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Zeichnungen, Abstrakt, Dorf,

EinsZweiDrei

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    Von Tim Weber hochgeladen am 06.06.2017

    Seine Insel, ein Sleep In. Eine isolierte Schlafstation aneinandergereihter Parzellen für Gestrandete am Rande der städtischen Großraumzone. Vorrangig zum Ausruhen nach schwerer Arbeit gedacht. Wenn der Körper nur noch Ruhe benötigt, der Anspruch des Geistes sich auf ein paar wenige Zellen reduzieren lässt, und die Zerstreuung des Gemütes durch den Fernseher ein adäquates Regulativ darstellt. Seine Parzelle im Detail: Rechteckiger Schnitt, klare Linienführung, ca. zehn Quadratmeter, das rechte Maß im rechten Winkel. Ein Schrank, ein ausrangiertes Bettgestell mit verschlissener Matratze, ein kleiner Kühlschrank der ständig summte, noch ein IKEA Tisch mit dazugehörigem Stuhl. Auf dem Tisch Bibel und Fernbedienung. Letztere für das Allerheiligste jeglichen Wohnhabitats, der mit einer Drehhalterung an der Wand über dem Bett montiert war. Man kann mit diesem herrlichen Gerät einfach alles ausblenden. Man kann z.B. ausblenden, dass man sich tausende Kilometer von der Heimat entfernt in einem fremden Land befindet. Oder aber, vielleicht das Beste nach wie vor, man kann ausblenden überhaupt irgendwo zu sein.

    Herr H schnappte sich Duschgel und Handtuch und trat in den Flur. Am Abend zuvor hatte er keinerlei Geräusche im Haus ausmachen können, allerdings sollte er nach Betreten seines Zimmers ziemlich bald schon tot ins Bett gefallen sein. Jetzt war auch nichts weiter zu hören, was auf Anwesenheit von anderen schließen ließ. Nur von der linken Seite des Flures kam ein brummendes Geräusch zu ihm rüber. Er vermutete aufgrund der Keller- bzw. Tiefparterrelage den Heizraum hinter einer der Türen. Wahrscheinlich war er der einzige Gast. Die Wirtin hatte sich dahingehend am Telefon geäußert. Es sei noch außerhalb der Saison, da könne das schon mal vorkommen. Er folgte also dem schachtförmigen Gang rechts hinunter, und hörte dabei dem Nachhallen des klappernden Schlürfens seiner Badeschlappen auf dem PVC Boden zu. Auf beiden Seiten galt es kahle Wände und verschlossene Türen zu besichtigen. Tageslicht gab es kein direkt Fallendes. Nur das wenig Indirekte, das von der Mitte des Flures aus vom Treppentrakt durchsickerte. Im Waschraum waren dann Fenster, die, genau wie in seinem Zimmer auch, aufgrund der Tiefparterre nur einen Ausblick hergaben, der nur knapp über der Bodennarbe angesiedelt war. Drei Duschkabinen gab es an der Zahl. Linke Seite noch drei Waschbecken mit Spiegeln. Das WC sollte sich separat befinden. Wenn die Pension zur Saison belegt sein sollte, überlegte sich Herr H, würde es sich hier drinnen aller Voraussicht nach stauen, und vermutlich auch alles ziemlich versifft sein. Er nahm die Kabine außen zum Fenster und erledigte seine morgendliche Toilette recht zügig. Eine Gemeinschaftsküche sollte es irgendwo auch noch geben. Nach der wollte er aber erst später Ausschau halten. Jetzt musste er zunächst einmal raus aus diesem Bunker, in dem es nicht den geringsten Grund zum Verweilen gab.

