oelker
    Da hast Du eine sehr schöne Farbauswahl getroffen. Wußte noch nicht, dass es in der Bronzezeit schon solche guten Farbqualitäten gab ;-)). Gefällt mir, deshalb alle Punkte und ein Schieber. LG Peter
  • A-Hatter
    A-Hatter
    @Jens: Jap, so soll es sein! Lass uns zusammen in den Topf spucken um dies Bündnis zu besiegeln. Möge nur gutes daraus hervorgehen.

    Grüß dich, hatter

    Wotan (2)
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Vielen Dank Moni!

    Ich rette deinen Beitrag als Kompliment ins Osterwochenende und freue mich darüber.

    Liebe Grüße,

    Jens
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Jo Hatter, so ist es und soll es sein.

    Darum kam ich ja auf diese ganze Bronzezeit und die nordische Mythologie, eben weil dies so ist und immer noch genug Geheimnisse lauern und mich anziehen.

    Aber besonders stimme ich zu, dass wir die Geschichten und Mythen nicht vergessen dürfen, denn sie erweisen sich als wunderbar und wir tragen deren Erbe aber auch Geheimniss immer noch in uns, in unserem Unterbewussten. Auch dürfen wir sie nicht konservativ Begeisterten überlassen, sondern müssen sie in die Kunst verweben und aus ihnen Kunst weben.

    Bei meinen Wodanporträts versuche ich ganz bewusst nicht das Kriegerische sondern das Geist- und Geheimnisvolle in den Vordergrund zu bringen, eben mir keinen Krieger, sondern einen Geschichts-Runen-Zauber-Geschichten-Mächtigen vorzustellen. Dunkel darf die Figur auch sein, denn das wurde ihr immer nachgesagt. Ein altes Schlitzohr war er sicher.

    Aber das hast du sicher auch festgestellt: wenn man für diese Mythenwelt erst einmal Interesse gewonnen hat und in den Stoff vordringt, dann wird man zum Begeisterten und verlangt nach immer mehr. So werde ich mir das Buch von Gaiman sicher anschaffen.

    Wenn wir ein Teil der alten Tradition des Geschichtenerzählens und des Weitererzählens, oder auch des Weiterzeichnens werden, dann kann dies doch nur gut sein.

    Aber neben Wodan gibt es ja noch viele andere sehr interessante Figuren. EInen ersten Beginn habe ich ja gemacht...

    Grüße, Jens
  • A-Hatter
    A-Hatter
    @Jens: Den Gaiman gibt's auch auf Deutsch, zumindest nenne ich eine deutsche Ausgabe mein eigen. Guck mal auf Amazon.

    ... und ja, das mit der nordischen Mythologie ist kompliziert. Aber es geht ja "Gott sei Dank" nicht um Wissen sondern um das Narrativum unserer Ahnen. Uns sind nur Bruchstücke von den uralten Geschichten erhalten geblieben. Die Lücken müssen wir selber notgedrungen mit unserer Fantasie fühlen und füllen. Das aber macht doch gerade Spaß. Füll die Lücken wie du willst, schreib die Geschichten nach deinem Gusto um. So haben es doch die Alten auch gemacht von Großmutter zum Sohn zur Tochter. "Stille Post" Egal, die alten Geschichten sollten nur nicht vergessen werden. Sie sollten wieder und weiter erzählt werden. Der Gaiman hat das wunderbar hinbekommen.
  • buatsnenrets
    dein stil ist unverkennbar, das macht es so
    besonders........
    gruß und schöne ostern für dich
    lgmoni
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Hallo Hatter, danke für den Tipp. Ich kannte das Buch von Neil Gaiman noch nicht. Gibt es davon nur eine englische Fassung "Norse Mythology"?

