KunstNet nutzt Cookies. Details.
Gesicht, Schwarz, Weiß, Leuchten, Verzaubern, Digitale kunst

GesichtSchwarzWeißLeuchten

  • Avatar
    Von MaraGabriela hochgeladen am 27.10.2017

    Silhouetten, 1/8

    Aus einem Gedichtzyklus


    Lippenberührungen

    Mit deinen Lippen
    führst du mich in Tiefen
    kosmischer Glashäute
    in denen es schwingt
    wie auf einer Kirmes

    nur in der Stille

    kräuseln sich die Flussläufe
    fliegendleicht
    gewunden

    aus Zungen
    aus Fingerspitzen
    berühren
    verborgene
    Urwälder unserer
    Sternleitungen
    Grenzen
    die Blau leuchten

    wir drehen uns in den Kreis
    blütenweich in Sprungfedern

    Nebelozeane rauschen
    um schwarze Löcher
    in heißrote Seewellen
    ich ergebe mich
    dem Mensch sein
    dem Atmen und Fühlen
    ich sterbe im Lichtrhythmus
    weiß von neuem


    dass ich Tau
    von Mondbroten
    schmecken kann

    C. Mara Krovecs / Zaubersee / Regenlibelle / 2004

TitelWissen wir immer wer wir sind?
Material, TechnikDigitale Fotgraphie - bearbeitet
Jahr, OrtDargow 2017
Tags
Kategorien
Info98 5 5 2.3 von 6 - 4 Stimmen
  • 5 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • MaraGabriela
    MaraGabriela
    Hallo alive, herzlichen Dank für das Zitat von Baal HaSulam, der mir bis dahin unbekannt war. Bedingt ist es natürlich richtig was er sagt. "Die" Freiheit, von der wir oft träumen, die gibt es nicht. Somit ist auch in Frage zu stellen, ob wir überhaupt als die Individuen existieren, als die wir uns gerne sähen. Schon unsere begrenzte Wahrnehmung sämtlicher Sinne schließt jede Art von Objektivität aus.( Sowohl eigene Objektivität unserer Selbst, und erst recht eine Fremdeinschätzung ) Was also können wir wissen ... Nicht einmal in uns sind wir in den Wirrnissen unseres Menschenlebens greifbar, denn wir verändern uns ständig. Allerdings haben wir uns ( jeder für sich und nach seinen Möglichkeiten ) innerhalb dieser Unvollkommenheiten einen Raum geschaffen, innerhalb dessen wir uns bewegen. Nicht immer geschickt und nicht immer perfekt, aber er ist die einzige Freiheit, die wir haben. In der wir glauben ein schemenhaftes Bild unserer selbst zu erkennen. Und unsere Bilder ( z.B. hier ) oder Worte, Taten, sind ein Abdruck unserer Augenblicke, die sich stetig mit uns (ver)wandeln.


    Hallo djembe, dem kann ich nur zustimmen ;) Deshalb besser gar nicht erst suchen. Vielleicht findet sich unterwegs dennoch die eine oder andere Erkenntnis. Einfach so, ohne Party :)
  • djembe
    djembe
    Nö ..... die Suche nach mir selbst bleibt wohl ein ewiges Geheimnis ....... ,-)
  • alive
    alive
    "Der Mensch ist in allen seinen
    Bewegungen eingeschränkt
    und durch die Ansichten und
    Verhaltensweisen der anderen,
    die die Gesellschaft darstellen,
    in eisernen Ketten gefangen.“

    Baal HaSulam,
    „Die Freiheit“.
  • MaraGabriela
    MaraGabriela
    ... huekki, ich fürchte auch. Oder vielleicht ist das ja das Besondere an allem.;) Vielen Dank, auch allen Schiebenden ...
  • huekki
    huekki
    Never ever ...würd ich meinen..:)