Kunsthandwerk

  • Von hochgeladen am 06.04.2008

    Clemens I ist der Schutzpatron von Solingen und hat sich im Zentrum des Baumes symbolisch plaziert.
    Der Baum steht für Solingen, die 5 sichtbaren Äste für jeweils einen Stadtteil, welcher einen eigenen Sonnenstrahl besitzt.
    Links ist der Tag, rechts die Nacht oben am Tage leicht wolkig, wo die
    5 Sonnenstrahlen eben durchbrechen können.
    Rechts unten oberhalb der grünbunten Wiese ist die Nacht auch anders dargestellt als links unten.
    Es sind alle Arbeitsgänge noch zu sehen , welche offen sind.

    Oben sieht man nur das einfache H Blei oder eben das U Blei am Rand zum geschweißten Profilrahmen.(120 x 84 cm oben romanischer Rundbogen)
    Weiter unten erkennt man die aufgebrachte Kupferfolie.
    Noch weiter unten sieht man wo diese Folie eine zweite Lage Blei aufgelötet erhielt.
    Desweiteren fehlt noch die Vorderwandschutzverglasung aus 7 Scheibenteilen, wo nur die Umrisse des Kernbaumes (ohne Äste) im H - Bleiglasverlauf zu sehen ist und die Trennung von Tag und Nacht sowie Himmel und Erde.
    Desweiteren fehlt mittig links mein Signum .
    Auch fehlen auf der Rückseite die Verlotung der einzelnen H Bleistücken sowie alles was auf der Vorderseite noch beschrieben steht.
    Nur auf der Rückseite ist eine ganze 5 mm Glasscheibe als Hinterwandschutzverglasung noch zu montieren.

    Nicht zu sehen im Bild ist das das Bleiglasfenster von vorn und von Hinten sichtbar ist und bis auf den Kernbaum und den Baumstamm sowie der rechte Nachthimmel einen hohen Lichtdurchgangskoeffizienten hat.
    Das Bedeutet das bei Anstrahlen von Hinten der Heiligenschein selber seperat mehr leuchtet als der Habitus des Baumes.

    Gruß an alle
    Norbert




Titel Der Schutzpatron von Solingen
Material, Technik Bleiglas verschiedene Sorten / Maserung/ Lichtdurchsatz, bisher 18 lfm H Blei und 3,6 lfm U Blei und 96 lfm Kupferfolie verwendet, Bleiglasfarbe Kunstharzbasis
Format 120 x 84 cm
Jahr, Ort 2008 NRW
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    Info 1505 5
    • 5 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
    • Hoffmann
      Hallo Annegret, wenn man weiß was man will, kann man es auch eigentlich und braucht nur den Gedankengang zu dokumentieren.

      Das ist nicht schwer, schwieriger ist es allerdings die Vorstellungen möglichst 1 : 1 umzusetzen.
      Da aber ich nie unter Druck stehe wenn ich etwas 3 Dimensional für die Natur im Kleinen schaffe, so habe ich die Zeit die Gedanken umzusetzen.
      Dieses Fenster hat eine eigene Kirchenruine,
      in welcher es einen eigens dafür erstellten Natursteinsockel besitzt auf dem noch 3 Reihen sehr alte bemosste gebrannte Ziegel aufgemauert wurden.
      Davor steht eine Natursteinbank (ca 300 kg)
      auf der eine 2 cm Vertiefung ist, genau da wo man sitzt
      "natürliche Abnutzung" inklusive, denn an dieser Runie sollte alles so alt sein,das man sie bis auf das Bleiglasfenster so auf 12 - 13 Jhd schätzen könnte.

      Gruß an alle

      Norbert
    • Gast, 3
      Respekt - was Du so alles kannst - vor allem Deine verständlichen Erläuterungen dazu, begeistern mich immer wieder.
      grüßle annegret
    • Hoffmann
      Hallo Petra, es ist zum einen ein 4 jähriges Zusatzstudium im Bereich Romantik in der Gartenkunst 1760 - 1900, zum anderen Handwerkliche Fertigkeiten die man als Gärtner erlernen mußte.
      Der Clemens I selber ist eine Hinterwandglasmalerei und wird umgekehrt wie ein reales Ölgemälde gemalt.
      Zuerst hier die kleinsten Details dann bis zur 4 Schicht immer größere Flächen.
      Wichtig ist beim Verwenden von Kunstharzglasmalfarbe, das man durch eine Zugabe der transparenten farblos Farbe (45210 Farblos) die Funktionalität des Durchgangslichtes steuert.
      Dann auf der Rückseite wird wieder alles rückwärs gemalt , so das obenauf die feinsten Linien sind.
      7 Schichten 1 und 7 , 2 und 6 , 3 und 5 sind nahezu identisch zu halten.
      Gewöhnungsbedürftig ist nur das man von hinten malt .

      Freut mich das es Dir gefallen hat Petra.
      Das Bild alleine vom Clemens sind so in 10 Stunden malbar 40 x 30 cm .
    • Gast, 2
      Ich bin begeistert, dies möchte ich auch können, um ein paar meiner Bilder umzusetzen - Kirchenfenster Serie. Hast Du Dir das selbst beigebracht, oder ist dies dein erlernter Beruf? Das Gesicht ist das aufgemalt oder hast Du das mit Glaskristalle selbst gebrannt? Grüße Petra
    • Hoffmann
      Die Kupferfolie die hinter der Glasscheibe zu sehen ist, sind auf der Unterlage aufgeklebte Hilfslinien, welche beim Aufstellen der etwa 60 kg Bleiverglasung natürlich nicht mehr stören können.
      Da ich den Fotoapparat von der Zimmerdecke aus über das Motiv hing und mit Blitz arbeiten mußte, fehlt links + unten die Umrandung und ist auch eine Überhellung teilweise zu sehen , da die 3 Vorderwanddeckscheiben unten ohne H Blei schon mal aufgelegt worden sind.

      Gruß
      Norbert


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