    Erst an der frischen Luft vor der Eingangstreppe blieb er wieder stehen, und schaute sich die Bleibe nun von außen an, was am zurückliegenden Abend aufgrund der Dunkelheit ja nicht möglich gewesen sein sollte. Siebziger oder achtziger Jahre Plattenbau, schätzte er. Eine Bezeichnung wie etwa Bettenburg wäre allerdings fehl am Platz. Alleine schon deshalb, da das Wort Burg die falschen Bilder transportiert. Wohncontainer träfe es schon eher. Ein viereckiger Kasten, drei Etagen hoch und eine tief. Die Tiefe, in die er nach hinten raus sein Zimmer hatte, dabei nur halb tief, wenn man die untypische Einbettung des Erdgeschosses bis knapp zur Hälfte in den Boden berücksichtigte. Es wirkte abgeschnitten, oder aber so, als sei das Haus gut einen Meter ins Erdreich versackt. Ein Fenster reihte sich an das andere, alle planquadratisch, alle gleich groß, besser gesagt klein, in jeder Etage dasselbe Muster. Die Außenfassade war in einem unscheinbaren Weiß gestrichen. Ein verstörender Befund zur natürlichen Umgebung, die sich ansonsten durch die braun-rötlichen Giebeldächer der überwiegenden Einfamilienhäuser auszeichnete, von denen zumindest einige durch ihren bautechnischen Ansatz und ihre tragenden Substanz, Beschaffenheit und Erscheinungsbild ehemaliger Dorfarchitektur hier und da noch aufblitzen ließen. Man kann natürlich immer noch eine Schippe drauf packen. Sich alles noch Trost- und Geschmackloseres ausmalen. Nicht nur nach oben, sondern auch nach unten ist ja in den meisten Angelegenheiten für gewöhnlich noch viel Luft. Aber wenn man so unmittelbar davor stand, wollte einem zumindest nach unten nichts Anständiges mehr einfallen. Wie rein zufällig schien das Objekt an der Stelle gelandet. Vielleicht von Aliens ohne jedwedes ästhetisches Empfinden hier abgesetzt, und dann auf dem Rückflug einfach vergessen worden, schwirrte es zusammenhangslos durch Herrn H‘s Kopf. Sechs Flächen, acht Kanten und acht Punkten. Das bedeutet eine Euler Charakteristik von sechs. Die Maßzahl, welche dem Quader unter den platonischen Körpern zukommt. Von der Grundidee also solide konzipiert, dachte man angesichts der physikalische Umsetzung an das genaue Gegenteil. Die Pension versprühte den spröden Charme eines Provisoriums in gut situierter Lage. Eines Fremdkörpers in jeglicher Hinsicht. Man glaubte mit dem siebten Sinn vorhersehen zu können, dass es wohl das allererste Gebäude am Platz gewesen sein müsste, welches bei einer Erschütterung, beispielsweise einem Erdbeben, von der Bildoberfläche gänzlich verschwunden wäre. Und zwar Reste los. Das Abtragen des Schuttes mit Filtermasken, die Filter wegen des asbesthaltigen Feinstaubes, müsste schon gleich am Folgetag der Katastrophe nicht mehr von Nöten sein, da der Wind so leichtes Spiel gehabt haben dürfte, dass über Nacht längst alles davongeweht wäre, und das in Millionen Krümel zerlegte Pensionsgebäude durch die weitläufige Streuung seine letzte Ruhestätte nun auf den angrenzenden Erdbeerfelder der Region dahingehend beanspruchte, dass es mit seinen Baustoffgiften bis auf weiteres den Ackerboden breitflächig verseuchte. Im Laufe seines Aufenthaltes wollte es Herrn H manchmal so vorkommen, als ließe sich dieser feine Staub im gesamten Hause riechen, so lose und leicht schien alles gebaut.

    Bei näherer Betrachtung verwunderten nur noch die vielen in die Fassade eingezogenen Verstrebungen. Schmale Linien, hinter denen keine funktionale Vorschrift auszumachen war, die sich wie verästelte Äderchen durch die gesamte Wand zogen. Der Sinn, wenn es denn einen geben sollte, gab diese Baustoffwand nicht preis. Die meisten waren allerdings so hauchdünn, dass er sich fragen musste, ob man nicht einer optischen Täuschung aufsaß. Vielleicht handelte es sich lediglich um kleine Risse, die via Spritzdüse mit Rehgibbs zugekleistert worden waren. Wundern täte es ihn angesichts der Leichtbauweise nicht.

    Hier gab es fürs erste jedenfalls nichts mehr zu begutachten. Er beschloss also das Dorf zu erkunden und kehrte der Pension den Rücken zu. Das Drehen um seine Achse sollte ihn allerdings verwirren. Er glaubte, ihm sei das Gefühl für die Maßstäbe abhanden gegangen. Als er die Treppe hinuntergegangen war, was aufgrund der Tieferlegung des Gebäudes und dem Schwanken der metallenen Treppenkonstruktion flüchtig an das Überschreiten einer Zugbrücke über einen Burggraben erinnerte, war es ihm durch die Versteifung auf seine Tritte erst gar nicht weiter aufgefallen. Dafür stach es jetzt umso mehr in sein Bewusstsein. Wie groß, bzw. klein, dürfte ein Einfamilienhaus mit Dachgiebeln wohl sein, fragte er sich. Doch sicherlich gut und gerne an die sieben Meter in der Höhe. Doch das, was sich hinter den Häuserreihen vor ihm auftat, überragte ihre Dächer um ein Vielfaches. In der Stadt gab es natürlich hohe Häuser, und natürlich auch Hochhäuser, aber die war 20 km weit entfernt.

