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Schnee, Getriebensein, Zeichnung, Weglaufenwollen, Zeichnungen

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  • Von apogaeum hochgeladen

    Im Januar 1939 ist er ganz ruhig und unterhält sich leise mit seinen Stimmen. Er habe beständig Stimmen, manchmal seien sie störend, meist drohend, bezögen sich auf alles mögliche, was irgendwie um ihn herum gehe. Das gehe so schon ungefähr 10 Jahre, seitdem er in Bern gewesen sei. – Laut? – Je nachdem. Verschieden. Manchmal kann man sich ganz gut mit ihnen verständigen, manchmal können sie plötzlich in schlechter Laune kommen. Beim Lesen gehts noch am besten. Manchmal nehmen sie Anstoß daran und stören ihn. Gewöhnlich sind es ein bis zwei männliche Stimmen. Sie sind sehr launisch, “kommanderisch”, herrisch, schimpfen mit ihm, ganz aufs gerade wohl ohne sich lange um einen Grund zu kümmern. – Ob er sich nicht frei machen könne? – Denkbar, vorrübergehend. Sie befehlen ihm auf Erfolg zu sinnen, und wenn er nicht ihrer Meinung sei, fangen sie an zu fluchen und zu schimpfen. Sie wissen alles, auch was daheim gegangen ist, und sind sehr übermütig. Sind ganz fremd, sind plötzlich da und mischen sich in alles hinein, beherschen ihn. Schauen ihn zu drücken, zu deprimieren, stören ihn im Nachdenken. Neigen zu Brutalität und Rücksichtslosigkeit. Er könne sich nicht konzentrieren. Alles interessiere sie, auch das kleinste.

TitelDichterschnee
Format DinA7
Jahr, OrtWürzburg, 2006
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Info642 1 1 1 von 6 - 1 Stimme
  • 1 Kommentar Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
  • Gast , 1
    Allerliebst, bitte produziere doch noch ganz viel davon...
    Gruss