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Sprayfarbe, Sprühfarbe, Graffiti, Urban art, Blau, Weiß

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TitelUnder the Bridge
Material, TechnikAcryl-/Mischtechnik
Format 120 cm x 160 cm x 3 cm
Jahr, Ort2017, Frankfurt
Preis 2240 EUR Anfrage stellen
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Info125 6 1 2.8 von 6 - 4 Stimmen
  • 6 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • Daniela Schweinsberg
    Daniela Schweinsberg
    @Paco - Bei den Kunden würde ich sagen liegt USA mit Großbritannien als 2 größe Blöcke (neben vielen kleineren) gleich auf. Nach meiner Erfahrung ist Deutschland eher schwierig, die meisten meiner Kunden kommen aus dem Ausland. Neben der Frage für welche Kunst man offen ist bzw. welche einem gefällt kommt ja spätestens beim Kauf der Punkt dazu, wofür man (ggf. auch kulturell bedingt?) bereit ist, sein hart verdientes Geld auszugeben. :-)

    Falls es Dich interessiert, hier ein Link zu meiner Google-Karte "My Artworks around the World", das hatte ich vor ein paar Wochen mal auf meinem Facebook-Account veröffentlicht:
    🔗

    Und danke für die Wünsche :-)
  • Paco
    Paco
    Hallo Daniela,

    vielen Dank noch einmal für den tiefen "Einblick in dein Atelier" - extrem interessant und sympathisch, dass du sogar auf deine Technik eingegangen bist.
    Kenne kaum Künstler, die ihr "Herrschaftswissen" derart uneitel weitergeben.

    Eine allerletzte Sache noch - keine Angst, dann lass ich dich auch wieder in Ruhe: Du hast meine Vermutung bestätigt, dass du von den neueren Bildern wie dem links weniger verkaufst als etwa von der monochromen Serie, die ich freilich auch fast alle grandios finde.
    Liege ich auch mit meiner Einschätzung richtig, dass, wenn du eines dieser neuen Bilder in der "riskanteren" Bildsprache verkaufst, die Abnehmer eher in den USA sitzen als in Europa?
    Habe nämlich schon öfter festgestellt, dass die Amis erstaunlich offen sind, was neueste Kunst angeht und mir zugleich schamhaft eingestehen müssen, dass ich selbst bei der neuen Bildsprache bei weitem nicht eine solche Toleranz und Offenheit (vielleicht ist da auch eine Spur Unbedarftheit dabei) habe.
    Aber ich arbeite daran und u.a. deine Bilder sind mir dabei eine große Hilfe...

    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg
    Paco
  • Daniela Schweinsberg
    Daniela Schweinsberg
    @Paco - einerseits ja und doch wieder nein. Während des Malprozesses muss ich schon ein Stück weit dagegen ankämpfen, "schön" zu arbeiten, z.. B. die Linie gerader zu machen oder in einem anderen (harmonischeren) Winkel zu führen. Manchmal male ich daher mit links oder führe den Pinsel gegen die eigentliche Malrichtung. Das Endergebnis wiederum stellt mich dann schon zufrieden, da es für mich in der Tat interessant und aufregend und als Summe seiner einzelnen Inhalte auch nicht unharmonisch ist.
    Definitiv hast Du recht, dass es als "Produkt" weniger gut kommerziell geeignet ist - die Bilder passen selten über die harmonisch mit der Tapete abgestimmte Couch... :-)
  • Paco
    Paco
    Hallo Daniela,
    vielen Dank für deine interessanten Ausführungen - sehr aufschlussreich für mich...
    Eine letzte Frage hätte ich noch: Ist es so, dass du beim Malen deiner letzten Bilder wie diesem hier aktiv gegen deinen eigenen Harmoniesinn (der gleiche, der bei deinen monochrom schwaren Bildern alles so schön ordnet, dass es meine Seele streichelt) ankämpfen musst, so dass dabei letztlich ein Bild jenseits der konventionellen Vorstellung von Ästhetik rauskommen kann oder hat sich deine Ästhetik schon so verschoben oder erweitert, dass du die Bilder wie "Under the Bridge" als unharmonisch und zugleich harmonisch wahrnimmst?
    An letzterem Punkt bin ich nämlich noch nicht angelangt: Ich sehe natürlich, dass deine neuen Bilder (das Gleiche gilt bei mir bzgl. Polke oder Oehlen) gerade deshalb interessant und aufregend sind, weil sie für mich so quietschen, als würde man mit einem Fingernagel eine Tafel entlangfahren, aber noch sträubt sich meine Wahrnehmung hartnäckig, es als ein Ausbund an Harmonie wahrzunehmen.
    Ich frage mich, ob ich (und vermute, dass ich) mich damit an einem ähnlichen Punkt befinde wie damals die überforderten zeitgenössichen Rezipienten bei Monets "Impression soleil levant" o.ä.
    Wahrscheinlich wird man ein solches Bild in ein paar Jahrzehnten, wenn man an diese neue Ästhetik gewöhnt ist / damit aufgewachsen ist, als selbstverständlich harmonisch und schön wahrnehmen.
    Auf jeden Fall hast du meinen vollen Respekt für deine tollen, spannenden Werke und den Wagemut, diese neuen Wege zu beschreiten (denn ich könnte mir vorstellen, dass du von den sehr schönen monochrom schwarzen Bildern, also quasi der "Nummer sicher", potenziell viel mehr verkaufen kannst als von deinen letzten in der ungewohnten Bildsprache) und noch einmal vielen Dank für deine sehr sympathische Rückmeldung - ich weiß aus längerer Erfahrung, dass das bei Künstlern beileibe nicht normal ist...

    Liebe Grüße
    Paco
  • Daniela Schweinsberg
    Daniela Schweinsberg
    @Paco - Erstmal Danke fürs "drauf haben" :-) Ansonsten kann ich da nicht viel ergänzen, Du hast es ziemlich getroffen. Allerdings würde ich sagen, dass das definitiv noch nicht ausgereizt ist. Wenn Du Oehlen ansprichst, wäre da vielleicht noch mehr in Richtung der Farben zu tun, weniger leuchtend oder auch kombiniert mit "verschlammt". Die anderen (älteren) Bilder sind mir allerdings nicht zu langweilig, da sind auch heute noch einige meiner Lieblinge darunter. Aber die Formate sind auch größer geworden, so dass auch die Pinselführung expressiver möglich ist, oder ich auch andere Materialien wie z. B. Sprayfarbe nutze. Kommt halt vieles zusammen, definitiv ist mir aber der Mut zu "schräg" wichtig, auch wenns dann vielleicht nicht so schön ist.
  • Paco
    Paco
    Dass du es draufhast, sieht man ja auf einen Blick. Diese Bilder, bes. die schwarzgehaltenen, fast schon graphischen, sind ja wirklich für meinen Geschmack sehr harmonisch und wunderbar geworden.
    Die neueren von dir wie dieses sind dagegen gänzlich anders geraten: bunt, quietschend, deutlich unharmonischer in Farbe und Struktur.
    Ist es so, dass dir die harmonischen Bilder wie die fast monochrom schwarzen mittlerweile zu harmonisch und damit langweilig geworden sind und du stattdessen jetzt das Unharmonische ausprobierst, also quasi den Mut zum "Hässlichen" (oder vielleicht besser: Unharmonischen) ausreizt? Ein bisschen Richtung Sigmar Polke oder Albert Oehlen?