    Von links meldete sich nun ein Horn. Herr H drehte erschrocken den Kopf zur Flanke, schaute in ein Gesicht und fand den grimmigen Blick eines Germanen. Sein Oberlippenbart, der auch noch die komplette Kieferpartie bedeckte, verlieh ihm Strenge und Wildheit zugleich. Er näherte sich strammen Schrittes, und als er nur noch ein paar Meter von Herrn H entfernt war, griff er sich zur Hüfte, zückte sein Schwert, wuchtete es über den mit Ochsenhörnern beschlagenen Metallhelm hinweg und wirbelte es anschließend kräftig in der Luft herum. Es hatte den Anschein, als verfolge er die Absicht Herrn H zu erschlagen. Die Magd an seiner Seite blies nun abermals ihr stumpfes Horn, und Herr H machte verstört einen holperigen Satz zurück, von der Straße auf den Bürgersteig, um den Beiden auszuweichen. „Komm mit! Auf geht’s nach Gropiusstadt! Immer dem Horn nach“, forderte die Magd beim Vorbeigehen mit rauer Stimme, indes ihre freie Linke simultan auf den alles überragenden Hochhauskomplex wies. Noch immer perplex, und vom Schreck ein wenig benommen auf den Beinen, entschloss er sich mit etwas Abstand dem mit zotteligen Pelzen bemäntelten Paar zu folgen. Unter Begleitung eines erneuten Stoßes aus dem Horn, bogen sie nach ca. fünfzig Metern an einem Häusereck in eine breit verlaufende Straße ein, schritten nun auf einer Nord-Süd Passage. Was sich dort in seinen Augen abzeichnete, gelang ihm ganz und gar nicht mit dem Namen Gropius, dem Bauhausarchitekten, in Einklang zu bringen. Man benötigte kaum ein Quäntchen Phantasie, und der sich vor ihm auftürmende, monströse Komplex verwandelte sich mit jedem seiner Schritte mehr und mehr in eine Festungsanlage mit vier hohen Außentürmen an jedem seiner Enden. Er glaubte ein Gestade vor den Grundmauern zu sichten, aber es handelte sich dann doch nur um ein viel zu breites Straßenoval. Auf jeden Fall viel zu breit für ein Dorf. Dieses Oval, auf dessen südlicher Seite sich eine komplette Horde versammelt hatte, sollte sich um den gesamten Gebäudekomplex ziehen. Die in Erdfarben gehaltenen Töne der Germanentrachten verstärkten den visuellen Effekt einer versifften Kloake zum Schutze einer Feste, oder aber als Demarkierungslinie zum ringsum angrenzenden Dorf. Die beiden Südtürme, auf die Herr H sich nun zubewegen sollte, verband mittig ein Gewölbebogen, der so breit in der Länge und flach in der Höhe war, dass sein gemächliches wegkrümmen zu seinen Rändern den Eindruck schaffte, als müssten die Grundfeste noch viele Etagen in die Tiefe reichen, nur um den Proportionen des Bogens irgendwie gerecht zu werden. Gleich über dem Gewölbe, vielleicht grad mal bis zu einem Drittel auf Höhe der Türme gelegen, erstreckte sich ähnlich einer Palisade, oder aber eines Containers, eine etwas kleinere, querliegende Wohnblockeinheit, die wohl durch Flure mit den großen Wohntürmen verbunden sein musste, denn nur an deren Innenseiten waren Türen auszumachen. Längs der emporschießenden Türme hoch zählte Herr H sage und schreibe sieben Stockwerke. Das waren aber nun mal wirklich keine gewöhnlichen Stockwerke. Keinesfalls etwa wie die von Neubauten, wo ein sehr, sehr großer Mann schon befürchten muss mit dem Kopf durch die Decke zu stoßen. Nein, das hier war massiv und schwer und weiträumig, auch in die Höhe. Nicht einmal klassischer Altbau aus der Gründerzeit, wo filigraner Stuck die Sicht nach oben hin luftig werden lässt, kam da heran. Herr H versuchte anhand der ersten beiden Stockwerke die Ausmaße abzuschätzen, und kam auf gut und gerne 5 Meter pro Etage. Und da rund um dieses abgeschlossene Karree, diesem bizarren Kastell, sich nichts weiter befinden sollte außer den Einfamilienhäusern, um die ihrerseits nur flache Erdbeerfelder lagen, wirkte alles gleich noch viel imposanter. Es war fast so, oder sollte nur so wirken, als hätte man eine Stadt in ein Dorf gebaut. Oder aber ein Dorf um die Reste einer verbliebenen Stadt, was beides selbstverständlich nicht sein konnte. So als wäre dieser Block mitten auf dem Lande vollkommen widersinnig aber dennoch eigenständig aus dem Erdboden in den Himmel gewachsen, vielleicht treffender gesagt, in den Raum gestanzt worden. Sein Schweremaß ließ sich schon über die Distanz greifen.

