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Ölmalerei, Tod, Brathähnchen, Stillleben, Barock, Pfeil

ÖlmalereiStilllebenTiereVogel

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    Von Thorsten Bechtluft hochgeladen im Album Ölmalerei am 18.12.2017

    Der passende Text dazu stammt von einer Bekannten:

    Die Köpfe neigt ihr denen zu,
    die längst gelitten haben,
    doch denkt einmal an jenes Blut
    das wir vergossen haben!

    Die Hände faltet ihr und dankt
    nur Christus Opfergaben.
    Doch niemals würdigt eure Hand,
    die uns zum Opfer starben?

    Ist gut und heilig nur der Tod
    der längst verblassten Helden?
    Wenn wir am Tisch zu Wein und Brot
    im Leid ganz andrer schwelgen?

    Ein Leben, ganz dem Tod geweiht,
    um uns am Tag zu schmecken,
    der kommt, damit wir jener Zeit
    des Märtyrers gedenken.

    Gedenkt bei eurer Weihnachtsgans
    einmal anderer Gewalt!
    Und vieler tausend Tode Glanz,
    statt eines Heiligen Gestalt.

TitelDas Martyrium des heiligen Brathähnchens
Material, TechnikÖl auf Leinwand
Format 88 cm x 120 cm
Jahr, Ort2017
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Info677 17 21 2 6 von 6 - 10 Stimmen
  • 17 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • Winfried Ritter
    Winfried Ritter
    KLASSE!!!

    Allerdings sollte dieses Bid und der Text
    nicht unsere Gedanken bewegen,
    die sich sowieso fast ausschließlich in konditionierten und längst veralteten Strukturen vollziehen. sondern das Herz bewegen.
    Viele Naturvölker haben sich bei ihren Opfern bedankt, weil sie ihr Überleben gesichert haben.
    Heutzutage gibt es unmengen an Alternativen,
    die gesund und nicht moralisch bedenklich sind.
    Sich in unserer Zeit bei den Opfern zu bedanken, ist
    damit nichts anderes, als sein Gewissen zu beruhigen und zu verdrängen.
    Was mir auch immer mehr auffällt, ist diese Unart,
    Spiritualität mit Mainstream - Esoterik gleich zu setzen.
    Das passiert, wenn der Ego - Verstand seinen Wirt übernimmt.
    Dann läuf alles über den Verstand, der aber nun mal
    begrenzt ist, solange er nicht im Einklang mit dem Herzen ist.
    Wünsche Euch allen wunderschöne Feiertage,
    vielleicht auch mal ohne Leichenteile.
    Denn dies hat, wenn man sich mal ehrlich ist,
    mit Liebe überhaupt nichts zu tun.
    --------------------------------------------------
    Gewiss ist es,dass dieses scheußliche Blutbad,
    welches unaufhörlich in unseren Schlachthäusern
    und Küchen stattfindet,
    uns nicht mehr als ein Übel erscheint,
    im Gegenteil betrachten wir diese Scheußlichkeiten,
    welche oft pestilenzialisch wirken,
    als einen Segen des Herrn und danken ihm
    in unseren Gebeten für unsere Mördereien.
    Kann es denn aber etwas Abscheulicheres geben,
    als sich beständig von Leichenfleisch
    zu ernähren?

    FRANCOIS VOLTAIRE (1694 - 1778),
    franz. Philosoph & Schriftsteller
    ----------------------------------------------------
    Wahre menschliche Kultur gibt es erst,
    wenn nicht nur Menschenfresserei,
    sondern jede Art des Fleischgenusses
    als Kanibalismus gilt.

    WILHELM BUSCH (1832 - 1908),
    dt. Dichter & Zeichner
  • Roderich
    Roderich
    grilled Porg. :)
  • alive
    alive
    @╬
    Das war nur ein Beispiel.. ich habe dir nichts zugeordnet..
    Leider bin ich als mensch auch nicht gefeit dagegen fehler zu machen. Aber ich danke dir für deine geschätzte aufmerksamkeit und den hinweis liebste knpolizeihauptkommissarin! Da ich im Gegensatz zu dir leider keinen Überblick über meine Entgleisungen hier habe wäre ich dankbar wenn du, falls es dir nichts ausmacht, mir per pn diese auflistung von da und dort sendest, damit ich das prüfen und jeden einzelnen unangebrachten kommentar löschen kann.
  • Diana Fürch
    Diana Fürch
    ... so siehts aus... machen sich leider zu wenige gedanken drüber... und ist schon traurig wieviel leid auf der welt durch gedankenlosigkeit (und gier) über unsere mitgeschöpfe gebracht wird...
  • alive
    alive
    @╬
    Naja.. durch esoterisches phantasiegequake entsteht mE jdflls nicht soviel qual und leid wie durch die religionen geschaffen wurde und wird.
    Letztlich glaubt doch jeder was er will und was ihn aufgrund seiner lebensumstände dazu gebracht hat zu glauben. Auch Atheismus ist ne Art Religion.. an das nichts und nur an die materielle welt zu glauben ist halt auch glauben und nicht wissen :)
  • Katharina Weiß
    Katharina Weiß
    @Judith M. Brennike: Wer hätte das gedacht... Danke für den kleinen Einblick in eine völlig fremde Welt.
  • alive
    alive
    @╬
    Joah.. in sachen idiotischer, kranker traditionen war die menschheit schon immer sehr gut
    Hauptsache ein grund sich selbst zu feiern
  • alive
    alive
    Jesus Christus im apokryphen (also von der doppelmoralisierenden Kirche nicht autorisierten) "Evangelium der Essener":
    „Denn wahrlich, ich sage euch, der, der tötet, tötet sich selbst, und wer vom Fleisch erschlagener Tiere ißt, ißt vom Körper des Todes."

    In diesem sinne frohen festschmaus...

    Gutes Bild mit passender lyrik!
  • Katharina Weiß
    Katharina Weiß
    @ Judith M. Brennike: Oh, interessant! Wie kann ich mir das vorstellen?
  • LillaVarhelyi
    LillaVarhelyi
    Herrliche Idee herrlich gemalt !!
    LG Lilla
  • Katharina Weiß
    Katharina Weiß
    Super... Da hast du Recht. Viele Naturvölker bedanken sich ja rituell bei "Opfern", dazu sollten wir auch übergehen, finde ich. Der Dank an das opferbereite Festtagsgeflügel sollte unbedingt in den Weihnachtsgottesdienst integriert werden. Eventuell sollte die Kollekte deren Küken und Enkeln zugute kommen.
  • A-Hatter
    A-Hatter
    Bestialisch kann ich da nur sagen.
    Zuerst gerupft, dann ausgeweidet und enthauptet, danach gegrillt und am Ende noch von Pfeilen durchbohrt. Später wird er dann noch gezweiteilt. Welch ein Märtyrertum, ich muss schon sagen.

    Klasse Bild gefällt mir gut. ... und ich muss mich ein wenig schämen, da mir beim Anblick dieser schrecklichen Szene das Wasser im Munde zusammen läuft.

    I ate it up!
  • martin-kuenne
    martin-kuenne
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