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Farben, Steintribüne, Regenbogen, Künstlerische intervention, Präludium, Fotografie

RegenbogenPräludiumFarbensteintribüne

  • Von COLOMBIA hochgeladen im Album Künstlerische Intervention am 29.10.2020

    Fotoansicht einer künstlerischen Intervention. Noch vor dem Desaster der Regebogen. Wie aus den Tageszeitungen zu erfahren war, hat ein anonymes Künstlerkollektiv, das der freien Kunstszene zugehörig sein soll, in der Nacht vor der Kulturhauptstadt-Entscheidung ein "Regenbogen-Präludium" an der Steintribüne vom ehem.NS-Gelände installiert. Wie es heißt, soll es sich dabei um ungiftige und wasserlösliche Farbe auf der Basis von Tapetenkleister handeln.(Unklar ist allenfalls das Material des Farbträgers, das an einer Stelle offenbar gebröckelt ist). Die temporäre Aktion - die an sich illegal war - wäre somit keine Sachbeschädigung und würde nicht mit dem Denkmalschutz kollidieren. Wahrscheinlich deshalb wird es daher auch seitens der Stadt kein Einschreiten geben, wie zu hören war. Der Sinn der Aktion: Mit dem Regenbogen im Hintergrund könne man verhindern, dass Neonazis Selfies auf der Führerkanzel machen würden, denn ein Regenbogen würde da nicht in den Kontext passen. Zugleich sei der Regenbogen als Symbol ein klarer Kontrast zum Nazibau. So weit so gut. Immerhin, ein dezenter Ansatz, künstlerisch zu intervenieren.
    P.S. Nach drei Tagen ist der Spuk wieder vorbei. Das Hochbauamt machten kurzen Prozess und entfernte das "Regennbogen-Präludium". Nach einer ersten Begutachtung habe es entschieden, dass die Parbpigmente in den Naturstein eindringen und so die Tribüne zerstören könnten, berichtet die Lokalpresse. Es habe Handlungsbedarf bestanden. Außerdem stellta das Liegenschaftsamt Strafanzeige gegen Unbekannt. All das steht etwas im Widerspruch zur jahrelangen und ermüdenden Diskussion zum Umgang mit dem ehemaligen Parteitags-Gelände. Ansonsten wurden von der Stadt noch keine Fakten geschaffen.

    P.S. II Nach einer Vort-Ort-Überprüfung am 31.10. gegen Mittag ist festzustellen: Die kalten Farben hängen noch, die warmen nicht mehr.
    P.S. III Offener Brief des Künstlers Karsten Neumann an die Kulturreferentin:
    http://bethang.de/OffenerBriefJuliaLehner.html
    Neueste Wendung:
    Die kuriosen Wendungen rund um die Bemalung der Zeppelin-Tribüne: Legal, illegal oder sch....egal? In der heutigen Pressemitteilung stellt sich die Stadt hinter die Bemalung der Zeppelin-Tribüne und sucht den Kontakt mit den Künstlern. Doch noch am Samstag wurde bekannt, dass das Liegenschaftsamt Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt und das Werk wieder entfernt hat. Ein Machtkampf in der Stadtverwaltung, ein Kulturputsch oder ein Trick, um der Künstler habhaft zu werden? Hier die Mitteilung:

    Nachrichten aus dem Rathaus, Stadt Nürnberg, Presse-und Informationsamt, Leitung:Andreas Franke, Fünferplatz 2 90403 Nürnberg http://www.presse.nuernberg.de Nr.1101/02.11.2020 Stellungnahme der Stadt zur Bemalung der Zeppelintribüne
    "Eine anonyme Künstlergruppe brachte am Mittwoch, 28. Oktober 2020, eine Arbeit mit dem Titel „Regenbogen-Präludium“ auf der Zeppelintribüne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände an. Mit der damit verbundenen Aussage identifiziert sich die Stadt Nürnberg. Im Laufe des 28. Oktober 2020, dem Tag der Anfertigung der künstlerischen Intervention „Regenbogen-Präludium“, untersuchte das Hochbauamt der Stadt die bemalten Stellen an der Zeppelintribüne. Dabei wurde festgestellt, dass die angebrachte Farbe bei längerer Dauer in den porösen Naturstein der Fassade eindringen und sich somit nicht wieder entfernen lassen würde. Außerdem waren Teile der bemalten Stellen durch das Vordach des Mittelbaus der Tribüne nicht ausreichend der Witterung ausgesetzt, die die angebrachten Farben auf natürliche Weise hätte entfernen können. Ein Teil der bemalten Stellen war zudem auf Grund von Baufälligkeit bereits mit einem Schutznetz gesichert. In der Folge musste ein Fachunternehmen beauftragt werden, um die Farbe sachgerecht von der Bausubstanz zu trennen. Die Zeppelintribüne ist verwaltungsintern dem Liegenschaftsamt der Stadt zugeordnet. Dieser Dienststelle oblag es aufgrund der Tatsache, dass die Künstlergruppe anonym und ohne Wissen und Zustimmung der Stadt gehandelt hat, aus versicherungstechnischen Gründen und zur Wahrung der städtischen Interessen eine Strafanzeige zu stellen. Dies ist gängige Vorgehensweise, unabhängig davon, warum eine nichtgenehmigte Bemalung stattgefunden hat. Dies schließt eine Beurteilung, ob man die künstlerische Intervention und deren Intention begrüßt oder nicht, ausdrücklich nicht mit ein. Die Stadt identifiziert sich mit der Aussage des
    Kunstwerks und fordert die anonyme Künstlergruppe zu Gesprächen auf, um gemeinsam zu überlegen, ob der temporäre künstlerische Appell an die Gesellschaft verstetigt und gleichzeitig den Anforderungen des Denkmalschutzes Genüge getan werden kann. Die Auseinandersetzung mit dem Erbe der NS-Zeit ist ein zentrales Anliegen, die auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände auch mit den Mitteln der Kunst geführt werden muss. Die Bauten auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände stehen seit dem Jahr 1973 unter Denkmalschutz. Der Stadtrat beschloss zudem im Jahr 2004 einstimmig Leitlinien zum künftigen Umgang mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände. Der Kulturausschuss des Stadtrats präzisierte diese Leitlinien 2011 durch ein Konzept für temporäre Kunst auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände. Der nun angestrebte Erhalt der Gebäude wurde mit aufklärerischer Bildungsarbeit verknüpft. 2019 wurden im Geschäftsbereich Kultur der Bürgermeisterin und im Hochbauamt Stabsstellen eingerichtet, um die durch Bund, Freistaat und Stadt Nürnberg getragene Sanierung der Zeppelintribüne und des Zeppelinfelds und deren Weiterentwicklung zu einem Lern-und Begegnungsort zu begleiten.alf"

Titel"Der Regenbogen zum Desaster"
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