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Diesel, Bullshit, Umwelt, Doomsday, Sandkasten, Mischtechnik

DieselBullshitUmweltdoomsday

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    Von El Scorcho hochgeladen im Album "Der Planet der lebenden Kotze" am 02.03.2018

    Wer profitiert eigentlich von dem Diesel-Fahrverbot-Nonsens? Nun, in allererster Linie ein ominöser "Verein", die DUH (Deutsche Umwelt Hilfe).

    Die „Deutsche Umwelthilfe“ firmiert als „e.V.“ – mit herkömmlichem Vereinswesen hat sie aber wenig zu tun. 274 Mitglieder hatte die DUH im Jahr 2017. Zum Vergleich: Der Naturschutzbund „Nabu“ kommt auf 660.000 Mitglieder, ein großer Bundesligist wie der FC Schalke 04 auf 150.000. Nein, dieser Verein mit kaum mehr Mitgliedern als Mitarbeitern ist zuerst eine gut geölte Kampagnen- und Klagemaschine. Mit diesen Mitteln stritt die DUH einst für Diesel-Partikelfilter und Umweltzonen und lässt nun die Innenstädte für Diesel absperren.

    Wie schafft sie das? Die DUH klagte in den vergangenen Jahren im Schnitt 1.500-mal pro Jahr, in rund 400 Fällen kam es tatsächlich zum Prozess. Ein Großteil dieser Klagen stammt aus der "Marktüberwachung". Der Verein finanziert sich zu mehr als 30 Prozent aus dem Abmahnen von Verstößen gegen Wettbewerbs- und Verbraucherschutzgesetze. Knapp 2,5 Millionen Euro waren das im letzten aktuell bilanzierten Jahr 2016. Das Geld stammt etwa von Autohäusern, die Verbrauchsangaben nicht vorschriftsmäßig in Anzeigen oder Broschüren abbilden.

    Beinahe ein Fünftel der Erlöse der Umwelthilfe stammt außerdem aus staatlichen Zuschüssen (!!!!!!!!!!!!!!!) – während der Verein die öffentliche Hand parallel dutzendfach auf Fahrverbote verklagt (!!!!!!!!!). Mit wessen Mandat? Dem der weniger als 300 Mitglieder?

    Der Lobbyverein DUH benötigt kein Maß beim Durchprügeln seiner Agenda. Das Fortkommen der Bürger, letztlich deren Motivation für Mobilität, will die DUH ebenso wenig schützen wie die Investitionen der Autofahrer in ihr Auto oder die Jobs in der Autoindustrie.

    Autofahrer, die einen Benziner fahren, sollten sich übrigens nicht in Sicherheit wähnen. Benziner mit Direkteinspritzung, also annähernd alle Volumenmotoren europäischer Hersteller, müssen nach Ansicht der DUH über einen Otto-Partikelfilter verfügen, um von Fahrverboten ausgenommen zu werden. Die meisten der bis heute verkauften Motoren erfüllen das nicht und werden damit zur nächsten Zielscheibe der DUH nach dem Diesel. Dass die Feinstaubwerte in den Städten deutlich gesunken sind und der gemessene Feinstaub nicht primär aus dem Auspuff kommt, wird den Verein nicht stören. Die Maschine muss weiterlaufen.
    Sollte die Skandalisierung der Benziner nicht klappen, auch kein Problem. „Abweichungen zwischen offiziellen Herstellerangaben und Realverbrauch“ will die DUH 2018 verstärkt adressieren, wie Jürgen Resch in einem vom Verein publizierten Interview ankündigt. Mit üblicher Rhetorik: „Mit den gefälschten Verbrauchsangaben schädigen die Autohersteller ihre Kunden, die Umwelt und den Staat.“ Damit dürfen sich dann sogar Fahrer von Elektroautos angesprochen fühlen. Auch die verbrauchen auf dem Prüfstand mehr als auf der Straße.

Titel"Wen'de nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis"
Material, TechnikMischtechnik | auf spezialbeschichtete Leinwand | Serienedition 1/20
Format 98 cm x 156 cm x 2 cm
Jahr, Ort2018
Preis Anfrage stellen
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