    Wie wäre es wohl, begann Herr H sich vorzustellen, wenn ein Riese barfuß über das Dorf liefe? Ein gewaltiger Riese. Ein Riese von solch einem Format, dass seine Füße die Ausmaße eines Fußballplatzes annahmen, und er in Folge dessen mit ein, zwei seiner Schritte über das gesamte Dorf gestapft wäre. Hätte er das phantastische Bauwerk verfehlt, dafür die Einfamilienhäuser getroffen, er müsste wohl kaum mehr gespürt haben, wie die menschliche Fußsohle beim Spaziergang am Meer, die über feuchten, durchwühlten Sand watet, und erst zu ihrer vollen Standfestigkeit findet, wenn die Unebenheit und geringe Dichte des Sandes unter ihrem Tritt genügend eingestampft worden ist. Hätte er es aber getroffen, der Riese mit seinen Füßen, wäre es so, als wenn man unachtsam auf einen großen, scharfkantigen Findling tritt. Wie man es auch darstellt, die Stimmigkeit im bildlichen Gefüge eines Dorfidylls sollte durch diesen Brocken aus Stein jedenfalls vollends ausgehebelt sein. Er fühlte sich vage an die Verfilmung von Berto Eccos Der Name der Rose erinnert. Natürlich hielten derartige Assoziationen einem direkten Vergleich niemals stand. Zumal es hier ja auch eher einer Umkehrung der Verhältnisse gleichkommen sollte. Die Reichen wohnten im Dorf und die Armen hinter der Klosterfeste, was Herr H zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wissen konnte.

    Je mehr er sich annäherte, umso deutlicher trat der Eindruck eines nach außen erweiterten Blickfeldes in den Vordergrund all seiner Wahrnehmung. Eine ungewöhnliche, die Gesichtsmuskulatur entkrampfende Erweiterung, trotz der kolossalen Ausmaße, vielleicht aber auch gerade deshalb. Der Körper wurde animiert, möglicherweise sogar reanimiert, sich leicht zu fühlen, was angesichts der massiven Mauern schon verblüffte. Einstmals vom Architekten vielleicht so vorgesehen, denn die Flucht der Straße wurde mit geringer werdender Distanz zum Oval immer breiter, und demzufolge auch dieses Ungetüm von einem Bauwerk. Hinzu kam, dass sich Baustil und beizuordnende Epoche der längs des Weges anliegenden Häuser ändern sollte. Aus modernen Einfamilienhäusern mit Vorgärten wurden im Fachwerk gefertigte Bauernhöfe mit Scheunentoren. Der Anstrich. Der Anstrich des Gebäudekomplexes aber war es, der Herrn H, neben der Größe, am meisten verstören sollte. Vielmehr die Kombination aus Anstrich und Fenstern. Im unteren Abschnitt schienen die silber-grauen Farben im Auge gestochen wuchtig. Sie schlugen mit solch einer Wucht ein, dass er sein Gefühl für den Abstand verlor. Weiter oben dominierte ein mattes Oliv-Beige, welches vielleicht auch in Folge des harten Kontrastes dort das Mauerwerk beinahe schon zum Vergessen in den Hintergrund rückte. Im Grunde war es dann ja überhaupt kein richtiger Anstrich, dachte Herr H. Vielmehr vermittelte alles den Eindruck, als seien aus dem Boden einstmals ätzende Gase ausgetreten - was aufgrund des regionalen Salzabbaus durchaus im Bereich seiner Vorstellungskraft lag - die sich die Außenfassaden bis etwa zu ihrer Hälfte hochgefressen hatten, und so zur Bildung der zahlreichen, organisch anmutenden Muster beigetragen hatten. Ein abschließender Reaktionsprozess über Jahrzehnte, oder sogar Jahrhunderte, hatte dann noch den Effekt von glatt polierter Fläche hinterlassen. Die Wandlungsfähigkeit dieser Muster war schon erstaunlich. Wenn er länger hinsah, traten fratzenhafte Gesichter zum Vorschein, zogen sich in Bändern durch die Etagen. Die relativ klein gehaltenen Fenster dienten einigen als Guckloch, anderen als Auge, wieder anderen als weit aufgerissenen Mund. An anderen Stellen ähnelten die Fenster Schießscharten. Oder aber erinnerten an die Überbleibsel von Granatsplittern in durchlöcherten Bauten aus schon längst vergangenen Zeiten.