    Gott der Dichtung habe ich nicht ganz genau wiedergegeben - das Gedächtnis... :-( - denn Paul Herrmann schrieb in "Nordische Mythologie" unter anderem: "... Er war Gott des Zaubers und der Heilkunde, des Wissens und der Dichtkunst. ...". Herrmann hat die Figur Odin (aus dem Altnordischen)/Wodan (aus dem Altgermanischen)/Wotan (aus dem Althochdeutschen) über fast 37 Seiten aus verschiedenen Dichtungen und über eine zeitliche und örtliche Entwicklung nachzuweisen versucht. Was mir aus der Lektüre in Erinnerung geblieben ist, ist dass diese Figur noch viel mehr Göttereigenschaften und Gottnamen hat, diese sich über die Zeit weiterentwickelten (mit der germanischen Kulturverfeinerung wurden der Figur auch entsprechende Eigenschaften zugetragen) und auch örtliche Prägungen bekam, wobei mir eine skandinavische und eine altdeutsche Prägung in Erinnerung der Lektüre geblieben ist. Herrmanns Buch ist keine einheitliche Saga, wie die Sammlung der Edda, sondern es ist eher eine Abhandlung über die Mythologie des Seelenglaubens, dessen Übergang zur Naturverehrung, des Götterglaubens, des Götterdienstes und den Vorstellungen vom Anfang und Ende der Welt. Beim Götterglauben hatte er die Wanengötter Nerthus, Njörd, Frey, Freyja und Gefjon und die Asengötter Ty, Forseti, Heimdall, Höni, Odin(Wodan/Wotan), Thor, Baldr, Loki, Ull, Widar und Bragi und die Göttinnen: Frigg, Hel, Skadi und Idun besonders herausgearbeitet aus den Dichtungen...

    Also, ich bin doch beeinflusst von Paul Herrmanns Buch, an dem ich lange gelesen habe. Und ich fürchte, mit mehr Lesen wird die Unsicherheit noch wachsen...

    Dann kommt noch hinzu: was macht mein Unterbewusstes und mein Nachdenken daraus und was letztendlich die Hand...

    Da wird wohl Unsicherheit und eigenes Mutmaßen und Verfälschung durch eigene Phantasie nicht zu verhindern sein...

    Und letztendlich noch die schwierige Frage: Will ich eigentlich nur die Götter genau den Dichtungen und Werken über die Dichtungen anpassen oder will ich mir meine eigenen Figuren nur von den Schriften angeregt schaffen? Um ehrlich zu sein, darauf habe ich eigentlich keine genaue Antwort...

    Kunst ist doch ein hartes und unsicheres Geschäft. Leider, aber auch zum Glück.
  • A-Hatter
    A-Hatter
    @Jens: Ich lese gerade "Nordische Mythen und Sagen" von einem meiner Lieblings Autoren Neil Gaiman. Bin fast durch. Lohnt sich!

    ...Odin/Wotan/Wanderer war wohl eher nicht der Gott der Dichtung, das war Kvasir.
    ..als die Asen und die Vanen nach einem langen Krieg realisierten, dass sie gleiche Macht hatten beschlossen sie Frieden zu machen. Um ihren Friedenesschwur zu besiegelten spuckten alle Vanen und auch Asen in einen Topf. Nach einem langen Gelage standen die Götter um den Topf herum und dachten der Inhalt wäre viel zu Schade um ihn weg zu kippen. "Da kann man doch bestimmt noch was mit machen, oder?!" raunten sie sich zu. Freyja die Schwester von Frey, eine von den Vanen, griff beherzt in die Speichelsuppe und erschuf den Gott Kvasir.

    ... Cliffhanger....

    *WERBEPAUSE*

    Lese Gaiman, wenn du wissen willst wie es Kvasir weiter ergangen ist und warum es gute und auch schlechte Dichtkunst gibt ...und wie Wotan den Met der Dichtkunst für Asgard rettete.

    ;) hatter
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Danke Thomas und Regina! LG, Jens
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Oh, danke Hatter!

    Na, sind eh sehr viele Augen im Bild.

    Da ist dieser Wodan hier wohl eher ein Phantasiegebilde...

