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  • COLOMBIA
    COLOMBIA
    @Gast, 1 Niemand ist "völlig machtlos", eher "relativ machtlos". Es ist nicht Nietzsches "Wille zur Macht" gemeint, sondern die Einsicht in die Relativität. Der Kritiker ist kein Übermensch, aber auf ein relatives Maß zurecht gestutzt. Meine 10 Thesen zum Kunstbetrieb: .1. Gegen die Entmündigung der Künstler. 2. Gegen Kartelle in der Kunst. 3. Gegen die Verfilzung von Kunst und Kritik. 4. Gegen die Einschränkung des freien Wettbewerbs. 5. Gegen die Festschreibung eines Wertekanons. 6. Für die Unabhängigkeit des Künstlers. 7. Für den freien Wettbewerb. 8. Für den offenen Dialog. 9. Für intelligente Strategien. 10. Für den Realitätssinn. Veröffentlicht am 4.3.2006. Wichtig ist auch die These VIII

    "These 8: Für den offenen Dialog"
  • Gast , 1
    Jaja Traumdeutung geistert durch die Realität. alle sind völlig machtlos dem Establishement ausgeliefert, das wiederum sein perpetuum mobilé aus Fördertöpfen un und Austellungen betreibt. Völlig fehlerfrei und gnadenlos.

    MFG!
  • COLOMBIA
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    @Gast, 1 In eigenen Worten: Die Kritik ist nicht nur in der Krise, sondern auch relativ machtlos. Um etwas einzuschätzen und Werturteile zu fällen, braucht es Kriterien. Die Kriterien können aber nicht einfach Qualität sein, denn wie will man diese beurteilen. Kriterien können zum Beispiel der Neuigkeitswert, die pure Ästhetik, der Ausdruck, die Intension usw sein. Der Kritiker orientiert sich meist am Bekanntheitsgrad und spricht dann von "Reputation" oder so ähnlich. Machtlos ist er deshalb, weil andere entschieden haben, ob ein Künstler eine Rolle spielt: Zum Beispiel Kuratoren, die ihn zur Dokumenta oder Biennale oder in ein Museum einladen. Der Kritiker kann nur noch beurteilen, ob diese Entscheidung richtig war oder versuchen zu erläutern warum. Er muss sich also mit dem Kontext usw auseinandersetzen. Wenn er zum Urteil kommt, dass die Qualitätsmerkmale nicht stimmen, muss er schon Geschütze auffahren, die er den Fachleuten entgegen schleudern kann und diese Argumente müssen dann absolut wasserdicht sein. Also einfach hat es die Kritik nicht und sie spielt nicht immer die gewünschte Rolle.
  • Gast , 1
    nutzt du es aus oder wirfst du es vor. Reine Zitateschleuder zum Selbstzweck wirst du nicht sein.
  • COLOMBIA
    COLOMBIA
    @Gast, 1 Die Kunstkritik befindet sich seit dem 20.Jahrhundert in der Krise: Walther Müller-Jentsch: Kunstkritik als literarische Gattung. Gesellschaftliche Bedingungen ihrer Entstehung, Entfaltung und Krise. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 22 (2012), Heft 4, S. 559ff. https://www.researchgate.net/publication/257701623_Kunstkritik_als_literarische_Gattung_Gesellschaftliche_Bedingungen_ihrer_Entstehung_Entfaltung_und_Krise
    Zusammenfassung: Als literarische Gattung entstand die Kunstkritik im absolutistischen Frank-
    reich des 18. Jahrhunderts und verbreitete sich von dort aus in der westlichen Welt. Nach einer
    einleitenden begrifichen Klärung und gesellschaftlichen Funktionsbestimmung der Kunstkritik
    erörtert der Beitrag fünf gesellschaftliche Voraussetzungen ihrer Genese: 1. die Institutionalisie-
    rung der Kunst, 2. die Entstehung eines Kunstmarktes, 3. die Existenz einer Gruppe professio-
    neller Kritiker, 4. geeignete Publikationsorgane für die Veröffentlichung, 5. ein Publikum, das
    sich für die zeitgenössische Kunst interessiert. Der sozialhistorischen Rekonstruktion schließen
    sich zwei weitere Abschnitte über die Entfaltung und Blüte sowie über die gegenwärtige Krise
    der Kunstkritik an.
    Auch interessant: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/kunst/artikel/entwicklung-der-kunstkritik#
  • Gast , 1
    Ist das auch wieder ein Lehrstück in Sachen Kritikübung? Bitte fügen sie den kostenlosen Vortrag bei Bedarf von selbst ein.

    MFG!

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