    Aus einem Horn wurden nun viele. Eine kreischende Geräuschkulisse verbiss sich in den Ohren jetzt unmittelbar. Die Rückkopplungen aus einem Mikrophon rückten näher. Kein Zweifel mehr, da schien sich etwas einzustimmen und auf das Zentrum des Dorfes zuzurollen. Ein hinter einem Trecker eingespannter Anhängerwagen, auf dessen Ladefläche zwei große Boxen platziert waren, stand inmitten der breiten Straße quer zum Torbogen. Wohin Herr H sich auch wenden sollte, überall tummelten sich mit zotteligen Pelzen Bemäntelte. Gehörnte Schädel und altgermanische Trachten zierten die zum Platz umfunktionierte Straße. Die Männer trugen Plastikschwerter an den Hüften, die Frauen an den ihrigen Gürtelschnallen, die allesamt mit Schnapsfläschchen und sonstigen Utensilien voll bestückt waren. Keine Frage, das Dorf neigte zum germanischen Ambiente. Vielleicht ein wiederbelebter Kult hier im Norden des Landes, oder einfach nur das diesjährige Karnevalsmotto.

TitelDas Dorf (Gotteskrieger)
Jahr, Ort2017
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  • buatsnenrets
    ich habe ziemlich wenig zeit, deshalb kann ich viele
    hier garnicht berücksichtigen,,,
    hab mich mal bei dir durchgeklickt, sind
    interessante sachen dabei !
    du schreibst auch gerne, wie ich sehe :-)
    gruß moni
  • Tim Weber
    Tim Weber
    Ja warum wohl Greweling. Weil auch ein "Hobby gelegentlich Irgendwas" auf der Suche nach ein wenig Aufmerksamkeit ist. Du kannst ja dämliche Fragen stellen.
  • gnilewerG
    alles klar - Du "kritzelst vor Dich hin...", wie Du selbst sagst. Und wieso stellste es dann hier rein? Als Illustration zu Deinem Geschwafel etwa? OH man sehe jetzt erst wieviel Text dazu steht.
  • WERWIN
    WERWIN
    @Timuska

    .........thx für die erklärung,es hällt trotz,oder gerade wegen der schwungvollen dynamik das richtige gleichgewicht,auch wenn das motiv selbst als botschaftsträger dem untergang geweiht ist...........mir gefällts gut.............*gw
  • Tim Weber
    Tim Weber
    Ne, eine Zeichnung. A1 Format. Über Pfingsten gemacht. Normalerweise kritzele ich immer so vor mich hin, also frei, und höre dann auf, wenn mir die Form gefällt (traue mich dann meistens nie weiterzumachen :-)). Diesmal habe ich allerdings länger gezeichnet. Titel soll auf die Wahnsinnigen Attentäter aus London hinweisen. An den Augen ein wenig mit blauem Buntstift und dann hatte ich mir auch noch so einen dicken Bleistift gekauft. Ich glaube die heißen Ölstifte oder so. Grüße, Tim
  • WERWIN
    WERWIN
    @Timuska

    ...........tusche? aquarell? ...........gw
  • Tim Weber
    Tim Weber
    Nochmals ein Danke :-)
  • WERWIN
    WERWIN
    ..............^^...............sehr fein..................*gw
  • Tim Weber
    Tim Weber
    Danke schön, Feedre!
  • erdeeF
    WOW! gefällt mir
    LgF