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  • otto_incognito
    otto_incognito
    Autsch! Stimmt!!
    Ist ja keine frische Kombination über die Keimbahnen
    und die verwendete DNA hat ja schon Altersschäden und sogar interne Mutationen - und wenn ich mir überlege, wieviel Implikationen und Verknäuelungen von Sciencefiction und Wissenschaft es mit sich bringt, um dann vielleicht einem jungen, frischen, langlebigen und wohlwollenden Double von sich selbst zu begegnen, könnte der Ansatz von Aubrey de Grey doch der realistischere sein - der besagt, daß er allen Ernstes glaubt, mit seiner Forschung in den nächsten Jahren so voranzukommen, daß er das Leben Einiger, noch zu seinen Lebzeiten, ins Unermeßliche verlängern kann.
    So mancher wendet ein, daß die Würze des Lebens in seiner Kürze oder Endlichkeit liege (naja) und daß die Möglichkeit "ewigen" Lebens ethische und demographische Probleme aufwirft was aber Klonen und KI auch so wäre...
  • bob schroeder
    bob schroeder
    @otto_incognito ottos, das dollyschaf lebte ja nur ein paar wenige jahre und musste dann krankheitsbedingt, sozusagen im besten schafesalter, eingeschlaefert werden. dabei stellte sich heraus, dass es ungewoehnliche alterserscheinungen aufwies, ua arthritis (das musste ich nun aber erst googeln). unsere dna altert mw mit uns mit, und unser klon ist dann, was seine zellen betrifft, schon bei seiner geburt so alt wie es unsere dna bei ihrer entnahme gewesen ist. erstaunlich, nicht wahr? daraus folgt, dass es unbedingt eine zeitmaschine braucht, um einen wirklich frischen klon zu zuechten, um also in der vergangenheit einem juengeren ich unseres selbst zu begegnen, um ihm die benoetigte probe zu entreissen, was dann, also das aufeinandertreffen mit dem juengeren ich, wiederum bekanntermassen zu rissen im raum-zeit kontinuum sowie paradox-schleifen in nicht so guter literatur fuehrt. wissenschaft ist kompliziert.
    die kopie-ki, nun, die weiss erstmal nicht, dass sie nur eine kopie ist. ausser man sagt es ihr, und wie ich mich kenne ist es ihr dann eher egal. und wenn sie mich dann, sagen wir, meuchelt (selbstverstaendlich ganz sacht), bin ich sozusagen wieder bei mir und alles im lot. nur verbesserter, unsterblicher. und ich moechte unbedingt hydraulik-arme.
  • otto_incognito
    otto_incognito
    Ich fall´aus allen Wolken, denn von der Idee, dass ein Klon zwingend das Alter wie sein Original haben soll, höre ich das erstemal und ich wäre auch nie darauf gekommen - denn das wäre ja eine Kopie im eigentlichen Sinne und so einen Kopierapparat will ich mal sehen ;)
    Nein, ich dachte immer, daß mithilfe meiner DNS ein neuer, mit meinem "biologischen Datensatz" versehener
    Lebenszyklus beginnt.(Moment, wie war das mit dem Schaf Dolly? - ich schau gleich mal nach...)
    Genau genommen könnte man beliebig viele mit mir identische Nachkommen herstellen, die zu beliebig gesetzten Zeiten als Baby beginnen und erst dann ihr jeweiliges, durch die verschiedenen Einflüsse bedingtes Bewußtsein entwickeln, also in meinem Falle könnte man
    die Welt mit unendlich vielen Spielarten von Otto füllen (was ich der Welt natürlich nicht wünsche, auch wäre es fraglich, ob diese Ottos sich untereinander vertragen würden:D - aber es wären eben einfach einander sehr ähnliche, aber unterschiedliche Leute)
    Die zweite Version, daß mein Bewußtsein als digitalkopie auf eine Maschine übertragen wird, finde ich ebenfalls unbefriedigend, denn wie du richtig sagst, ist es eben nur eine kopie, ich bleibe dabei als der zurück, der ich auch vorher schon war und was die Maschine mit der "Bewußtseins-Kopie" von Otto anfängt, z.B. allmächtig zu werden, wenn es ihr gelingt, nutzt mir und meinen Machtphantasien dann herzlich wenig.

    Nachtrag:
    So, ich hab´s.Klon-Schaf Dolly hat tatsächlich als Embryo begonnen, es brauchte ja sogar eine Leihmutter.
  • bob schroeder
    bob schroeder
    @otto_incognito wenn ich das mal recht gelesen habe, hat so ein klon ja gleich das selbe biologische alter wie sein original. fuer den klon muss das dann ja auch befremdlich sein, so frisch und schon so welk. das bewusstsein - laesst sich mw nicht klonen, ich stuende also einer veralteten biomaschine mit leerer festplatte gegenueber? das beaengstigende -und zugleich faszinierende- an einer ich-ki waere, dass sich diese maschinen eigenstaendig weiterentwickeln, mitttlerweile ja sogar reproduzieren/vermehren koennen. wobei, wenn ich nun so drueber nachdenke, die moeglichkeit, mein bewusstsein als digitalkopie auf eine maechtige maschine ueberspielen zu koennen, sie entwickelt ihren reiz (-> weltherrschaftsphantasien, vermutlich)
  • otto_incognito
    otto_incognito
    Ich glaube, dem eigenen Klon zu begegnen, könnte eine ziemlich krisenanfällige Sache sein. Eine Wiederholung von mir als uneinholbares Gegenüber würde mir stängig meine eigene Fremdheit vorführen. Bei einer KI, auf die Bewußtseinsinhalte und Denkstrukturen von mir übertra-
    gen wären, wäre ich neugierig zu beobachten, was mein Bewußtsein ohne den dazugehörigen biologischen Körper ausmachen würde - auf jeden Fall wäre die gefühlte existentielle Konkurrenz + Bedrohung für mich bei der KI (erstmal) viel geringer.
  • bob schroeder
    bob schroeder
    @otto_incognito jetzt ueberlege ich, was schrecklicher waere, es mit einer mit mir gefuetterten ki oder es mit meinem eigenen klon aushalten muessen.
  • Gast , 2
    Man macht sich ja sonst nichts vor.
  • otto_incognito
    otto_incognito
    Mich treibt seit Längerem die Idee einer Gewerkschafts-+Streik-KI um, vorausgesetzt,
    daß solche Veranstaltungen mittelfristig noch
    gebraucht werden sollten.