    Dazu ist er auch noch Gott des Zaubers und der Dichtung, dies alles mit nur einem Auge zu überblicken ist ja nicht so leicht. Daher braucht er wohl auch Hugin und Munin als seine Kundschafter.

    Wenn die Frage erlaubt ist: welche Dichtungen hast du gelesen? Ich will mir auch noch etwas mehr Weisheit anlesen. Ich schaue nochmal in der Edda nach und bei Paul Herrmann, nicht dass ich hier zu weit von den Dichtungen abweiche und einen Kunstwodan schaffe. So etwas kann einem ja leicht mal unterlaufen.

    Grüße, Jens
  • A-Hatter
    A-Hatter
    Wotan, Odin, der Einäugige, der Gehängte, der Galgengott, der Allvater, der Mann mit dem Schlapphut und dem langen Mantel verlor am Anfang, als die Welt noch jung war, sein Auge als Preis für einen Schluck aus des Riesen Mimirs Brunnen (der Yggdrasil den Weltenbaum nährt). So erlangte er Weisheit.

    Egal, wie auch immer es gewesen sein mag: Odin fehlt seit dem der gesamte Augapfel, denn dieser schwimmt noch heute in Mimirs Brunnen.

    LieGrü hatter
  • Thomas Lenz
    Thomas Lenz
    Sehr gelungen! Tolle Arbeit!
  • Regina_Dem
    Regina_Dem
    interessant und phantasiereich !
  • Jens_N_H_Erdmann
    Jens_N_H_Erdmann
    Vielen Dank Limone und Regina.

    Das mit den Augen ist hier so eine Sache - es wurden reichlich und verschiedene. Also bei Wodan/Wotan/Odin ist es ja immer so eine Sache mit den Augen. Manche Schriften meinen er habe nur eines, andere sagen darüber nichts aus. So habe ich das eine zwischen sehend und blind gelassen, in diesem Falle das linke Auge. Warum es blind sein könnte? Früher ginge man vielleicht von einer Kampfverletzung aus, heute wäre auch ein Star eine Möglichkeit. Das dritte Auge ist halb Zier im Schlapphut und halb lebendig und die Retina ist lila gehalten, wie die Farbe des 6. Chakra, dass ja das dritte Auge symbolisiert, oder so ähnlich, jedenfalls ist das Intuitive damit repräsentiert. Das vierte und oberste Auge im Schlapphut ist symbolisch und ziert unlebendig, es soll ein Weltauge darstellen, dass ich mir erarbeitet habe, vielleicht gibt es dieses auch schon, jedenfalls sind mondförmige Rundungen in stilisierter Augenform angedacht, um die Weltsicht und das Nachtgöttliche zu repräsentieren. Das Weltauge könnte stellvertretend für Hugin und Munin stehen, die ja die Welt abfliegen, um den Gott auf den letzten Stand des Weltgeschehens zu bringen. Einem Gott sind das sinnliche menschliche Sehen, das intuitive ahnende Sehen und das Übersehen des Weltgeschehens durchaus angemessen, dachte ich mir und so mussten all die Augen ins Bild. Ob ich da richtig liegen, weiß ich nicht, aber die Phantasie darf sich ja solche Mutmaßungen durchaus erlauben.

    Eigentlich sollte ich das alles nicht so herumposaunen, aber das Augendenken hat mich zur Zeit voll im Griff...

    Also ich liebe Blau, eine Farbe, die einem Nachtgott sicher gut steht und ich habe viele Blaus verwendet, vielleicht noch zuwenig.

    Grüße, Jens
  • Regina_Dem
    Regina_Dem
    sehr ausdrucksstarkes portrait von Wotan. in blau mit drittem/ vierten auge gefällt er mir auch sehr gut. Lg Regina
  • Limone
    Limone
    Ah, ein schönes Blau diesmal. Und gleich vier Augen! Ist es Absicht, dass die Pupille seines linken Auges nicht dunkel ist? Deine Bilder sind sehr eigen und haben einen hohen Wiedererkennungswert. Ich bin gespannt, wo Deine malerische Reise noch hingeht. LG Limone